tonleiterstudien (tl)

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von hanjo, 26.Mai.2009.

  1. clari_sax

    clari_sax Ist fast schon zuhause hier

    Hanjo schrieb:

    hallo zusammen,

    es ist nicht das ziel, diese tl so schnell wie möglich zu spielen. auch, wenn ich, vielleicht, wenn ich mich ganz doll anstrenge, schneller könnte, spiele ich diese tl langsam, etwa langsame viertel noten.
    _______________________________________________________

    Hanjo, du sprichst da einen Aspekt an, der oft vollkommen vernachlässigt wird. Es kommt imho eigentlich _NIE_ darauf an, beim Üben etwas so schnell wie möglich zu spielen. Gerade im häufigen bewussten, gerne sogar extrem langsam Spielen schwieriger Passagen, liegt der eigentiche Übungseffekt. Das gilt natürlich auch für Tonleitern.

    Außerdem und auf die Gefahr hin, jetzt gesteinigt zu werden, wird schnelles Spielen, wie ich meine, viel oft zu Unrecht als Ausdruck großartiger musikalischer Fähigkeiten gewertet. Aber schau dich mal bei Sessions um, wenn es um Balladen geht. Viele der Freaks, die vorher bei den Up-Tempostücken vermeintlich dem Teufel ein Ohr abgeblasen haben, halten sich dann bestenfalls auf einmal zurück, oder zerdudeln schlimmstenfalls die schönsten Stücke im Sinne des Wortes mit bedeutungslosen Skalen. Musik zu machen ist eben nicht nur eine Frage der techischen Fähigkeiten. :-D

    Deswegen üb ruhig und bewusst ganz langsam und arbeite dabei an deinem Ton. Schülern sage ich immer: "Stell dir einfach vor, du stehst auf der Bühne und dein Publikum hat viel Geld beszahlt, nur um dich schöne(!) Tonleitern spielen zu hören." Die meisten grinsen zwar, bestätigen aber dann irgendwann, dass die Vorstellung hilft.

    LG - Chris

    P.S. Die anderen zitieren immer so schön mit einem Kasten darum und so - wie macht man das eigentlich???
     
  2. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo chris,

    hier meine vorgehensweise.

    den beitrag zweimal öffnen, ist übersichtlicher. (einmal zum antwort drücken, einmal damit du die einzelnen antworten nachschauen kannst)

    auf antwort klicken, (in der anwort unten rechts) linke maustaste.

    mit linker maustaste zu zitierenden teil markieren.

    tastatur strg danach c (strg gedrückt halten bis c gedrückt)

    auf "beitragstext" etwa mitte oben "zitat einfügen" li maustaste.

    strg v (strg gedrückt halten bis v gedrückt) ok.

    dann erscheint das.

    dann hinter quote leerzeile

    "clari sax schrieb"

    leerzeile

    dann muß das so aussehen.

    hallo clari sax,

    zustimmung und dank.

    du kannst wohl gedanken lesen?

    ich glaube es war peter, der sinngemäß geschrieben hat:" eunuchen und architekten wissen zwar wie es geht, bekommen es aber nicht hin:"

    mein ton ist zum verzweifeln. sound? was ist das? bin für tips dankbar.

    gruß
    hanjo
     
  3. peterwespi

    peterwespi Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Dino

    Der Thread ist wohl während meinen Ferien aus der Hauptseite geflutzscht - daher die Antwort erst jetzt... :)

    Ist auch nicht unbedingt notwendig, wenn es sich nicht aus bestimmten Gründen (z.B. Improvisation über Funktionsharmonik) aufdrängt.

    Absolut! Nimm das Material doch auch in den Musikschulunterricht mit. Eventuell kann deine Lehrperson dieses einbauen oder sinnvoll ergänzen.
     
