tonleiterstudien (tl)

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von hanjo, 26.Mai.2009.

  1. Gast

    Gast Guest

    @ altruist

    hmm ... einer der sich selbstlos aufopfert. Ich sach' ma Danke für alles.
    Da hab' ich das als Agnostiker viel einfacher. Für mich stellen sich manche Fragen erst gar nicht.

    Aber zurück zu den angeratenen Übungen. Kann ich da irgendwie drum herum kommen ?

    Günni, doch arg besorgt ;-)
     
  2. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo johannes,

    habe das buch heute erhalten und natürlich direkt losgelegt.

    woher wußtest du, daß das mein geschmack ist? gefällt mir. danke für den tip.

    kannst du mir bitte verraten, wie die kreuze und bes zu verstehen sind? (übung eins)

    wie weit gelten die? (auflösungszeichen ist klar)

    "der takt", ist das nicht eine veraltete schreibweise? takt?

    muß ich noch andere sachen beachten?

    wäre dir für beantwortung dankbar.

    gruß
    hanjo
     
  3. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo zusammen,

    ich vermute, bis zu den ersten 16 tönen, das würde für mich sinn machen.

    das fehlen der taktstriche könnte meiner meinung nach auch raum für eigene ideen lassen. (rhythmus, artikulation....)

    hat denn keiner von euch das buch?

    gruß
    hanjo
     
  4. saxoholic

    saxoholic Kann einfach nicht wegbleiben

    Hallo hanjo,

    ihr habt mich neugierig gemacht. Und da habe ich mir vorgestern das Werk vom Rascher bestellt, gestern wurde es geliefert und heute ausgiebig getestet.

    Und da sehe ich es eigentlich genau, wie du. Die eingetragenen Vorzeichen gelten immer für einen Intervall von 16 Tönen. 8 Töne mit den eingetragenen Vorzeichen runter und dann 8 mit den gleichen wieder rauf, usw.

    Und es zeigt sich wieder einmal mehr, dass nicht nur Vintage-Instrumente, sondern auch Vintage-Schulen ihre volle Daseinsberechtigung haben. Das Vorwort in der Schule ist von 1968 und das Copyright der Noten von 1935. Sicherlich eine ähnlich schwere und vor allem trockene Kost wie Klitschkos Toltoy, bei regelmäßiger Anwendung aber mit Sicherheit effektiv.

    Vor allem, weil in den Intervallen bei einigen Tönen bestimmte Griffvarianten vorgesehen und eingetragen sind, die besonders auch die kleinen Finger fordern und den instinktiven Einsatz aller unterschiedlicher Griffvarianten fördern.

    lg
    Michael
     
  5. altruist

    altruist Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Hanjo,

    Es freut mich, dass Dir die Übungen gefallen. Dass sie Dein Geschmack sein könnten habe ich vermutet, weil Du so systematisch alle Tonarten geübt hast und diese Etüden das getrennt nach Tonarten Erlernte systematisch zusammenführen. Matthias hatte das Heft einmal empfohlen.

    Mit den Vorzeichen sehe ich es so wie Du und Michael: in den Etüden wird ja ein identischer Akkord jeweils x-mal chromatisch um einen Halbton versetzt geübt, daraus habe ich intuitiv gefolgert, wie es wohl klingen soll. Aber ein Experte bin ich nicht, finde es halt logisch so.

    LG Johannes
     
  6. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo zusammen,

    danke.

    hallo michael,

    mehr noch. schau dir z. b. eine schule von steinbacher an. furztrocken, sauschwer, effektiv und auf das nötigste, was erklärungen anbelangt, beschränkt.

    juchem geht die sache humaner an, erklärt gut und hält die schwierigkeiten, und auch den stoff, in grenzen. m. m. n. gut geeignet für autodidaktisches lernen.

    nur, was der steinbacher in wenigen seiten durchzieht, dauert meiner meinung nach bei den entschärften schulen ein oder gar 2 bände.

    hallo johannes,

    ja, das habe ich versucht.

    und das macht sich z. b. jetzt bei dem rascher bezahlt. meine tl, von peter wespi, habe ich in jeder variation von tief ais bis fis''' (ich weiß) gelernt.

