was macht das Alter?

Dieses Thema im Forum "Spielen im Alter" wurde erstellt von _Eb, 10.Januar.2026.

  1. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Ja, das geht mir auch so.

    Aber dann denke ich mir: "Naja, die Jungspunde werdens schon noch lernen ..."

    ;)
     
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  2. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    Und ich denke an das Bibelzitat mit dem Splitter und dem Balken...
    Jeder verspielt sich auf der Bühne, es nicht die Frage ob sondern wann und wie .

    Und ich finde gerade das vielleicht dieses in perfekte und das damit umgehen,, das nicht planbare was live ausmacht. Ansonsten kann ich auch Konserven mir anhören
     
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  3. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Also live passiert doch fast immer irgendwas, was nicht so geplant war. Im Guten wie im Schlechtem, da kann doch jeder sicherlich etliche amüsante Geschichten erzählen.
    Nicht zu vergessen die Improvisationen, die ja mehr oder weniger frei sind/sein sollten.
    Ich finde, da ergibt sich schon genügend Raum für individuelles Spiel.
    Fehlerfreies Spiel mit Musik aus der Konserve zu vergleichen findet bei mir gar kein Zuspruch.
    Ich versuche fast immer, fehlerfrei zu spielen, was mir zwar kaum gelingt , aber iwie ist fehlerfreies Spiel für mich schon ein erstrebenswertes Ziel.
    Im Zusammenspiel mit anderen…..puuuuh, ich denke da gerade an fummelige klassische Duette mit der Querflöte…..ist fehlerfreies Spiel doch immens wichtig, ein Muss und hat nichts mit Konservenmucke zu tun.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.Januar.2026
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  4. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    Natürlich soll man nach bestem wollen/Können fehlerfrei spielen.

    Das war nicht der Punkt.
    Bei Konserve wird das Umperfekte i.d.R eliminiert.

    Das ist live schlecht möglich. Und natürlich genieße ich es gut gemachte Hand gepflückte Musik...
    Aber genau das einmalige des Live finde ich reitzvoll.

    Aber zurück zum Thema..

    Ich merke das ich vom Atem nicht mehr so gut bin und nicht mehr so lang Luft habe wie früher
    Und ich habe an Gewicht zugelegt was mich zum Teil sehr behindert.
    Auch langes Spiel mit dem Bari geht mir zunehmend auf den Rücken
     
  5. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Nicht immer,siehe Police mit Roxanne;)
     
  6. korfi62

    korfi62 Schaut öfter mal vorbei

    Naja, grob eingeteilt dürfe es drei Fehlerkategorien bei der Aufführung von Musik geben:
    Solche, die nur der Spielende wahrnimmt, solche, die auch die kundigen Zuhörer wahrnehmen und solche, die jeder hört.
    Ich behelfe mich aktuell noch mit Letztgenannten
    :rolleyes:
     
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  7. Chat Astrophe

    Chat Astrophe Nicht zu schüchtern zum Reden

    Mir gefällt live auch wenn es fehlerfrei vorgetragen wird.
     
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  8. Rick

    Rick Experte

    Das war für mich auch eine Frage des Alters:

    In meinen jüngeren Jahren war ich ein notorischer Perfektionist, es sollte keine fehlerhafte Passage von mir veröffentlicht werden - auch wenn alle anderen Beteiligten mit den Augen rollten und mir versicherten, das sei doch super und außer mir würde keiner meine Fehler hören.
    Aber ich musste mir erst einen guten Ruf erarbeiten.

    Dutzende Studioproduktionen später bin ich viel geduldiger geworden, bei meinen letzten Veröffentlichungen (seit nunmehr 25 Jahren) habe ich ganz bewusst auf allzu große Perfektion verzichtet, Versionen mit eigenen Fehlern freigegeben, wenn sonst musikalisch alles gestimmt hat.

    Ich finde, mit dieser inneren Gelassenheit spiele ich entspannter, ohne die ständige Angst vor Missgeschicken.
    Außerdem fällt das meiste praktisch keinem auf. :-D

    Mir selbst mit etwas Abstand auch nicht mehr.
    Natürlich gibt es da ein paar Aufnahmen, wo ich mir nachträglich in den Hintern beißen möchte, aber wenn ich es nochmal eingespielt hätte, wäre womöglich etwas anderes schief gegangen.

    Außerdem waren darunter etliche Live-Aufnahmen, bei denen die anderen super gespielt haben. Mit meinem egoistischen Perfektionismus hätte ich möglicherweise dem Gesamtergebnis geschadet.
    Das wollte ich keinem der anderen Beteiligten antun... :rolleyes:
     
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  9. Rick

    Rick Experte

    Klar!
    Themen, festgelegte Ensemblestellen usw. sollten möglichst fehlerfrei vorgetragen werden, im Studio wie auch live auf der Bühne.
    Ich bezog mich vor allem auf Solo-Improvisationen, da tendiere ich zur Perfektion - mehr als nötig. Denn außer mir weiß freilich keiner, was ich EIGENTLICH spielen wollte.
    Das sage ich auch Kollegen bei deren Solos. Das glauben sie mir allerdings so wenig wie ich umgekehrt. ;)
     
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  10. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Ohne das jetzt alles zu lesen... Ich lerne heute anders als früher. Effizienz steht da im Vordergrund, was in meinem Fall bedeutet, dass bspw auf der Trompete, mit der ich gerade anfange, Tonübungen und Technikübungen deutlich attraktiver sind als in meiner Jugend auf der Klarinette. Ausserdem empfinde ich mehrere kürzere Lerneinheiten effizienter, als die Stunde am Stück von früher.
    Aber ja, ganz so fix wie früher sind die Finger nicht mehr. Dafür ist insegsamt die Technik besser bzw steht im Fokus.
     
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