TEST Notenerkennungsprogramme

Dieses Thema im Forum "Tool / Zubehör" wurde erstellt von stefalt, 21.März.2017.

  1. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem


    Wobei die Qualität des Scans schon eine sehr sehr wichtige Rolle spielt. Nur hängt das mE eher nicht an der Hardware ab, sondern an den gewählten Einstellungen (und der Erfahrung beim Scannen von s/w Zeichnungen). Auch dazu möchte ich noch eine Testreihe machen, da ich hier das meiste Optimierungspotenzial sehe. Ich will nur vorher wissen mit was für einer Vorlage und was für einem Programm ich hier die sinnvollsten Aussagen bekomme.

    LG StefAlt
     
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  2. jb_foto

    jb_foto Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,
    du kannst Capella auch direkt ein PDF füttern, die SW muss nicht selber via Scanner importieren.

    LG
    Jürgen
     
  3. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    Hallo Jürgen,

    ja, das ist mir schon klar. Meine Tests nutzen halt selbst gescannte TIFFs um Sie möglichst Praxisnah im Bezug auf Scannen und Erkennen zu machen, aber den jeweiligen Scanner/Treiber in seinem Einfluss zu eliminieren.

    LG StefAlt
     
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  4. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Ich habe bei PhotoScore die besten Ergebnisse erhalten, wenn ich 8-bit Graustufen in 300DPI gescannt habe. Den Weißpunkt so gesetzt, dass die Rückseite nicht mehr durch scheint, den Schwarzpunkt so, dass das Meiste der Notenköpfe voll schwarz ist.. Wenn die Vorlage das gedruckte Original ist, ist die Erkennung der Notation eigentlich nie das Problem. Bei Kopien von Kopien schon. Wenn's wo hakt, dann bei der Erkennung der Spiel Anweisungen, Tempi, usw.

    Und es ist manchmal kompliziert, das ganze Notenblatt in den Scan zu bekommen, weil die Blätter üblicherweise größer sind als der typische A4 Scanner. Wenn vorne oder hinten die Zeile abgeschnitten wird, ist oft viel Nacharbeit nötig.
     
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  5. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    Spannend, für mich war jetzt eine reines schwarz/weiß sehr viel nahe liegender.... Ich denke ich muss dem Thema "Art des Scannens" doch noch etwas mehr Zeit widmen...

    LG StefAlt
     
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  6. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    Mittlerweile habe ich PhotoScore installiert. Es benötig die Graustufen und kann s/w Scans gar nicht verarbeiten. Die Erkennungsmethodik ist übrigens die selbe wie beim NotateMe, die beiden arbeiten auch Hand in Hand, soviel erstmal als kurzer Zwischenbericht.

    Nachtrag: Die Testversion erlaubt kein speichern der Noten als MusicXML :mad:. Damit wird es schwierig das mit zu berücksichtigen, da ich es nicht extra kaufen will.

    Allenfalls könnte evtl. jemand aus dem Forum meine Seiten als PDFs Erkennen lassen und mir als MusicXML zurücksenden, dann könnte ich es mit einbeziehen. Wäre dazu jemand bereit? @bebob99 , Du vielleicht? Fall ja bitte PN an mich, dann könnten wir klären wie wir die Daten austauschen.

    LG StefAlt
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.März.2017
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  7. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

    Ich habe gestern nach längerer Zeit mal wieder SharpEye (Testversion) benutzt, um eine Akkordeonstimme einzuscannen.
    Ich habe sie unkorrigiert als Midi-Datei abgespeichert und später in mein Notensatzprogramm Encore geladen.
    Die Noten wurden recht sauber genommen, ein paar Vorzeichen waren verkehrt, hier und da waren ein paar Notenwerte falsch, das Wiederholungszeichen an einer Stelle checkte SharpEye nicht.
    Ich war aber ganz zufrieden mit dem Ergebnis.
    Klar nimmt SharpEye keine Akkordsymbole oder Texte mit, aber so etwas erwarte ich auch nicht.
    Die kann man auch hinterher manuell einfügen.
    Das gestrige Ergebnis war auf jeden Fall eine gute Zeitersparnis.

    Ich habe bei solchen Scans bemerkt, dass es wichtig ist, dass das Originalbild kontrastreich und gut lesbar ist.
    Handgeschriebene Noten gehen nicht.
    Auch der im Jazz so gerne genutzte Schrifttyp im "Handwritten Style" ist problematisch.

    Bei Scans ist es ja generell so (auch bei Texterkennung), dass man den Anspruch auf Genauigkeit nicht zu hoch ansetzen sollte.

    Lg
    Mike
     
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  8. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    ja, aber das hängt auch vom Programm ab, soviel sei schon mal verraten!
     
