Was mach ich nur falsch?

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von abraxasbabu, 9.Oktober.2014.

  1. Brille

    Brille Strebt nach Höherem

    Hmmm, das Wesentliche ist gesagt.....?----

    Sound ist in Ordnung
    Intonation geht auch insgesamt klar, finde ich.

    Ich finde das Timing problematisch, ja, leiern kann man es nennen. Du bist mal danach, auch mal davor. Die Phrasierung insgesamt kommt wirklich gleichgültig daher. Und ein System, eine Idee erkenne ich nicht. Hoffe, du verstehst, was ich meine.

    Korrrekckt ist es sich aufzunehmen und kritisch anzuhören.

    Grüße nach v.d.H. Brille
     
  2. deraltemann

    deraltemann Strebt nach Höherem

    Also seeelenlos wars nicht...
    es war halt Harald ( zumindest sagt Sabine das so als ie es hörte ohne zu wissen von wem es war) insofern. sie hat dich nur in Hannover einmal gehört...
    ;)
     
  3. bluefrog

    bluefrog Strebt nach Höherem

    Genau so empfinde ich es auch, das hat mit Seele wenig zu tun. :) Das Thema finde ich auch nicht sooo uninteressant, ist halt ein typisches Bluesthema.

    Ich glaube, das gehört sehr pointiert auf dem Beat gespielt, also die 1 und die 3 ganz genau treffen und akzentuieren.

    LG Helmut
     
  4. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Zur Artikulation von Blues hilft es, wenn man einem gut gesungenen Blues zuhört und den auch nach singen kann. Ich empfehle hier den

    Bundesbahn Blues

    Es hilft aber, wenn man mit dem Dialekt von Wien Favoriten vertraut ist ;-)

    Den Text kann man zur Not im Kommentar nachlesen - mehr oder weniger.

    ...
    Is she in Oberlaa
    Is she in Unterlaa
    Is she in Erlaa
    Or is she in Laa an der Thaya
    ...
     
  5. Gelöschtes Mitglied 1142

    Gelöschtes Mitglied 1142 Guest

    Ich würde die Frage umformulieren in:

    "Was kann ich besser machen?"

    Denn manches klappt ja schon ganz ordentlich.

    Was noch fehlt, ist das Blues-feeling. So wie Du das nach Noten spielst, ist das wie malen nach Zahlen. Es sind aneinandergereihte Töne, aber (noch!) keine Musik.

    Mein Tipp: Hör Dir verschiedene Aufnahmen mit Blues-Titeln an und entwickle ein Gefühl dafür, was Blues ausdrücken möchte.

    Gruß aus dem Schwarzwald
    Bernd
     
  6. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Hallo Abraxas,

    noch ein paar Gedanken von mir:

    Es ist alles andere als leicht, so eine simple Melodie mit so wenigen, ziemlich langen Tönen packend rüberzubringen. Daran erkennt man die wahren Künstler.

    Gerade der Blues lebt ja von der Expressivität, von individueller Phrasierung und von eher "dreckigen" Tönen. Nicht zu Unrecht heisst es "You can't play it if you haven't lived it." Diese Feeling kann nicht jeder ausdrücken, da muss man wissen, ob man da im richtigen Genre ist. Allerdings würde ich Dir das sehr wohl zutrauen.

    Weniger frustrierend ist es, schnelle Stücke mit vielen kurzen Tönen zu spielen. Wenn man das mal in den Fingern hat, kann das gleich viel überzeugender klingen, weil die Ausgestaltung jedes einzelnen Tons nicht so kritisch ist.

    Und: das alles ist vor allem ein Problem, wenn man sich als Solist sieht (z.B. als einziger Bläser in einer Combo). Solo spielen ist anspruchsvoll, deswegen werden die guten Solisten ja so geschätzt.

    Viel einfacher ist es da, in einem Orchester zu beginnen (was Du ja immer wieder schon versucht hast).

    Du kannst das Stück korrekt nach Noten spielen, hast gute Intonation und einen soliden, festen Sound. Das können beileibe nicht alle! Damit wirst Du z.B. in einem Blasorchester sehr willkommen sein. Da kannst Du Dich erst mal im Satz "verstecken", Sicherheit und Routine gewinnen, und musst Dich noch nicht so sehr mit den Schwierigkeiten von individuellem Ausdruck herumplagen.