    ich werde von keinem kreuz oder b überrascht und, wenn du dir den tonumfang rascher, gleich schon bei übung eins anschaust, von f''' bis tief h, na und?

    aber, johannes, das elend ist, je mehr ich auf dem saxophon lerne, desto klarer sehe ich, daß ich in diesem leben leider nicht mehr in den genuß kommen werde, das sax so zu spielen, wie ich es gerne möchte.

    positiv sehen, das bereits erlernte betrachten und stolz darauf sein. nicht den riesenberg, der noch vor mir liegt.

    gruß
    hanjo
     
  7. altruist

    altruist Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Hanjo,

    Du wirfst da ein paar schwierige Fragen auf:
    Zunächst mal weißt Du ja gar nicht, was in Deinem Leben noch alles möglich ist ;-)

    Ich kenne aber auch das Gefühl, Grenzen zu erleben, wo Fortschritte extrem mühsam werden, falls sie überhaupt noch eintreten. Jemand schrieb hier mal von einem Hochschulprofessor, dessen Studenten sich während des Instrumentalstudiums nicht mehr verbessert hätten, nur mehr Repertoire beherrschten. Man könne bei der Aufnahmeprüfung nicht erkennen, ob ein Kandidat sich noch steigern würde oder nicht. Um das mal in Flötensprache zu sagen: eine Bach Sonate kriege ich hin, auch die Sätze 1-3 der Hindemith Sonate, Satz 4 geht nur in halbem Tempo. Die Prokofiev Sonate geht nicht mehr.

    Aber muss man sich an so etwas orientieren? Ist es richtig, deswegen aus Frust den Spaß am Musizieren zu verlieren? Glücklicherweise muss ich nicht (und leider kann ich nicht) Geld mit meinen Künsten verdienen.

    Ein Spruch sagt: wenn Du nicht kannst wie Du willst, musst Du tun, wie Du kannst.
    Finde ich einen sehr schönen Gedanken!

    Jetzt kommen wir mal zum Berg, der vor uns liegt. Wo kommt der eigentlich her? Große Vorbilder? Oder musikalische Sensibilität, die uns die eigenen Fähigkeiten realistisch (bescheiden) einschätzen lässt? Wohl beides.

    Speziell beim Saxophon finde ich, dass Virtuosität, und damit komme ich zum "Technikbolzen" um das es ja in diesem Thread auch geht, dass also Virtuosität leider eine große Rolle spielt. Ich sage leider, weil technische Rasanz, Schnelligkeit, aberwitzige Läufe und Tonsprünge nicht unbedingt gute Musik sind. Nach der Erfindung der Böhmflöte gab es Jahrzehnte des Virtuosismus. Diese Werke spielt heute kaum jemand. Erst Debussy entdeckt, mit technisch einfachen Kompositionen, den eigentlichen musikalischen Reiz des Flötentons.

    Im Jazz fällt mir auf, dass die Saxophonsoli in der Regel viel "schneller" und virtuoser sind, als z.B. Trompetensoli. Mir scheint, hier verführt die Effizienz der von Böhm übernommenen Mechanik zu einer solchen Spielweise. Oft sagt mir ein Trompetensolo in einer Jazznummer mehr, als ein Saxophonsolo. Im berühmten Kind of Blue Album spielt Miles Davis ein "So What" Solo, das auf dem Alt recht einfach nachzuspielen ist. Der musikalische Gehalt ist deswegen nicht schlechter!

    Hin und wieder habe ich Gelegenheit, mit einem Gitarristen zusammenzuspielen. Er greift einfach ein paar Akkorde irgendeiner schönen Rock oder Pop Nummer und ich denke mir eine Melodie dazu aus. Mitten im Geschehen entsteht dann manchmal etwas Spezielles, das uns berührt und auch von Zuhörern so wahrgenommen wird. Das sind dann so musikalische Momente, für die brauche ich keine geniale Technik.

    Genug abgeschweift. Ich wünsche Dir auf jeden Fall jede Menge Erfolgserlebnisse. Und wer weiß: vielleicht machst Du schon bald Dinge, die Dir momentan unerreichbar scheinen. :cool:

    LG Johannes
     
  8. jaaz47

    jaaz47 Ist fast schon zuhause hier

    :danke: johannes,

    das hat es wirklich getroffen. :applaus:

    netten abend

    jaaz47 :pint:
     
  9. markus176

    markus176 Schaut öfter mal vorbei

    Hallo, Hanjo!

