"Sound"

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von the_ashbird, 10.Dezember.2011.

  1. bhimpel

    bhimpel Ist fast schon zuhause hier

    Klar, ich kann alles ohne den Anfang und das Ende betrachten. Bis vor kurzem hätte das genauso gesehen wie Du, dass das nämlich unabhängig voneinander ist.

    Aber für Wissenschaftler ist Anfang und Ende nun einmal ein wichtiger Aspekt der Klangfarbe, wie bei Encyclopædia Britannicadas beispielsweise steht.

    Man kann sich natürlich noch seine eigenen Begriffe zusammendefinieren, aber das muss in diesem Fall nicht sein und führt zu Verwirrung. Man sieht ja, dass jeder eine andere Vorstellung von den Begriffen hat. Wissenschaftler bezeichnen den Klang ohne Anfang (Attack) und Ende (Decay) üblicherweise als sein Sustain.

    Und letzlich wird alles von Anfang bis Ende von einem Equalizer verändert, obwohl einem das bei Artikulation und Phrasierung vielleicht nicht auffällt.

    Viele Grüße,
    Benjamin
     
  2. Thomas

    Thomas Strebt nach Höherem

    das ist jda das, was pue uns zusammengeloopt hat. Aber mit ASD komste nicht weit. Die einfachsten Synthies haben normalerweise ADSR-Hüllkurven. Auf die Amplitude angewendet gibt es den ungefähren Lautstärkeverlauf eines Klangs wieder. Wenn ein Synth nur auf S eingestellt wird ( ohne LFO oder sonstwas) hat man einen rein statischen Klang, der schwer einem Instrument zuordenbar ist. Mit der Hüllkurve gelingt das schon deutlich besser. EIN weiterer Schritt bringt ein Klangfarbenverlauf ( eine weitere Hüllkurve, die den Filter oder Ringmodulation oder Frequenzmodulation oder den Verlauf einzelner Obertöne bei additiven Synths) am Anfang des Klangs. Aber ganz wichtig für den Anfang sind eben auch Tonhöhenschwankungen beim anspielen, Anblasgeräusche, rauschen,das PLoppen der Zunge auf dem Blatt (übertrieben gesprochen) oder das Zupfen an einer Saite , das Hämmern eines Hammers etc...
     
  3. ppue

    ppue Mod Experte

    Ja, die Hüllkurve eines Tones, sein Einschwingvorgang, dessen Abklingen, das Halten und Ausklingen des Tones, ist sehr entscheidend für der Höreindruck. Auch die Veränderung des Obertonspektrums während diesen Phasen.

    Ich trennte den 'reinen' Sound (das Sustain) deshalb hier so demonstrativ von den anderen Parametern ab, weil in den Foren viel darüber diskutiert wird, wie welches Setup klingt.

    Der 'reine' Ton klingt jämmerlich, das wollte ich aufzeigen. Kein Mensch käme auf die Idee (obwohl...), mit schnarrenden Elektromotörchen Musik zu machen.

    Der geübte Saxophonist spürt in jeder Millisekunde, wie sein Setup reagiert und alle Parameter sind wohl wichtig bei der Suche nach dem geeigneten Material.

    Attack: wie springt das Instrument an, Stichwort Ansprache, geht es zu leicht los, hat es entsprechenden Blaswiderstand, damit es auch einen deftigen Anstoss verträgt oder machen Blatt oder Mundstück dann zu?

    Decay: ist nicht so spannend, könnte aber sein, dass der Ton schnell wegbrechen will, was aber eher in die nächste Phase fällt:

    Sustain: Wie kann ich den Ton halten? Macht es Mühe, geht es zu leicht? Wie hält er sich in der Höhe oder in den Tiefen? Wie fühlt sich das Vibrato an, kann ich den Ton bequem ziehen? Wieviel Luft verbrauche ich? Wie verhält sich das Instrument bei Fortissimo und Pianissimo? Wie reagiert das Setup auf Effekte, Subtones, Altissimo?

    Release: Bricht der Ton irgend wann weg oder kann ich ihn bis Ultimo faden?


    Das wären so meine Interessen oder Fragen bei einem Saxophon. Ach so, ich schreibe gar nicht mehr über Sound. Pardon.

    Ich denke, der Sound ist in mir.

    Einmal, weil ich einen eigenen Körper habe, eine eigene Mundhöhle, die Teil der Klangerzeugung ist.

    Zum anderen, weil mein Charakter ganz entscheidend ist, eben ob ich smooth, hot, wild, melancholisch oder straight spiele. Habe das bei allen meinen Schülern erlebt. Sie änderten sich nie, auch wenn die Technik besser wurde. Der eine blies seinen ersten Ton vehement hinein, die andere versuchte sich zart und artig. Auch wenn die ersten Töne geradebrecht daher kamen, im Grunde konnte man den eigenen 'Ton' schon von Anfang an hören.

    Von daher sage ich mal: man kann ein Setup optimal auf eine Person aussuchen, es wäre aber verwegen zu sagen: das Sax klingt so und das Mundstück so.

    Welches Setup nun zu einem passt, kann kein Mensch sagen, man kann es nur finden, nach und nach, das braucht Zeit und Beschäftigung mit der Sache. Auch ist der Weg nicht abzukürzen.

     
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