Schrauber, Musiker und Fetischisten

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Gast, 9.Dezember.2011.

  1. Hewe

    Hewe Strebt nach Höherem

    Hallo, interessante Gedanken von CBP,
    ich bin leidenschaftlicher Saxophon- und Jazz-Konsument, der, um mitreden und verstehen zu können, aktiv in das Sax-Spiel eingestiegen ist, ständig versucht, die Qualität des Konsumgutes auch selbst zu produzieren. Dabei genieße ich auch die optische Ästhetik eines Saxophons (oder Klaviers) und bin also bestimmten Instrumenten zu geneigt. Schrauber wäre ich gerne, aber soviele Baustellen schaffe ich nicht zu bearbeiten.
    freundliche Grüße von Hewe

    PS @CBP Die CD´s waren interessant zu hören. Nicht alles ist meine Stilrichtung.
     
  2. reiko

    reiko Strebt nach Höherem

    Na ja, schreib ich auch mal was:
    Ich bin definitiv Lustsaxer, das steht noch nicht drin. Ich "übe" nie, aber ich spiele täglich wonach mir gerade ist, als Entspannungstherapie sozusagen. Auf Sessions gehe ich auch gerne weil es mir Spaß macht, mit anderen zu spielen. Schrauben lass ich machen, da kenne ich jemanden der das professionell macht und viel viel besser als ich.
    Marken spielen für mich keine Rolle, ich schleppe z.B. zu Irritation anderer Saxer mein Yani in einem Yamaha Koffer durch die Gegend.
    Viele Grüße Reiner
     
  3. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Ich zitiere Edo:

    "Hobbytröterich mit höchstem Anspruch viel Spass zu haben"

    und schließe mich dieser Aussage zu 100% an.

    Schrauben? Nee, bloß nicht...als ich das letzte mal geschraubt habe, habe ich den Standbolzen des Zylinderkopfs meines Mopeds überdreht und abgebrochen....
    (Also Mobed fahre ich seit meinem 18. nicht mehr...)

    @ Wanze

    auch ´n Kreuz bei "Saxophonforumsfan"....:-D :-D

    (Im übrigen habe ich mein "Ei-Fon" geschrottet...hatte reichlich Stücke für`s i-Realbook zusammengestellt und für´s Tenor transponiert, da ich am Freitag wieder auf der Christmasparty meines Freundes gespielt habe. "Ei-Fon" fällt runter, Display nicht mehr lesbar...boah war ich sauer...doch wieder CD-Sammlung mitgenommen..seitdem bin ich auf den "Goodwill" meiner Frau - zumindest am WE - angewiesen, damit sie mir mal Ihren Laptop hochfährt und ich ins Forum kann...)

    LG

    Dreas
     
  4. Bloozer

    Bloozer Strebt nach Höherem

    ich frage mich ernsthaft wozu threads dieser Art gut sind.

    Keiner wird zugeben an GAS zu leiden, tausende sinnlos ausgegeben zu haben und immer noch nach dem ultimativen Mundstück und Saxophon zu suchen. Seien wir mal ehrlich, der wahre Traum dem manche hier nachhängen ist gar nicht erwähnt, nämlich ganz gross rauszukommen um endlich alle Missverständnisse über die eigene Person zu beseitigen.
    Vielleicht streben wir mittelbar nach Kunst aber unmittelbar nach der Befriedigung der eigenen, dürstenden Seele. :cool:

    Noch einen schönen 3. Advent.
     
  5. Apfel

    Apfel Kann einfach nicht wegbleiben

    Hi,

    halte mich für ne Hobbytröterin ohne hohen Saxanspruch. Das Sax war preiswert und reicht. Erst wenn ich den Tonumfang herausbekommen, die mein Musiklehrer da rausholt, mache ich mir Gedanken, ob ich ein neues kaufe.

    Klar träume ich manchmal davon auf der Bühne zu stehen, aber im Moment reich mir das Zusammenspielen mit anderen im Kämmerlein.

