Verrücktes Erlebnis mit Mundstück

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Zebra777, 25.November.2012.

  1. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Moin,

    ich spiele ja zur Zeit auf meinem Alt wieder mit einem recht offenen Mundstück, einem OL STM 10*, also ca 3 mm Öffnung.

    Mir ist es völlig unerklärlich, wie man auf einem solchen Mundstück einen halbweg zivilisierten Ton rausbringen will, ohne das Blatt vorzuspannen, sprich näher an die Bahn zu drücken. Das würde ich gerne mal "live" erleben. Bei mir ertönt da, wenn überhaupt nur ein fürchterliches Getröte.

    Allerdings ist es für mich tatsächlich auch so, dass ich hinsichtlich meines Krafteinsatzes überhaupt keinen Unterschied feststelle, ob ich dieses, oder ein deutlich engeres Mundstück spiele, vorausgesetzt die Blattstärke ist entsprechend. So spiele ich auf dem 10* ein 1 1/2er Vandoren V16, auf dem 8* hingegen ein 2 1/2er.

    Gruß,
    Otfried
     
  2. TheSteamer

    TheSteamer Guest

    Das ist das Prinzip der freien Zungen/Blattschwingung der Mundharmonika!

    Bei dir hat es zur Folge dass deine Intonation steigt?

    Dann bedeutet es dass du nicht im Stande bist bei Druck das Zentrum zu halten.

    Ein Ton soll manchmal klein und gedeckt erklingen und dann wieder ganz groß und offen sein, dabei trotzdem stimmen, das ist die Kunst dieses Teil zu spielen!

    Auch hier, `freies physikalisches Schwingen bis Kapstadt `.

    Aber verschiedene Ansteuermechanismen, Klang und Ausdrucksformen der Musik sind nicht diesem Untertan!

    In Verbindung einer scheinbaren Missachtung des Publikums, hat Miles Davis erläuterte warum er in gebückter Haltung, in einer Ecke, einen bestimmten kleinen Ton, mit einem bestimmten Charakter hervorholen will.
    Weil er nur dort so entsteht, selbst wenn andere Trompeter sagen, `wie kann man nur so Trompete spielen`!

    Und nicht zuletzt genannt, die Schwingungsdämpfung hat es nun mal an sich, dass sie weniger Energie verbraucht!

    Dämpfen wo es in der Musik Sinn macht, nicht konstant, das sagt keiner!

    Ich will eine gewisse Technik nicht von der Hand weisen, aber je mehr man da mit Techniken ran geht,
    desto technischer klingt das auch.

    Mein Verständnis ist das, was die meisten praktizieren, und das obliegt dem `best zurecht kommen` der meisten
    wie auch speziell des Einzelnen.

    Was ich selber praktiziere, habe ich noch nie empfohlen, das ist ja bedingt durch mein `nudeln` ein ganz anderer Schuh, da muss ich alle Facetten also auch Anfänger Ansatz simulieren!

    @xcielo

    Nee, das geht nicht mit dem Link, dafür ist die Bahn zu kurz (22,2 mm) da gehen nur weichere Blätter.
    Anders wäre es mit 30mm Bahnlänge und 150 mm Radius Bahnverlauf, aber so etwas gibt es nicht zu kaufen, muss man `nudeln`. NUR, man kommt in den `tenorigen` Bereich, also nicht mehr so sehr Alto typisch.

    Ist das gewollt?



    Grüße the Steamer
     
  3. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Moin Steamer,

    Nee, wenn ich Tenor spielen wollte, würde ich Tenor spielen ;-)

    Gleichwohl bin ich allerdings schon dankbar, wenn mein Alt in den Tiefen nicht so pappig klingt, wie man es von so vielen Jazz Altisten zu hören bekommt.

    Aber mal noch zwei Fragen dazu:
    Eine Alto Bahn mit 30 mm Länge, könnte man die überhaupt mit herkömmlichen Blättern spielen ? Kann ich mir so gar nicht vorstellen. Da geht die Bahn ja fast bis zum Ende des Schnitts.

    Sind Bahnkrümmungen eigentlich immer kreisförmig ? Bei meinem STM 10* habe ich deutlich den Eindruck, dass der Krümmungsradius zur Spitze hin zunimmt.

    Gruß,
    Otfried
     
  4. TheSteamer

    TheSteamer Guest

    @xcielo

    Moin!

    30mm ? Ja, sehr gut sogar weil man einen 150mm Radius ansetzt, welcher dann in der Kurve einen flacheren Verlauf hat, das kann man auch mit 3er Blättern spielen, ganz easy!

    Alto Link 3,01 Öffnung zu 22,2mm Bahnlänge das ist ca. ein 85mm Radius, aber er läuft flach an mit dann starker Krümmung, bei stärkeren Blättern 3er steht die ganze Geschichte fast still, und entspricht nicht mehr dem alten Link- Prinzip!

    So ganz ist es nie ein Radius, man muss von Hand abziehen (bei High Quality- MPC) da die
    Schrittmotoren der CNC wie auch anderen Radius Fräsen zu grob sind.
    (Die genaueste CNC (auch für Weltraumteile) ist z.Z. die Datron M8 Cube +/- 0,058 mm- R60-300 mm)

    Es gibt allerdings auch Bahnen die Nichts von Radius haben und extrem flach verlaufen,
    Klassik-Bahnen ist ein reiner Handabzug auf 0,5/1000 inch (0,0127 mm), annähernd 180-200mm Radius.

    Der Radius ist für den Klang mit Naturblatt NICHT ideal, es gibt Öffnungen von alten „Master-Pieces“ die sich einzig und allein nach dem Einlauf richten.


    Grüße the Steamer
     
  5. Zebra777

    Zebra777 Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Mädels :-D

    habe heute für doof mal ein Vandoren Optimum AL-3 getestet. Sehr schönes Mundstück. Geht bei mir so gut wie das Yamaha 4C. Scheinen sich außer vom Material (Ebonit - Kunststoff) sehr ähnlich zu sein.
     
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