Spiel beheben bei der Klarinette tief F#

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Instandhaltung" wurde erstellt von antonio, 10.September.2026 um 18:48 Uhr.

  1. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Frage an die (Klarinetten) Schrauber:

    Bei meiner alten Böhm (Buffet S1) klappert der dünne Mitnehmer-Stift ein wenig in seinem Loch am Hebel beim F# links. Nicht schlimm, könnte aber besser sein.

    Nun ist es ja so, dass der Stift ca. 1mm im Durchmesser oder so ist, und das Loch wo er eingreift vielleicht 1/10tel grösser. Es gibt also nicht viel Platz für Dämpfungsmaterial rund um den Stift. Original war da etwas drum, was aussieht wie dünnes Flies, aber das alte Fett/Öl verhindert die Identifikation des Materials.

    Ich habe schon mal einen Versuch mit sehr dünnem Knister-Plastik einer Tüte gemacht, von der Dicke ginge das zwar, aber die Montage ist Glücksspiel, weil das über den Stift gestülpte Plastik immer irgendwie wegflitzt.

    Kann mir einer sagen was da am besten passt?

    An sich ja keine Sache, aber ich bin gerade ein wenig ratlos.
    Was mir noch in den Sinn kommt, ist ganz wenig Kettenöl, das ist ja ziemlich zäh und dürfte deswegen schon dämpfen. Habe ich aber noch nicht probiert und ich fürchte, dass es dann doch zu stark hemmen könnte, weil es halt so steif ist.

    Besten Dank für zielführende Ratschläge...
    antonio
     
  2. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Ich bin kein seriöser Schrauber, aber: Bei der Bassklarinette habe ich in vergleichbaren Verbindungen das Spiel durch Umwicklung mit Teflonband weggekriegt, und das hält auch überraschend lang (und lässt sich dann auch wieder schnell erneuern). Ja, da sind die Abmessungen größer.

    Evtl. sogar das Teflon um das Teil mit dem Loch wickeln und das Loch dann neu durchstechen.
     
  3. elgitano

    elgitano Ist fast schon zuhause hier

    Das Loch mit Heisskleber füllen und dann den erwärmten Stift einführen.
    Claus
     
  4. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Teflonband hatte ich auch erwogen. Geht aber nicht, der Stift ist viel zu kurz, als dass man da vernünftig ein Bändchen drum wickeln könnte.
     
  5. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Das wäre eine Idee... yep. Habe schon mal an einen Leim gedacht und dann nach dem Trocknen passend stechen.

    Aber irgendwie haben die Leute das ja früher auch gemacht, ohne dass man auf so "moderne" Mittel greifen konnte.
    Vielleicht täte ea auch ein geeignetes dünnes Papier, ev. nass aufgeklatscht. Zigarettenpapier?
     
  6. tomaso

    tomaso Strebt nach Höherem

    Ein Fitzel Fischhaut vom Flötenpolster
    habe ich schon mal an der Stelle vorgefunden, was gut funktionierte.
    Vermutlich naß, mit genügend Überstand
    über den Pinöpel gestülpt, montiert und trocknen gelassen.
     
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  7. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Am Sax gibt's ähnliche Details....z.B. bei der Oktavmechanik von den Klingsors / Hammerschmidt, aber auch bei anderen Modellen und Herstellern.

    Schmales Streifchen Tesafilm schneiden und einlagig, bzw. 1,5 lagig und das gut gesäuberte Zäpfchen wickeln...um zunächst die richtige Dicke der Auftragung zu checken.

    Ich gebe dann einen Hauch von Sekundenkleber auf das Zäpfchen bevor ich die endgültige Umwicklung stramm anbringe.

    Final mit Wattestäbchen reinigen und leicht fetten.

    Das Aufnahmeloch poliere ich dann noch ultraglatt aus, um evtl. Rauhigkeiten und leichte Grate zu entfernen.

    Mehrfach so schon gemacht und es funktioniert.

    LG Wuffy
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.September.2026 um 08:53 Uhr
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  8. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    @tomaso, @Wuffy
    Danke euch beiden für die Tipps.
    Ein schmales Streichen dünnes (medizinisches) Klebeband hatte ich schon mal versucht zu applizieren. Das hielt aber irgendwie dann doch nicht richtig- abgesehen davon, dass es eine ziemlich nervige Montage war. Hat wohl am Kleber gelgegen, dieser war irgendwie "weggeschwommen" .

    Werde mal Tesafilm testen, zusammen mit Sekundenkleber. Das Zäpfchen ist halt auch nur etwa 2mm lang, da bleibt nicht viel Klebefläche.

    Fischhaut könnte es tatsächlich gewesen sein, im Original. Gesehen hab ich jedenfalls schon Lösungen an dieser Stelle, welche darauf hinwiesen, dass etwas über das Zäpfchen gestülpt worden war und der Überstand dann nach der Montage abgeschnitten wurde. Sah aber immer etwas lausig aus...
    Altes Flötenpolster habe ich halt nicht gerade zur Hand...

    LG
    antonio
     
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