was macht das Alter?

Dieses Thema im Forum "Spielen im Alter" wurde erstellt von _Eb, 10.Januar.2026 um 20:33 Uhr.

  1. slowjoe

    slowjoe Strebt nach Höherem

    Nein, ich bin nicht alt und hässlich!
    Ich sehe nur so aus...


    SlowJoe
     
  2. Badener

    Badener Strebt nach Höherem

    ...werden wir nicht alt, sondern vintage....
     
    _Eb gefällt das.
  3. Badener

    Badener Strebt nach Höherem

    ...und noch die ernsthafte Antwort: Im Alter weiß man, was man kann, und vor allem, was man nicht kann.
     
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  4. Moritz.M

    Moritz.M Ist fast schon zuhause hier

    Genieße vor dem Sterben
    sonst freuen sich die Erben.
     
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  5. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    So sehe ich es auch. Es kann lange dauern oder morgen vorbei sein.
    Ich versuche nicht zu leben als wäre es morgen vorbei, genauso ist klar dass es nicht ewig geht.
    Pläne sind nicht mehr so langfristig wie früher. Trotzdem gehe ich davon aus es dauert noch.

    Ganz wichtig für mich, Umgang , Dialog und gemeinsame Unternehmungen mit jungen Menschen.

    Grüße Gerrie
     
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  6. Calymne

    Calymne Ist fast schon zuhause hier

    Och ich weiß das meistens ziemlich gut - befinde mich aber noch nicht "im Alter".
    Also aus Sicht meiner Tochter schon, :cool: aber wohl nicht in dem, was hier gemeint sein dürfte.

    Ansonsten... bin schon wieder weg hier. <-- diese Schriftgröße ist ja "im Alter" wohl auch nicht mehr so gut lesbar... :p
     
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  7. Moritz.M

    Moritz.M Ist fast schon zuhause hier

    Wenn man im bisherigen Leben schon mal den einen oder anderen „Streifschuss“ abgekriegt hat, lebt und genießt man entsprechend bewusster und dankbarer. Und diese Dankbarkeit schafft ein dankbares Gemüt.
    Ein dankbares Gemüt zieht weitere Situationen an, für die man dankbar sein darf.
     
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  8. korfi62

    korfi62 Nicht zu schüchtern zum Reden

    100% Zustimmung.
    Hab im August 2025 einen dummen selbst verschuldeten Motorradunfall ohne schlimme Folgen überstanden und freue mich seither eigentlich jeden Morgen, die Sonne, die Wolken oder den Regen anlächeln zu dürfen.
     
  9. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Da hast Du mglw etwas mistverstanden. :cool:
     
  10. Ladida

    Ladida Ist fast schon zuhause hier

    :topic:
    Ich habe spät mit dem Saxophon und noch später mit der Flöte angefangen, was dann den Vorteil hat, dass man trotz Alter erstmal kräftig Fortschritte macht.

    Obwohl ich manchmal bedaure, nicht schon viel eher … ist es entspannend, dass ich Flöte jetzt nur noch so gut spielen „muss“, dass ich mich dran erfreue. Beim Sax habe ich Angst, irgendwann aus der Band zu fliegen, weil ich schnelle Passagen technisch nicht mehr packen werde (oder sonst dumm auffalle).

    Außerdem merke ich beginnende Arthrose in den Fingern, stört noch nicht beim Spielen (ich kann nur keine Flaschen und Gläser mehr aufschrauben). Meine Mutter hatte das sehr schlimm, und es ist erblich. Wenn ich gar nicht mehr spielen kann, würde ein so wichtiger Teil meines Lebens fehlen; davor habe ich Angst. Wenn jemand ein Instrument empfehlen kann, wo die Finger nicht gefordert sind, nehme ich prohphylaktische Tipps an (ja, Alphorn, hahaha).