    In #118 schreibst du: "[...] ich habe teilweise täglich mehrere stunden, mindestens jedoch eine, veranschlagt." Peter Wespi geht in seinen Ausführungen von 10 oder 15 Minuten pro Tag aus. Da hat er sich ja etwas bei gedacht.

    In #126 äußerst du dich u.a. so: "[...] das elend ist, je mehr ich auf dem saxophon lerne, desto klarer sehe ich, daß ich in diesem leben leider nicht mehr in den genuß kommen werde, das sax so zu spielen, wie ich es gerne möchte."

    Vielleicht übersiehst du in deinem Willen, gründlich, sorgfältig und vollständig das Tonmaterial zu erlernen und zu beherrschen, dass dieser Weg dich an ein anderes Ziel bringen könnte als du es dir wünschst.

    Mir ist dazu kürzlich dieses hier begegnet, und es klang für mich sinnvoll:

    "Du sollst Tonleitern und andere Fingerübungen fleißig spielen. Es gibt aber viele Leute, die meinen damit Alles zu erreichen, die bis in ihr hohes Alter täglich viele Stunden mit mechanischem Üben hinbringen. Das ist ungefähr ebenso, als bemühe man sich täglich das ABC möglichst schnell und immer schneller auszusprechen. Wende die Zeit besser an. –"

    (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln; z.B. hier: http://www.trierer-orgelpunkt.de/schumann.htm)

    Ich sehe die Gefahr, dass ich dir zu nahe trete. Das möchte ich nicht. Ich gewinne aus deinen Postings eben den Eindruck, dass du dich im Tonleiterüben austobst und dagegen dort nicht weiterkommst, wo es dir wirklich wichtig ist.

    Gruß
    Markus
     
  10. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo zusammen,

    bedanke mich artig.

    hallo johannes,

    ich stimme dir zu.

    ein tchukcha (russe, eskimo) kommt nach moskau. im geschäft findet er eine art "gitarre" mit drei saiten. er setzt sich hin und spielt absolut talentfrei stundenlang immer den gleichen ton, diesen schief. jeder, der in hört, verschwindet schnellstmöglich. er jedoch ist zufrieden und findet es toll.

    zustimmung.

    auch wenn ich jetzt eine nicht der norm entsprechende meinung äußere, egal.

    es geht mir nicht um schnelligkeit, virt., läufe.... .

    es geht mir darum, in allen tonarten zuhause zu sein. ich bin der meinung eine tl rauf und runter zu spielen, ist nicht unbedingt das gelbe vom ei.

    die übungen in den tl dienen mir dazu, z. b. einen sauberen ton über den ganzen umfang zu erzielen, einen ton zu formen, ausdruck darzustellen....

    bevor ich eine nummer mache, schau ich mir das stück an. oft ist es so, daß mit dieser nummer etwas ausgedrückt, verständlich gemacht werden soll, eine situation dargestellt wird, gefühle ausgedrückt werden sollen.... .

    das versuche ich zu verstehen, zu erkennen und so wiederzugeben. (betonung liegt auf "versuche")

    meine lieblingsstücke sind balladen mit inhalt.

    ich glaube, ich verstehe das.


    hallo markus,

    ich nicht.

    deine antwort ist von respekt geprägt und, m. m. n. zwischen den zeilen, absolut tiefgründig.

    du rennst offene türen ein.

    siehe auch meine antwort an johannes.

    gruß
    hanjo
     
  11. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo zusammen,

    ich habe diese tl jetzt beendet.

    eine ganz klare empfehlung von mir an die anfänger. arbeitet diese tl durch, ihr werdet am ende überrascht sein.

    meine meinung dazu, (anfängermeinung!)

    es ist manchmal ätzend.

    tief ais kommt am ende, genau wie fis''', will sagen, ich lerne den umfang des saxophones zu spielen.

    nicht den focus auf schnelligkeit, sondern auf einen einigermaßen geraden ton ausrichten.

