Sind wir Musiker denn Eintagsfliegen ? >> Alles Äther oder wie ??

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Gast, 20.April.2014.

  1. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

    Moin!

    Rein physikalisch gesehen verschwinden die Schallwellen spätestens im thermischen Rauschen und sind nicht wiederherstellbar. Die Information verteilt sich. Die Entropie gewinnt immer. :)

    Grüße
    Roland
     
  2. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Ein Ton ist Energie und Energie verschwindet nicht. Sie wird nur Umgewandelt
     
  3. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    Das gilt auch für Lichtwellen und die Materie auf denen die Bilder sind. Nur für unseren Horizont ist die zeitliche "Schnelle" bei Schall natürlich viel beeindruckender.

    Damit kann man natürlich folgern: " von allen Künsten sind die vergänglichsten die beeindruckendsten"

    Grüße
    StefAlt
     
  4. Gast

    Gast Guest

    @Abraxasbabu

    Zitat:"Ein Ton ist Energie und Energie verschwindet nicht. Sie wird nur Umgewandelt""

    So meinte ich das .... selbst wenn er als thermisches Rauschen endet, wie Roland sagte.

    Gab s bei den Synthesysern nicht auch das GRAUE Rauschen ?? > Das ist ja ein ähnlicher Effekt.

    LG

    CBP
     
  5. Gast

    Gast Guest

    @Stefalt

    Zitat: ""Damit kann man natürlich folgern: " von allen Künsten sind die vergänglichsten die beeindruckendsten""

    HERRLICH !

    Wir sollten mal ne Sammlung von Forumsweisheiten aufmachen !!

    ;-)

    CBP
     
  6. GelöschtesMitglied1589

    GelöschtesMitglied1589 Guest

    “To be is to do”—Socrates.
    “To do is to be”—Jean-Paul Sartre.
    “Do be do be do”—Frank Sinatra.

    Wenn Felix Mendelsohn Bartholdy nicht großer Bach Fan gewesen wäre und seine Werke weiter getragen hätte, vielleicht wären heute die Goldberg Variationen und das Wohltemperierte Klavier längst Schutt und Asche, und es hätte keinen Glenn Gould gegeben und..... ich erschaudere.
    Andererseits, egal, good vibes gibt es immer und immer wieder, und sie verschwinden, während man ihnen noch nachlauscht, für immer oder so lange, bis man die CD wieder rausholt.
    Trotz Musikstudiums bin ich nie an den Punkt gekommen, wo ich eine Partitur lese und wirklich in dem Moment auch Musik höre. Die Leute, denen das gelingt, beneide ich wirklich.
    Durch die Speichermentalität und Überpräsenz der Medien ist ja unsere Kultur weit davon abgerückt, bewusst für den Moment zu leben und das Erlebte nicht festhalten zu wollen oder zu müssen.
    Ich stelle mir vor, wie es gewesen wäre, wenn, als Bach bei Friedrich dem Großen seine Fugen und Fantasien improvisierte, die Hofgesellschaft wie das Publikum in der Kölner Philharmonie ihre Smartphones gezückt und alles (für wie lange?) festgehalten hätte.
     
  7. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

    Ich würde sagen:
    Ein Ton ist Information. Information ist *keine* Erhaltungsgröße.

    Wenn ich meine CD einschmelze und erkalten lasse, ist die Energie ja auch nach dem Erkalten dieselbe, wie vorher. *) Aber die Entropie ist anders.

    So auch der Schall, der wird in Wärme umgewandelt. Aber die Information verteilt sich, die Entropie steigt, das Originalsignal ist rekunstruierbarkeitsbefreit.

    Liebe Grüße
    Roland


    *)
    Für Korinthenkacker:

    E = n * k * T * ln 2 für n Bits, k Boltzmannkonstante, T absolute Temperatur in Kelvin
    und damit auch eine Masse via E = m *c²
    Aber das ist unmessbar klein.

    Aber es gibt eine theoretische Obergrenze für Information, die ich in einem Kubikzentimeter speichern kann, bis die Inforamtion eine so große Masse hat, dass ein schwarze Loch entsteht. Es gibt eine Obergrenze für Informationsdichte!
     
  8. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

    Achja, nochmal zu "Ein Ton ist Energie und Energie verschwindet nicht. Sie wird nur Umgewandelt":

    Mir dann vor einigen Stunden bei einem Spaziergang an der frischen Luft eingefallen: Die Energiebetrachtung ist hier nicht wirklich zielführend. Dass die Energie vom Ton ja nur umgewandelt wird, ist klar (Dissipation).

    Aber die Energie für den Ton ist ja auch vor dem Ton vorhanden, gerade wegen Energieerhaltung. Trotzdem können wir nicht vorab präkonstruieren (als Antonym zu 'rekonstruieren'), welchen Ton ich eine Sekunde oder 10 Jahre in der Zukunft spiele.

    Genausowenig kann ich aus der Wärme in der Luft die Musik im Nachhinein rekonstruieren. Jaja, die fiese Entropie ....


    So wie die Autobremse auch keine Energie vernichtet (wie Autozeitungsschreiberlinge gerne absondern), sondern in Wärmeenergie umwandlt.

    Umgekehrt einfach die Wärmeenergie aus der heissen Bremsscheibe nehmen und in Bewegungsenergie umwandeln, das geht nicht. Oder genauer gesagt: Die Natur legt uns harte Grenzen auf. Ich muss im Gegenzug etwas anderes erwärmen und der Wirkungsgrad ist kleiner eins (siehe Carnot-Prozess).


    Naja, die Betreiber unserer Kraftwerke sind auch keine 'Energieerzeuger'. Wie denn auch!? Die Wandeln lediglich Masse in Energie um (via E = m * c²), auch, wenn sie Kohle verbrennen. :)


    Grüße
    Roland
     
  9. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Geht's eigentlich noch :roll: :)

    Man sollte eigentl. seine Energie (sofern man hat) der Saxerei widmen, als.........

    Ich oute mich jedenfalls mal als bekennende "Eintagsfliege" !

    Einen Tag Tenor...einen Tag das Alte...einen Tag mal Bari....einen andern Tag das Sopi...und manchmal sogar auch das C-Mel.

    Das reinste Umhergeschwirre...und ganz schön energielastig, aber dafür regenerativ/produktiv :)

    Mann oh Mann

    Wuffy
     
  10. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

    Moin!

    Oh ja, phantastisch, danke. :) Saxophon spielen geht um die Uhrzeit (siehe Zeitstempel letztes Posting) ja nicht. Aber Philosophie oder Physik ist wie Barcadi: Bacardi geht immer!

    Liebe Grüße
    Roland
     
  11. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    :-D

    Ja...Gesüffel geht immer :)

    Sunny Greets
     
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