    LG Apfel
     
  6. Gast

    Gast Guest

    @Bloozer
    Hat denn Dein Posting einen autobiographischen Inhalt ?
    Mit dem "Gaanz gross rauskommen" das würde ich mir aber schwer überlegen --- das muss furchtbar stressig sein !

    Wozu solche Threads ansonsten gut sind? Nun,ich denke bei der Frage nach der eigenen Einschätzung denkt man auch mal wieder über sich selbst nach....über die eigene Zielsetzung usw.
    Vielleicht fällt ja jemandem plötzlich ein, dass er völlig vergessen hatte, dass er mal reich und berühmt sein wollte.

    Ich hatte so um die 20 noch die Vorstellung, vielleicht von der Musik mal leben zu können. Als ich jedoch merkte, dass das voll am Spassfaktor vorbeigehen kann, weil man fürs liebe Geld oft Sachen spielen muss, die man garnicht mag, hat sich der Gedanke schnell relativiert.Heutzutage ist s wieder andersherum...ab und an verdient man evtl mal ein paar Euro...aber ich spiele nur, wenn ich da auch Lust zu habe.
    Die Dinge ändern sich ...wir Menschen sowieso...manchmal ist s ganz gut, mal kurz stehenzubleiben und sich zu überdenken.
    Dafür finde ich solche Threads ganz hilfreich.

    LG
    CBP
     
  7. saxfax

    saxfax Strebt nach Höherem

    Bloozer, wieso sinnlos? Und wieso muß man immer an GAS "leiden" ? Der Weg ist das Ziel, und wenn bei manchen dazu 120 Mundstücke und 15 Saxophone gehören, warum nicht? Ich finde das schon deshalb prima, weil ich auf die Weise günstig an so manche gebrauchte Sachen gekommen bin ;-)

    Gruß
    Saxfax
     
  8. Bloozer

    Bloozer Strebt nach Höherem

    @cbp und @all
    was ich am meisten fürchte sind solche threads wie "Ich fing mit der Blockflöte an, kam zur Klarinette und endete beim Saxophon", oder "ich tröte also bin ich". Ich vermisse sowas wie: ich stell mir vor ich spiele wie ein junger Gott, alle chicks himmeln mich an, oder ich spiele, weil ich es geil finde den Ton zu hören, diesen bestimmten Ton, der meinen traurigen Alltag vergessen lässt. .-)
     
  9. Thomas

    Thomas Strebt nach Höherem

    -Klarinetten (Sopran, BH, Bass): Amateur mit sehr hohen Ansprüchen, wobei natürlich auf einem ganz anderen Blatt steht, wievielt % dieser Ansprüche auch nur im Entferntesten erfüllt werden können.... ;-)

    - Sax: nur Spass und Gaudi für meine eigene Erbauung im Kämmerchen, hab das noch nie öffentlich gespielt

    - Schrauber: never ever

    - Markenfetischist: nein
     
  10. Gast

    Gast Guest

    @Bloozer

    "ich stell mir vor ich spiele wie ein junger Gott, alle chicks himmeln mich an, oder ich spiele, weil ich es geil finde den Ton zu hören, diesen bestimmten Ton, der meinen traurigen Alltag vergessen lässt. .-)"

    Nun, es steht Dir ja frei, GENAU DAS zu schreiben.
    Eine interessante Idee übrigens >> diese Einstellung ist mir bislang meist eher von den Guitarristen gekommen, von Saxern weniger.
    Guitarristen können ja stundenlang völlig selbstverliebt auf den höchsten Tönen herumjaulen und erwarten dafür alle Groupies für sich alleine ;-) ;-) ;-)

    Ich fand das eher nervig, wenn nach nem Gig irgendwelche Teenies angeschwärmt kamen, weil man ja sooo geil Sax gespielt habe....ich werde jungen Damen gegenüber nämlich sehr schnell verlegen und besetzt bin ich sowieso ;-)

    grins

    CBP
     
  11. Gast

    Gast Guest

    @Thomas

    - Sax: nur Spass und Gaudi für meine eigene Erbauung im Kämmerchen, hab das noch nie öffentlich gespielt"