  4. Gast

    Gast Guest

    Hallo Peter!
    Vielen Dank für die Unterstützung!
    Werde mich zukünftig verstärkt mit Theorie befassen, besonders hinsichtlich Improvisation.
    Alles Gute! Gruß Guido
     
  5. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo zusammen,

    hallo felix,

    sei doch so nett und kläre mich bitte auf.

    wie jemand mit tonleitern umgeht, wie lange..... , ist auch geschmacksache.

    mich verwirrt bei deiner aussagen, daß du gezielt das improviesieren ansprichst.

    sind diese tl denn nur für jemanden interessant, der impro möchte? o. k. tl und impro zusammen betreiben ist eine möglichkeit.

    meine "erfahrung" besagt aber ganz klar: wenn ich eine tl gut beherrsche, lege eine, mir unbekannte nummer, in dieser tonart auf meinen notenständer, dann spielt sich dieses stück wie von selbst. ich bin der meinung, diese auswendig erarbeitete tl ist auch für stücke vom blatt effektiver als eine, die ich mir vom blatt erarbeitet habe. falsch?

    gruß
    hanjo
     
  6. TenSax

    TenSax Ist fast schon zuhause hier

    Nicht ganz falsch aber auch nicht ganz richtig. Meiner bescheidenen nach ist es zwar gut wenn Du die Tonleitern auswendig kannst, und dies auch technisch einen Vorteil bringt, aber Du kannst deshalb kein Stück vom Blatt spielen! Hier gibts es weitere Hürden was die Griff-/ Tonwechsel Läufe, etc. mit sich bringen, die bewältig werden müssen.

    Für eine Impro ist es gut, weil Du die entsprechenden Tonleitern zu den jeweiligen Akkorden spielen kannst.
    Hier kannst Du spielen was Dir am besten liegt.... ;-)

    Gruß
    Sven
     
  7. the_ashbird

    the_ashbird Ist fast schon zuhause hier

    hey hanjo!

    gerne doch! :-D
    wie du sagst...reine geschmackssache!!!

    wie gesagt finde ich tonleitern durchaus wichtig. nicht nur für improvisation, sondern im allgemeinen. (fingerfertigkeit, geläufigkeit, etc.)
    ich persönlich bin aber der meinung, dass für einen anfänger andere dinge wesentlich wichtiger sind, als tonleitern. (v.a. tonbildung, luftführung, ansatz, etc.pp)
    natürlich können diese dinge im zuge von tonleitern geübt werden, ich für meinen geschmack finde es aber einfach nicht so spannend. ich übe solche dinge lieber anhand von stücken, licks, patterns oä. - macht mir einfach mehr spaß!

    deshalb spiele ich tonleiter, akkordzerlegungen, usw. vor allem um warm zu werden. und genau da finde ich peters studien ideal. jeden tag - als beginn der übungseinheit - ne 10-15 minuten tonleitern üben...das ca. ein monat pro tonart. das ist für meinen begriff absolut ausreichend und nach nem jahr sollte man relativ sattelfest in allen dur-grundtonarten sein. ich beschäftige mich eben dann noch lieber ne halbe stunde mit longtones und tonbildung...aber wie gesagt: GESCHMACKSSACHE!!
    vor allem ist ja mit den dur-tonleitern noch lange nicht schluss! und wenn man dann noch die ganzen moll und kirchen-modi dazunimmt kommt schnell einiges zusammen um sich jahrelang damit zu beschäftigen! :-D

    falsch würde ich nicht sagen, aber so 'verallgemeinert' würd ichs auch nicht bejahen! :-D
    es kommt natürlich vorwiegend aufs stück drauf an.
    natürlich spielt sich eine "harmonisch einfach gestrickte" nummer leichter, wenn man die tonart beherrscht.
    wenn ich aber zB eine modale jazz-etüde spiele, deren akkorde "quer durchs gemüse" springen, bringt mir die tonleiter der grundtonart sehr wenig bis gar nichts. da müsste ich schon die passenden tonleitern von sämtlichen akkorden lernen und das geht dann schon wieder ziemlich stark in richtung improvisationsvorbereitung.