    Natürlich soll man in einem guten Orchester auch nicht lieblos Noten runterspielen, und auch da gibt es Solopassagen. Aber für den Anfang ist alles weniger kritisch und kann vielleicht leichter zu schönen Erfolgserlebnissen führen.
     
  7. saxhornet

    saxhornet Experte

    Baustellen:

    Timing (eiert, manchmal besser drauf, manchmal schlechter, groovt aber nicht so richtig)
    Phrasierung (nicht sauber und nicht optimal, was wo wie, Technik)
    Tonkontrolle (hier fehlt noch etwas Kontrolle den Ton stabil zu haben als auch mit ihm zu spielen)
    Dynamik (spielen mit Dynamik, Dynamikwechsel etc.)
    Intonation (stellenweise)


    trotzdem: ordentlicher und guter Level wo jetzt halt der Feinschliff angesetzt werden muss. Du packst das.

    Lg Saxhornet
     
  8. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Hallo, Ihr seid klasse, habe super Hilfen und super Angebote bekommen. Habe versucht ein wenig herumzuexperimentieren und einiges umzusetzen. Noch bei weitem nicht alles. Mir gefällt es schon ein wenig besser vor allem im 2. Teil. Einige effeckte brauche noch massig übung. https://app.box.com/s/qeyaefg2a6l3i5emmpzm
     
  9. Mugger

    Mugger Guest

    Moin,

    ich komme eher nicht von der "gehe in den Wald, urschreie, und spiel es dann nochmal"-Seite.

    Was mir aber auffällt:
    Das Time-Feel ist ausbaufähig, freundlich gesagt.
    Die Cd shuffelt dahin, und Du bis permanent irgendwo, meistens drängst Du nach vorne, was dem Ganzen einen hektischen, instabilen Charakter verleiht, es "klebt" deshalb nicht.
    Horch Dir doch mal die Basslinie an...
    Das wäre mal das Erste, was ich angehen würde, Du wirst sehen, dann tönt das schon mal viel besser.

    Zweitens:
    Der Ton ist von vorne bis hinten völlig gleich, das ist wenig Leben drin.
    Überprüfe Deine Konzept von Tongebung und Tongestaltung, das Forum und youtube sind voll mit Tips.
    Es gibt eine Stelle, wo das zweite Sample lebt, und das ist dort, wo Du versuchst, ein recht extremes Vibrato zu spielen.
    Vorher und nachher ist völlig vorhersehbar, wie der Ton klingt, und daher langweilig.

    Für mich hat das wie gesagt nicht so viel mit Identifikation mit dem Song, Bluesfeeling oder so zu tun, das sind einfach saxophontechnische Grundlagen, die ein Lehrer mit einem Schüler durchgeht.
    Weil ich glaube, dass Du es in Dir hörst, sonst würde es Dir ja selber nicht auffallen. (Und das ist schon mal der erste und wichtigste Schritt).

    Wäre ich Dein Lehrer, würde ich mit Dir Übungen machen, den Ton fallen zu lassen, so wie z.B. spiel ein C3, dann ein H2. Dann spiel wieder ein C3 und lass es bis zum H2 fallen.
    Das mach dann mit H2-B2, B2-A2 usw. Kannst Du das, versuche es mit einem Ganzton.
    Außerdem würde ich Metronomübungen mit Dir machen.
    Und einiges andere.

    Ich hoffe, dass Du das als konstruktive Kritik und nicht als Schlechtmachen aufnimmst!

    Keep it up, möge Dein Streben von Erfolg gekrönt sein,
    Guenne



     
  10. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Danke werede das mit meinem lehrer besprechen. Und ich habe hier im Forum nie den Eindruck gehabt das jemand etwas schlecht machen wollte. Nur durch Kritik und selbstkritik kommt man doch weiter.
     
  11. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Abraxas

    Unabhängig von Mugger's kompetenten Tipps....

    Deine zweite Version ist schon viiieeeeel besser als die erste.