    Sollteste aber dann vielleicht mal machen !!
    Kann Spass machen !! ;-)


    CBP
     
  12. Thomas

    Thomas Strebt nach Höherem

    ... wenn angefragt wird, dann nur für Klarinette.... wahrscheinlich laufen zuviel Leute am Haus vorbei, wenn ich Sax übe... :lol:
     
  13. auge

    auge Ist fast schon zuhause hier

    Ein bemerkenswertes Statement! Würde eine sehr ehrliche Antwort bedingen! Mich hat es zum Nachdenken gebracht. Vor allem
    der 2. Part des Satzes!
    Danke!
     
  14. HanZZ

    HanZZ Ist fast schon zuhause hier

    Hallo zusammen,

    - ich habe GAS.
    Aber ich leide nicht darunter :)

    - Um kaum etwas der ganzen Kohle, die ich in meinem Leben für Musikkram ausgegeben habe, tut's mir wirklich leid.

    (...Na ja, die AW4416 war vielleicht wirklich nicht *die* Investition meines Lebens, aber zumindest habe ich damit ein paar basics vom Recording gelernt, damit nicht nur "Nullnummern" entstehen).

    - "Groß rauskommen" wollte ich mit 20 noch. Inzwischen kenne ich ein paar Profimusiker, die mehr schlecht als recht von der Musik ihren Lebensunterhalt bestreiten.

    Da ist es mir persönlich wirklich lieber, meinen "konventionellen" Job zu machen, der zwar weniger sexy ist, aber dafür ganz einträglich. So habe ich immer mal wieder ein paar Euros, die ich sinnlos zur Fütterung meines GAS verbraten kann :)

    Cheers
    HanZZ
     
  15. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

    Hallo!

    Naja, abgesehen von linguistischen Spitzfinfigkeiten *) bin ich die Abteilung

    - Andere

    Warum? Ganz einfach: 'Hobbytröterich' stimmt nicht, da ich ja auch - je nach Situation - Klavier, Stimme oder Cajon bediene, ca. 25 Auftritte/a. Ich würde sagen:

    'Hobbymusiker mit Anspruch'.

    Grüße
    Roland


    *)
    'Profi' kommt von 'profiteor': offen bekennen, gestehen. Das hat von Wortwurzel erstmal nix mit Geld verdienen oder so zu tun. Indem ich mich offen dazu bekenne Musik zu machen, bin ich im ursprünglichen Wortsinne 'Profi'.
    'Amateur' kommt via französisch von lateinisch 'amator': 'Liebhaber'. Und da ich das auch gerne mache, bin ich auch Amateur.
     
  16. Rick

    Rick Experte

    Genau, wir hatten schon lange keine Diskussion mehr über "Profis vs. Amateure"! :lol:

    Rolands Hinweis auf die Herkunft des Wortes "Profi" finde ich sehr aufschlussreich - das ist also jemand, der sich offen dazu bekennt, Musik zu machen, von (und für) Musik zu leben, der Musik zum Hauptgegenstand seines Alltags gemacht hat.

    Jemand, der enthusiastisch, kompromisslos, egoistisch, in einem Wort verrückt genug ist, auf jeden sicheren "bürgerlichen" Job zu verzichten, um ganz seine Leidenschaft auszuleben.

    Es gibt wahrhaftig ausgezeichnete Amateure, denen die Liebe zur Musik anzumerken ist, die ihr Instrument (oder ihre Stimme) meisterlich beherrschen; da kenne ich einige, mit denen ich gern zusammen arbeite und vor denen ich großen Respekt habe.