    also ich bin einfach grundsätzlich der meinung, dass das ganze jede/r so handhaben sollte, wie er/sie es persönlich als richtig und sinnvoll empfindet...und das sieht wohl jede/r etwas anders! :-D

    lg phi
     
  8. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo zusammen,

    hallo sven,

    dank dir für deine antwort.

    ich denke mal, es liegt an dem schwierigkeitsgrad des betreffenden stückes. bei nummern, die meinem jetzigen stand angepasst sind, klappt das schon.

    ich habe mich vielleicht etwas undeutlich ausgedrückt. ich spiele nicht nur tonleitern, sondern diese in intervallen....

    gruß
    hanjo
     
  9. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo zusammen,

    hallo felix,

    dank dir für deine antwort.

    da hast du recht. ein riesenberg an arbeit. wenn ich die grundtonarten intus habe, mal sehen.

    zustimmung. siehe auch meine antwort an sven.

    wie ist denn jetzt deine meinung zur auswendig erarbeiteten tl. ist diese wertvoller für den täglichen gebrauch als eine, die ich mir vom blatt erarbeitet habe?

    gruß
    hanjo
     
  10. the_ashbird

    the_ashbird Ist fast schon zuhause hier

    also eine tonleiter vom blatt zu spielen bringt meiner meinung nach absolut gar nix!
    ich finde, man sollte tl NUR auswenig spielen. sobald die tonleiter über den ganzen tonumfang gut läuft, das ganze mit verschiedenstem ergänzen.

    tonleitereigene akkordzerlegungen (zB in c-dur):
    grundakkord: c-e-g-c, d-f-a-d, e-g-h-e, etc.
    oder mit der 7: c-e-g-h(b), d-f-a-c, etc.
    oder triolisch: c-e-g, d-f-a, etc.

    oder sonstige geläufigkeitsübungen:
    zB. c-e - d-f - e-g - f-a - etc.pp
    oder verschiedne gruppen:
    3er gruppen: c-d-e, d-e-f, e-f-g, etc.
    4er gruppen: c-d-e-f, d-e-f-g, e-f-g-a, etc.
    usw. mit 5er-, 6er- und 7er-gruppen

    wenn man das ganze immer über den gesamten tonumfang rauf und runter übt, rythmisch variiert (gerade und geswingte achtel), verschiede schwerpunkte, artikulationen, usw. einbaut und sich noch andere übungen ausdenkt, ist man locker nen monat beschäftigt! :-D
    und das trainiert vor allem den kopf!! und genau das ist mMn der sinn des ganzen.
    eine tonleiter vom blatt zu spielen ist ja keine schwierigkeit! das köpfchen auf geschwindigkeit zu trimmen, so dass solche übungen in einem angemessenen tempo flüssig laufen, macht da schon wesentlich mehr problemchen. :-D

    übt man solche akkordzerlegungen mal in as-dur auf- und abwärts fällt einem anfangs ziemlich schnell auf, dass der kopf das eigentliche problem ist, nicht die finger!

    lg phi
     
  11. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo felix,

    vielen dank.

    das bestätigt meine eingeschlagene übungsrichtung.

    schöne antwort.

    gruß
    hanjo
     
  12. Schorsch

    Schorsch Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    soweit ich das sehen konnte, sind die bisher noch nicht in diesem Thread aufgetaucht: Das Heft (Schule wäre etwas übetrieben) "les gammes conjointes et en intervalles" von Jean-Marie Londeix hat mir persönlich sehr geholfen bei diesem Thema. Jede Tonleiter soll diatonisch und in den Intervallen Sekunden bis Oktaven gespielt werden, dazu gibt es eine Seite voll rhythmischer Variationen, wie man das machen kann. Nach diesem System kann man sich auch mit C-Dur eine ganze Zeit beschäftigen.

    Es ist zwar alles ausnotiert, aber natürlich ist es sinnvoll, die Übungen auswendig zu spielen, wenn man anhand der notierten Beispiele das System erstmal verstanden hat. Es dauert dann am Anfang etwas länger bis man eine neue Tonart wirklich durchgearbeitet hat, aber später merkt, dass sich die Arbeit gelohnt hat, weil man das System verstanden hat und nicht einfach stupide Noten vom Blatt abspielt.