    Liebe Grüße in die alternde Runde (Max Goldts Lieblingsbeleidigungen: hergelaufen, selbsternannt und alternd :))
    Ladida
     
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  11. Spacecat

    Spacecat Ist fast schon zuhause hier

    Genau meine Sorge, mit der ich gerade kämpfe. Aktuell sind 4 Songs im Programm, die ich einfach nicht wirklich nah am Original hinbekomme, und überlege seit Jahreswechsel, ob ich Sax aufgebe. Sehe nur noch was ich nicht kann vor mir
     
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  12. tango61

    tango61 Ist fast schon zuhause hier

    Schon mal an Posaune gedacht ? Aber wir bei vielen Instrumenten erfordert das Spielen eine gewisse meist einseitige körperliche Belastung
     
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  13. Calymne

    Calymne Ist fast schon zuhause hier

    hm man könnte auf Bari oder Bass wechseln und da mehr Begleitstimme machen, die haben häufig ja nicht mehr ganz so schnelle Läufe. Und wird in ner Band auch gebraucht. Ok ist auch schwerer, aber dafür gibts ja Halterungen.
     
  14. tango61

    tango61 Ist fast schon zuhause hier

    Ich weiss das Freund Hein mir immer näher kommt, Zweimal bin ich ihm schon entgangen ( Schlaganfall und Herzinfarkt). Also kann ich davon ausgehen, das ich nicht die besten Gefässe habe. Am Dienstag hatte ich mein erstes Beratungsgespräch in Sachen Rente. ich kann es nicht leugnen ich bin auf der letzten Runde.
    Aber die kann ich schon noch selbst gestalten. Ich werde wohl weiter arbeiten, zum einen bringt es finanzielle Sicherheit ( dann kann ich vielleicht doch noch Klavier lernen ). Aber ich arbeite im Schuldienst und mit jungen Leuten zusammen, das hält mich geistig beweglich.
    Was das Sagen betrifft, auch ich habe schon etwas steifere Fingergelenke, und das ist schon hinderlich, aber ich suche mir Stücke aus die zu mir passen, der Hummelflug ist passe`. Aber das nimmt mir nicht den Spass am spielen, und nicht den Spass neues zu lernen. In vielerlei Hinsicht habe ich für mich das Gedicht von Hesse ( Stufen ) zum Leitgedanken gemacht. Das Gerenne um unpassende Ziele mache ich nicht mit, das blockiert mich nur. Aber Ziele habe ich doch und das ist mir wichtig.
     
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  15. ppue

    ppue Mod Experte

    Mit 69 gehe ich blickenden Auges auf die 70 Jahre und jetzt schon lichten sich die Reihen derer, mit denen man im Laufe seines Lebens zumindest eine Zeitlang zu tun hatte. Und nicht nur da, auch im nächsten Umfeld wird gestorben, hier ein Bruder, da einer aus dem Orchester, und nicht gerade wenige, mit denen man lange Zeit zusammen gearbeitet hat.
    Gelogen wäre es da, zu sagen, man kümmere sich nicht um die verbleibende Zeit, denke nicht an den früher oder später eintretenden Abtritt.

    Mir tun sich verschiedene Strategien auf, zwischen denen ich tatsächlich schwanke.

    Eine Möglichkeit bestünde im Jetzt-erst-recht: Reisen, Unternehmungen, Leute treffen, neue Hobbys angehen, sich weiterbilden, Sport treiben, ...na ja, der übliche Kram.

    Auf der anderen Seite locken ruhige Tage, wohliges Nichtstun, den Tageslauf einen Tageslauf sein lassen, wenig Aufregung, ab und zu ein lästiger Friedhofsbesuch, aber in der Summe doch eher das Genießen besinnlicher Zeit.

    Ich muss gestehen, dass es mich tendenziell doch eher die zweite Variante mehr anspricht. Was ich nicht habe, ist das Bedürfnis, dieses Leben möglichst in die Länge zu ziehen. Wenn es morgen vorbei ist, dann ist das so. Traurig dann eigentlich nur die, die hinterbleiben. Ein Umstand, den ich fast ein wenig gemein finde. Soll doch der traurig sein, der gerade stirbt und nicht diejenigen, die sich des Lebens erfreuen.