    Andererseits gibt es aber auch "Profis", die diesen Ansprüchen nicht genügen, die vielleicht durch Glück und Beziehungen an einen guten Musikschul-Job gelangt sind und sich für Meister halten, auch so behandelt werden, es aber nicht sind.
    Ich kannte da mal einen Schlagzeuger, mannomann... :roll:

    Deshalb sagen meiner Ansicht nach solche Bezeichnungen wie "Amateur" und "Profi" wenig über den Könnensstand aus - sie zeigen nur, ob jemand, wie gesagt, ausreichend verrückt war, nichts Anständiges zu machen, sondern sein Hobby als Beruf zu erwählen. ;-)

    Ich habe beispielsweise als Teenager Jazzmusiker ganz supercool gefunden und wollte auch so einer werden, so ein lockeres "Bohémien-Dasein" führen.
    Das ist mir gelungen. :cool:

    Reich und berühmt wollte ich hingegen nie werden - sonst hätte ich von Anfang an auf volkstümlichen Schlager setzen müssen! :-D :-D :-D


    Schöne Grüße,
    Rick
     
  17. Gast

    Gast Guest

    Hmmmm....
    Ich bin mir ja nicht so sicher, ob Roland da exklusiv Recht hat.

    "Profi-Musiker" .... genauso wie "Profi-Fussballer"
    entlehnt sich ja wohl eher von dem Wort "Proffessionell",
    was im heutigen Sprachgebrauch nunmal "damitgeldverdienen" bedeutet.
    Die Wortwurzel mag dieselbe sein....der Profiteur ist der Verrückte, der eine "Proffession" ausübt ( Franz. für "Beruf")

    Die "Berufung" ist aber nicht nur der Wahn, sondern DAS was man eben am besten kann...und womit man seine Brötchen verdient....eben WEIL man das am besten kann....egal ob Arzt, Lehrer oder Musiker eben.

    Dass "Profis" deswegen nicht die besten Musiker sein müssen.....eher die besseren Geschäftsleute, die ihr Gedudel auch zu Geld machen können....das erlebt man gerade in der heutigen Musikwelt ja zuhauf ;-)
    Da habe ich schon machen Amateur erlebt, der widerum so manchen Profi locker in die Tasche stecken könnte.....andersherum jedoch auch manchen Profi, wo man sich fragt: WIESO zahlt dem jemand auch nur einen Cent, wenn nicht für sein arrogantes Maul ?? > Ähnlich wie Rick es mit dem Schlagzeuger erlebt hat.

    Ich finde daher, die Worte "Profi" oder "Amateur" haben durchaus ihre differenzierende Berechtigung, keinesfalls jedoch eine inhaltliche Qualitätsabstufung.

    LG

    CBP
     
  18. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    @ CBP

    Ich denke schon, dass Roland im Grundsatz Recht hat, da er sich auf den lateinischen Ursprung der Worte bezieht.

    Das widerspricht ja nicht Deiner Darstellung. Im heutigen Sprachgebrauch steht der "Profi" (Professionell) für jemanden, der mit seinem Job Geld verdient und der "Amateur" für jemanden, der das was er tut nicht zum Broterwerb macht.

    Und ich sehe es genauso, das weder "Profi" noch "Amateur" eine qualitative Einordnung bedeutet.

    LG

    Dreas
     
  19. Gast

    Gast Guest

    @Dreas....
    da haben wir jetzt ein wenig aneinander vorbeigepostet....

    Du sagst: Im GRUNDSATZ hat Roland Recht,
    ICh sage EXKLUSIV gesehen hat er es nicht

    Das ist als wenn einer von und das berühmte Glas als halbvoll beschreiben würde...und der andere als halbleer.

    Er HAT zwar Recht...aber eben nur teilweise( grundsätzlich eben ), weil er die heutige Bedeutung des Wortes nicht mit
    einbezieht....

    Ich denke, wir meinen da beide dasselbe :)

    SO...genug mit "Klugscheiss-Modus"

    ;-)

    CBP
     
  20. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Ähhh...so gesehen völlig richtig...

    :topic:

    LG

    Dreas
     
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