    Viele Grüße
    Schorsch
     
  13. Gast

    Gast Guest

    Hallo,

    habe eine kleine Rückfrage: habe ich es richtig verstanden, dass ich bei der Tonleiterstudie beim Spielen der Dreiklänge jeweils die Töne der zu übenden Tonleiter verwende, und nicht etwa jeweils Dur-Dreiklänge spiele?
    Also:
    C-E-G, dann D-F-A und nicht etwa D-F#-A (da das F# ja nicht in der C-Dur vorkommt...)

    Danke für die "Aufklärung" schon im Voraus!
     
  14. the_ashbird

    the_ashbird Ist fast schon zuhause hier

    @ camiko...

    genau richtig...man sollte sich einfach auf die tonleitereigenen töne konzentrieren.
    du arbeitest ja alle tonarten der reihe nach durch. von dem her wäre es ja vorweggegriffen, schon alle durdreiklänge einzubauen!

    nur die tonleitereigenen "akkorde" zu zerlegen ist nämlich ne gute übung um sich auf so sachen wie II-V-I verbindungen vorzubereiten!

    also viel spaß beim üben!
    lg phi
     
  15. Gast

    Gast Guest

    ...was auch immer II-V-I Verbindungen sein mögen ;-)

    Danke für die Bestätigung - war da beim Üben etwas verwirrt... :lol:
     
  16. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo zusammen,

    ich bin jetzt bei des dur. wenn ich jetzt die nackte tonleiter hochspiele, greife ich das ges mit zeige- und ringfinger.

    beim runterspielen mit dem mittelfinger. (halt so, wie ich am besten zurecht komme)

    ist das so in ordnung, oder muß der griff einheitlich sein?

    gruß
    hanjo
     
  17. the_ashbird

    the_ashbird Ist fast schon zuhause hier

    bestenfalls solltest du alle tonleitern mit allen möglichen "hilfsgriffen" beherrschen, solange deren intonation nicht völlig daneben ist. schult nämlich deren einsatzmöglichkeiten und hilft bei schnelleren läufen durchaus.
    es gibt zwar viele verfechter, die der meinung sind, dass man sich an die "herkömmlichen" griffe gewöhnen sollte und die hilfsgriffe nicht verwenden sollte. ich bin der meinung, dass man die hilfsgriffe durchaus verwenden sollte, wenn es sinnvoll erscheint...wieso auch nicht, wenn es sie schon gibt! :-D
    (nur aufpassen...denn auf manchen saxen intonieren so manche hilfsgriffe nicht gerade ideal! einfach mal mit stimmgerät ausprobieren!)

    lg phi
     
  18. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo felix,

    dank dir.

    ja, zustimmung. ich halte es auch so. (h, b, c....) grund der frage war die aussage, "das zarte muskelgedächtnis nicht überstrapazieren".

    gruß
    hanjo
     
  19. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Moin hanjo,

    generell ist "meine" Herangehensweise, alle Griffmöglichkeiten zu üben, mit der Zeit kristallisieren sich dann die Besten von selbst heraus.

    Speziell beim Gb in Db-Dur spiele ich das Gb gerne nur mit dem Ringfinger (statt dem Mittelfinger), mir fällt der Übergang vom F so am leichtesten. Das funktioniert rauf wie runter.

    Der Trillerknopf, den du benutzt führt bei mir ein bemitleidenswertes Schattendasein, da ich finde, dass der umständlich zu bedienen ist, im Gegensatz bspw. zur Klarinette.

    Gruß,
    xcielo
     
  20. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo zusammen,

    hallo otfried,

    dank dir.

    die synchronisation ist bei deinem vorschlag, obwohl ungewohnt, deutlich besser als zwischen zeige und mittelfinger. (warum?) das könnte hinhauen. spielst du diesen ton generell so?

    gruß
    hanjo
     
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