    Na, in der Beziehung bin ich etwas geschädigt, das gebe ich zu. Als ich neun Jahre alt war, hat mein ältester Bruder sich für den Freitod entschieden. Das hat mich lange beschäftigt, auf der anderen Seite habe ich seine Klarinette geerbt. Die hat mich dann noch länger beschäftigt.

    Eine mir angenehme Idee ist die, alles Hab und Gut, das sich bei mir angesammelt hat, vor dem Ableben loszuwerden. Völlig aufgeräumt, in einem leeren Zimmer, mit einem letzten Glas Wein, den Hut zu nehmen. Das hätte Stil.

    Übers Saxophonieren ein andermal ...
     
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  16. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Ganz konkret auf meinen Instrumenten (Saxophone, Klarinetten) kann ich das leider sehr genau sagen.

    Seit mehr als 20 Jahren habe ich beim täglichen Üben ein festes Programm. Zuerst eine Viertelstunde Einspielen mit Tonleitern und Arpeggien (alle Durtonarten), mit einem Atem 2 x rauf und runter über den gesamten Tonbereich, auswendig und mit Metronom. Sechzehntel auf Tempo 80 pro Viertel, der Reihe nach alle möglichen Artikulationen. Wie gesagt: das konnte ich im Schlaf. Auf 3 verschiedenen Griffsystemen.

    Jetzt merke ich, wie das schleichend schlechter wird. Staccato in dem Tempo schaffe ich nicht mehr immer (bei klassischem Setup am Sopran gehts noch). An der Böhm-Bassklarinette (das Griffsystem habe ich zuletzt gelernt) hänge ich bei fis-Dur und Des-Dur (langsamer gehts noch). Und die Konzentration lässt nach. Hängt auch ab davon, wie müde oder entspannt ich bin.

    Macht mich schon etwas traurig.
     
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  17. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Als Band sucht man sich normalerweise immer Stücke aus,die jeder beherrschen kann. Wenn einem ein Stück zu schwierig ist/wird,spielt man halt leichtere Stücke
     
    Bereckis, Gerrie und slowjoe gefällt das.
  18. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Ich wüsste nicht, was.
    Du warst zur Abwechslung mal nicht mehrdeutig und spitzfindig in Deinem Beitrag über Franzosen und Deutsche.
    Aber vielleicht erklärst Du es mir.
     
  19. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Da das Monitum von Dir kam, wäre es auch an Dir, zuerst zu erklären, was Du in meinen Beitrag reinverstanden hast.
     
    Nemo gefällt das.
  20. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Zitat wegen Lesbarkeit gekürzt.


    Ich finde, alt ist, wer aufhört über die Zukunft nachzudenken und Pläne zu schmieden, egal wie klein diese Pläne realistischerweise sind.
    Ich kannte einige 40-jährige, die waren alt im Kopf. Als ich sie 20 Jahre später wieder traf, waren sie alt im Kopf, am Körper und an der Seele.
    Eine Bekannte, die jünger ist, als ich, entgegnete mir einmal empört "Ihr seid ja auch noch jung!"

    Vielleicht liegt das Geheimnis eines gelungenen Lebens - inklusive Zielgerade - darin, den Tagen mehr Leben zu geben und nicht dem Leben mehr Tage.
    Für mich ganz persönlich bedeutet das, sich auf viel Neues einzulassen und die Zufälle des Lebens entschlossen zu nutzen, wenn sie sich einem bieten.
    Dabei schalte ich mein Hirn nie aus, sage aber dem Bedenkenträger auf meiner Schulter, wann er Pause hat.

    Deine zweite Variante liest sich mir zu sehr wie ein Hineingleiten in eine Alterslethargie - als würde ich auf das Erlöschen der Flamme geradezu warten.
     
    Katzenmusiker gefällt das.
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