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  9. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    KollegenInnen:
    ein toller thread - und viel Aufwand - danke an alle Beteiligten,
    [ich hab jetzt nicht im einzelnen alles durchgelesen]
    aber bitte eine Frage:
    Was ist eigentlich die Zielstellung?
    1.Wollt Ihr nur einfach Noten einscannen um sie danach wieder ausdrucken zu können?
    Quasi ne Art Coppy erstellen?
    Oder
    2. Wollt ihr die gescannten Noten dann in der DAW editieren, bearbeiten, verwursten und einfach als Self-Play-a-long abspielen?

    Für 1. schmeiß ich das Zeugs einfach auf meinen Scanner, drücke Start und mit 600 dpi wird ne Seite in 3sek. gescannt und als .pdf gespeichelt.
    Dann kann ich es drucken, wann ich wil.
    Über die Zusatztools kann ich es
    2. dann im Cubase einlesen und feddich.

    Anmerkung zu 2. ich habe bisher nur einfache Stimmen - also Solostimmen eingelesen.
    So oft habe ich das nicht gebraucht, am Anfang wars auch ein gefriggel mit den Einstellungen.
    Und Noten von der Jazz-Schrift wurden schlecht erkannt. Das sind aber subjektive Erfahrungen.

    Also, back topic: was ist nochmal eure Zielsetzung?

    Danke
    Cheers
    Paco
     
  10. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    Noten zu scannen um sie dann zu verarbeiten bspw. zu transponieren, als Midi-PA zu nutzen etc. Nur zum Kopieren würde den Aufwand eher keiner treiben.....

    Mein persönliches Ziel ist es erstmal nur festzustellen ob die Programme mittlerweile mehr taugen als bei meinem letzten Versuch vor ca. 4-5 Jahren! Ich dachte (wohl zurecht), dass das nicht nur mich interessiert.

    LG StefAlt
     
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  11. Claus

    Claus Moderator

    @Paco_de_Lucia

    Die Antwort auf Deine Frage findest Du doch eigentlich schon im thread-Titel, oder?

    Wenn es nur um das Einscannen zum Zwecke des späteren Ausdruckens ging, müsste man kaum ein halbes Dutzend Programme testen.
     
  12. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    So, es geht weiter ....

    Vorerst mal nur für die Stücke a) und b) und noch ohne PhotoScore. @bebob99 :danke::applaus: erzeugt mir aber in den kommenden Tagen XML files aus meinen Vorlagen, so dass ich das dann noch nachreichen werde!

    Hier also Teil 3 von 5 oder 6 (schätze ich mal vorsichtig), viel Spass:

    6. Die Notenerkennung

    a) Ich habe zuerst mal das Stück a) Pink Panther in allen drei (verbliebenen) Programmen erfasst und jeweils ohne Korrektur im Erfassungsprogramm als MusicXML exportiert. Das Ganze habe ich dann in FortePremium 7 importiert und nach Fehlern gesucht. Diese will ich nun erklären und vergleichen. (PhotoScore, das die selbe Technik wie NotateMe nutzt folght ggf. noch, vgl. Beitrag #26

    Bei diesem sehr einfach und ordentlich gesetzten Stück a) ist das gefühlte Ergebnis nach dem Erkennen schon recht hoch.

    NotateMe hat bei a) als einziges keinen Fehler nennenswerten gemacht und auch alle Akkorde richtig erfasst! Lediglich die 7 leeren Takte vorab, die mit einer sieben über dem einen leeren Takt notiert sind, hat es als nur einen leeren Takt geschrieben.

    SharpEye erkennt per se keine Akkorde, macht da also keine Fehler, einmal wurde eine Halbe als Ganze erkannt, die Tonhöhen waren aber alle ok. Die 7 leeren Takte wurden auch hier zu einem Takt.

    CapellaScan hat sich bei den Noten keinen Fehler geleistet und hat als einziges die Sieben leeren Takte vorweg als sieben einzelne leere Takte dargestellt. Die Erkennung der Akkorde war jedoch fehlerbehaftet. F#m wurde jeweils gar nicht erkannt, einmal statt D7 ein D.

    In Allen wurden die Wiederholungszeichen und die Bindebögen etc. durchgehend richtig erkannt. Allerdings haben alle in einem Takt, in dem zwischen C und B gewechselt wird (das erste C hat ein Auflösungszeichen notiert, da Fis-moll) anstelle c-b nach dem ersten aufgelösten c b#-b also im Wechsel mit # und Auflösung notiert. Ist aber ja klanglich ok. Kann auch am MusicXML Format liegen.

    b) Ich habe dann das Stück b) Belden Ave. entsprechend geprüft. Die Herausforderung war hier die „moderne“ Notation, wie sie vor allem im Jazz jedoch häufig anzutreffen ist.

    SharpEye: Das Ergebnis ist eher schlecht, Die Generalvorzeichen wurden nicht erkannt, ettliche Noten sind in der Notenlänge falsch, dazwischen gibt es plötzlich leere Takte. Das Ganze ist eigentlich so nicht wirklich verwendbar.