    Das Stück fängt an zu leben....weiter so

    CzG

    Dreas

     
  12. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Hallo Abraxas,

    mein Eindruck ist, dass Du jetzt bewusst viel freier und auch dreckiger spielen wolltest. Das ist auch am Sound gut zu erkennen - bloss ist es dann im Timing zu frei geworden, und das wirkt wieder sehr störend.

    Ist ja wirklich nicht leicht: einerseits soll es frei und individuell klingen, andererseits müssen gewisse Dinge aber auch genau stimmen ...

    Wie hörst Du eigentlich das Playback? Mit Kopfhörern? Es ist nämlich wichtig, dass Du die Rhythmusgruppe sehr gut hören kannst. Nur mit Lautsprechern abgespielt übertönst Du mit dem Sax da meistens zu viel.
     
  13. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Ja viele Baustellen nur bei einem Stück. Hab gerade endeckt wie die Lautsprecher lauter zu stellen sind. hab zwar Kopfhörer blase aber zu laut. Das stimmt dann hör ich den Bass nicht. Aber ich glaube das wird.
     
  14. deraltemann

    deraltemann Strebt nach Höherem

    jaja die technik :)

    .... klar wird das
     
  15. Gast

    Gast Guest

    @Abraxasbabu

    Jaaaa....die Kopfhörer können einen schon durcheinender bringen ;-) ;-)

    Ich habe es im Studio immer so gemacht, dass ich eine Seite vom Kopfhörer etwas schräg aufgesetzt habe - so dass das Ohr zur Hälfte freibleibt.
    So kann man die Koordination zwischen dem, was aus dem Hörer dudelt und was man live macht besser kontrollieren.

    Ist ein Versuch wert !

    LG

    CBP
     
  16. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    der alte Mann schrieb:

    Ich für mich finde zu PA spielen eh eher schwierig - jedenfalls schwieriger, als wenn ich mit lebenden Leuten spiele. Ich tue mich immer ziemlich schwer, all das Zeugs, Technik, Hören, sinnvoll Spielen usw. unter einen Hut zu bringen. Meine sog. Kreativität hält sich da in Grenzen. Das PA in seiner Sturheit trägt einiges dazu bei, dass ich weniger locker bin, als mit Leuten.

    Insofern braucht das m.E. auch ziemlich Übung, mit diesen sturen Hunden zu spielen...

    antonio
     
  17. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    @ antonio

    Umgekehrt aber auch. Ich habe ja bisher überwiegend zu PA gespielt.

    Da kannst Du Dich drauf verlassen. Jeder Chorus immer gleich. Die Betonungen...immer an der selben Stelle...der Schlagzeuger gibt möglicherweise immer schön ein "Ping" auf der "1". Der Anfang des neuen Chorus wird betont....

    Jetzt spiele ich ja regelmäßig mit meinem "interaktiven PA" Eckart, der am Piano sitzt.

    All die oben beschriebenen Routinen gibt es nicht mehr. Auch nicht einfach!

    Und was mir dann ober peinlich ist, wenn er nach einem Durchgang sagt:
    "An der einen oder anderen Stelle warst Du nicht in Time. Ich habe das dann ausgegeglichen...."..... :-(

    Dann sag ich immer: "Spiel es bloß korrekt, damit ICH mich richtig drauf einstelle".

    CzG

    Dreas
     
  18. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    @Dreas
    Ja, ja, du hast schon recht, solches stelle ich natürlich auch fest, wenn ich mit meinem Pianomann spiele. Trotzdem, ich hab mehr Mühe (vielleicht komischerweise) mit den Maschinen.

    LG
    antonio
     
  19. Gerd_mit_Sax

    Gerd_mit_Sax Ist fast schon zuhause hier

    Abraxas: Danke für den Thread - da kamen für mich jetzt auch ein paar gute Tipps und Anregungen rüber.

    Gerd
     
  20. schoergi

    schoergi Ist fast schon zuhause hier

    Nach der ganzen Diskussio in diesem Thread
    hat mich heute abend der Ehrgeiz gepackt und ich habe das Stück
    mal kurze Hand aufgenommen.

    Ich glaube man sollte nicht an den Noten kleben
    und sich mehr auf sein Gefühl verlassen.

    Hier mein

    [size=medium]Blues für irgendwas[/size]

    Kritik wie immer gerne willkommen.

    Gruss
    Ingo
     
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