    der ansatz wird mindestens eine ganze klasse besser.

    am anfang eines stückes ist es schwarz? super, je mehr desto lieber.

    spielt eure nummern die bisher in f dur waren, in z. b. fis dur.

    kauft euch den rascher, damit gehts jetzt bei mir weiter.

    ach ja, geschenkt bekommt ihr die tl nicht, vom lesen lernt das keiner.

    und nicht denken, jetzt wäre die sache erledigt, jetzt habe ich, wenn ich super gearbeitet habe, eine basis, um mit dem saxophonspiel anzufangen.

    ich kann sagen, ich bin sehr zufrieden, daß ich diese tl durchgezogen habe.

    ich weiß, es klingt nach floskel, ist es aber nicht.


    meinen aufrichtigen dank an alle, die mir durch diese tl geholfen haben.


    gruß
    hanjo
     
  12. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo zusammen,

    dieses improvisatorische bewegen in den einzelnen tonarten ist für mich leider nicht das allein selig machende.

    ich habe mich entschlossen, vertiefende tl zu betreiben.

    der rascher ist für mich noch besser als ich ursprüglich angenommen habe, danke johannes. wirklich toll.

    ich suche jetzt ein zusätzliches werk, in dem alle tonleiter, getrennt, mit vorzeichen, ausführlich behandelt werden. also jede menge material zum üben.

    könnt ihr mir bitte etwas empfehlen.

    gruß
    hanjo
     
  13. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Moin hanjo,

    ich weiß jetzt nicht so genau, wo es für dich hin gehen soll, technisch gesehen, wenn du aber weniger improvisatorisch, sondern nach Noten üben willst, nun, auch das kann doch mehr Spaß machen, als Tonleiterstudien.

    Ich würde mir ein paar klassische Werke, oder auch Jazzstücke in digitaler Form (midi oder capella oder so was) besorgen, und diese erst im Original, dann transponiert nach allen mögichen Tonarten spielen.

    Bach bspw. macht enorm viel Spaß, aber auch Telemann u.ä.. An barocker Musik kann man auch gut alle möglichen Phrasierungen üben. Es gibt aber auch ein paar modernere Sachen, die sehr schön sind.

    Ganz generell finde ich, dass trockene technische Übungen erstens keinen Spaß machen, und zweitens auch nur von begrenztem Wert sind. Sinn machen sie, abgesehen von den Grundmustern, eben erst in einem musikalischen Zusammenhang.

    Die gleiche Melodiephrase stellt m.E. ganz unterschiedliche Anforderungen, wenn sie in einem Bebop oder in einem barocken Werk auftaucht, oder bspw. im Salsa oder Tango.

    Gruß,
    xcielo
     
  14. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo otfried,

    dank dir.

    dein vorgeschlag macht richtig sinn, ich teile deine meinung.
    ich habe etwas an material in der von dir angesprochenen form, kann leider nicht damit umgehen, also, wertlos.

    wäre schon schön. hatte schon geplant einzelne stücke in z. b. transponierter form auf dem bildschirm darzustellen und von selbigem abzuspielen. ich bekomme noch nicht einmal das passende notenbild gebacken. werd ich mir wohl ein zusammenfassendes werk kaufen müssen.

    gruß
    hanjo
     
  15. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo zusammen,

    etwas ist in diesem beitrag vielleicht nicht so deutlich zum ausdruck gekommen, deshalb dieser nachtrag für uns anfänger.

    diese tl aus dem hut zu machen, ist schon klar. aus der lameng spielen hat vorteile, die ich gar nicht in abrede stelle.

    meiner meinung nach mindestens genau so wichtig ist, daß ich eine note sehe, erkenne, und ohne verzögerung in der lage bin, diese zu spielen.

    was ich meine, könnt ihr ein ges''' und co sofort einordnen?

    die musik besteht nicht nur aus impro. ihr müßt in der lage sein, notierte stücke in allen richtungen vom blatt spielen zu können. dazu bedarf es übung, die die noten mit mehreren hilfslinien beanspruchen.

    und, fis''' muß so selbstverständlich kommen wie g'

    ist aber lediglich meine meinung.

    gruß
    hanjo
     
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