Wer sich im Sommerloch langweilt kann viel von J.S. Bach lernen

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Tafkah, 25.Juli.2026 um 19:22 Uhr.

  1. Tafkah

    Tafkah Ist fast schon zuhause hier

    Billy Joel erklärt in seinem Interview mit Rick Beato, wie er in seinen Kompositionen Spannung erzeugt durch Vorhalte (andere Baustelle weiter oben), z.B. in seinem Song "And So It Goes".
    In der Polyphonie Bachs wimmelt es nur so von solchen Vorhalten und chromatischer Stimmführung. Vor 50 Jahren kaufte ich mir die Ausgabe "371 Vierstimmige Chorgesänge" (Nr. 10) aus der Edition Breitkopf, und immer wieder setze ich mich ans Klavier (obwohl ich es verlernt habe) und spiele Takte und Stimmen. Ich kann keinen Choral zusammenhängend spielen, aber das Wunder von Bachs Stimmführung kann man auch als Stümper genießen.
    Unglaublich wie dicht es zugeht.
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    Wenn dann noch ein Könner spielt und erklärt, wie dieser Choral in der Matthäus-Passion insgesamt 5-mal mit veränderter Stimmführung daherkommt und in der Veränderung ein System erkennbar wird (wird im Text erklärt), ist man nur noch baff.

     
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  2. scenarnick

    scenarnick Admin

    Danke für die schöne Erinnerung. Ich kann nicht zählen, wie oft ich die "MaPa" mit verschiedenen Chören gesungen habe. Jeder dieser Choräle ist (für die Unterstimmen) komplett anders und hat eine andere "Farbe". Faszinierende Musik
     
    giuseppe gefällt das.
  3. Tafkah

    Tafkah Ist fast schon zuhause hier

    Da bin ich jetzt doch ein wenig neidisch, lieber @scenarnick. Diese Erfahrung konnte ich leider bisher nicht machen; das liegt aber auch daran, dass ich nicht "einer Kirche steuerpflichtig" bin und zeit meines Lebens nicht in die Nähe einer Chor-Mitgliedschaft kam. Vielleicht doch noch ein Abenteuer mit 75? Mmhhhh.... Die Tenorstimme ist mittlerweile zum Bariton abgesackt, aber Spaß würde es schon machen.
     
  4. scenarnick

    scenarnick Admin

    Nun, ich bin "nicht mehr in einer Kirche steuerpflichtig", weil ich durch den Chor und durch Freunde, die Kirchenmusiker sind, zu viel "Kirche von innen" gesehen habe. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Männerstimmen sind immer gesucht, warum also nicht? Vielleicht auch einfach mal so etwas, das bei uns immer populärer wird: "Weihnachtsoratorium zum Mitsingen". Man bringt den Klavierauszug mit und kann die Choräle (und die Chöre, wenn Du es kannst) mitsingen. Ist auch schon eine tolle Erfahrung
     
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