    CapellaScan: Der erste Eindruck nach SharpEye -> es geht noch schlimmer! Hier wurde noch nicht mal der Notenschlüssel erkannt, sondern als Akkord interpretiert :-(. Bei näherer Betrachtung sind die erfassten Notenwerte jedoch etwas besser als bei SharpEye, durch die auch hier fehlenden Generalvorzeichen, ist eine Korrektur jedoch mit hohem Aufwand verbunden. Akkordsymbole wurden gar nicht erkannt, Artikulationszeichen, Pausen und Bindebögen etc. minimal besser als in SharpEye, jedoch immer noch weitaus schlechter als bei a)

    NotateMe war hier das mit Abstand beste. Alle Generalvorzeichen und fast alle Noten wurden richtig erkannt, An einer Stelle hat das Programm die Taktart gewechselt, da es eine Halbe als Viertel mit Vorschlag (so einer Mininote, die da aber nicht steht) erkannt hat. Daneben gab es noch eine Stelle an der 2 Noten als Vorschläge, erkannt wurden der Rest war korrekt. Im Vergleich zu den beiden anderen echt beeindruckend! Ach ja, die Akkordsymbole wurden auch hier nicht erkannt, die Notation ist einfach zu dicht an Handschrift.


    Fortsetzung folgt …..
     
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  13. Claus

    Claus Moderator

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  14. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    Anbei mein erster Blick auch die Erkennung. Alleine was aus dem Notenschlüssel wurde hat mich echt geschockt! Jazznoten.jpg
     
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  15. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    @stefalt Danke & good job.
    @Claus ja, :stig: Augengläser können hilfreich sein bzw. Lesen kann helfen. thx.
    P.
     
  16. jb_foto

    jb_foto Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,
    so mies war der Testscan den ich mit Capella Scan und der Vocal Stimme von Music machte ebenfalls.
    Was mich verwunderte, siehe auch dein Beispiel, ist die Tatsache dass die Vorzeichen nicht sauber genommen werden.
    LG
    Jürgen
     
  17. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    bei dem scan sieht man schön den "Dreck" der OCR oder auch Noten OCR "verwirrt"
    da hilft nur schwarz weiß und mit dem schwellwert experimentieren...

    Grad Bei Leadsheets aus dem Real- oder Fake-Book bin ich mit der Tastatur (Finale) schneller als mit dem Nachbearbeiten...

    lg

    gue
     
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  18. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    Wobei mein Screenshot von der Erkeenung in Graustufen war. Bei dem Scan in S/W hat er sogar nur eine Vorzeichen erkannt. Der Rest war in etwa gleich.
     
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  19. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Da hilft nur GRAUSTUFEN und mit dem Schwellwert experimentieren. Im PhotoScore habe ich für mich schon brauchbare Einstellungen gefunden.

    Es steht und fällt mit der Qualität der Vorlage. Ein hochwertiger Druck auf einem dicken Notenpapier. Kein Knick, kein Bundsteg, keine Buch Faltung, keine Fettfinger oder Kuchenbrösel. Nicht kopiert und ein blitzsauberes Glas am Scanner. Ich habe auch schon Kopien von hangeschriebenen Noten gehabt. Von denen gibt's gar keine gedruckte Version. Die waren zum Teil schon für Menschen kaum zu entziffern und unser Gehirn leistet ein Vielfaches dieser Algorithmen. Leider trifft man immer mal auf Noten die schon 20x kopiert wurden. Schief, Anfang und/oder Enden irgendwo abgeschnitten mit handschriftlichen Ergänzungen drauf. Das schreibe ich lieber gleich mit der Hand ab und spare mir den Ärger.

    Die aktuellen Vorlagen sind offenbar bewusst nicht in optimaler Qualität um ein "RealWorld Szenario" nachzustellen. Und nicht jedes Programm kann mit einem Scan das für ein anderes Programm optimal wäre irgend etwas Sinnvolles anfangen. Wer so etwas tatsächlich einsetzen will, muss genau das für das verwendete Programm optimale Scan Ergebnis anliefern.

    Die Übergabe in ein Notensatz Programm per MusicXML ist möglicherweise auch nicht immer optimal. Das Scan Programm muss nicht nur alle Teile richtig lesen, sondern daraus noch ein funktionsfähiges MusicXML erzeugen, das alle Elemente korrekt wie erkannt abbildet. UND das Zielprogramm muss diese Definition auch noch vollständig und korrekt verstehen. Ich würde schäzen, dass allein so mindestens 30% des bereits erkannten Ergebnisses nicht (richtig) im Zielprogramm ankommen.

    Ich werde jedenfalls bis morgen die Ergebnisse von PhotoScore 8 nachliefern. Für eine grobe Abschätzung wird es taugen. Für eine wissenschaftliche Abhandlung müsste man sehr viel mehr Parameter messen und jeden Bearbeitungsschitt extra bewerten. Sonst enden wir am Ende wie bei diesem Test:
    [​IMG]
     
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  20. saxology

    saxology Ist fast schon zuhause hier

    Deshalb werden sie von den Verlagen auch verwendet.
     
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