Wie ist/war das bei Euch...?

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Jacqueline, 22.März.2019.

  1. Longtone

    Longtone Ist fast schon zuhause hier

    Vielleicht habe ich es überlesen: Spielst Du Tenor oder Alt.
     
  2. hoschi

    hoschi Strebt nach Höherem

    ich hab da keine probs mit, obwohl mir mein lungenfacharzt copd diagnostiziert hat...
    30zig jahre geraucht, viel und oft...obwohl früher viel sport, inkl. tauchen usw...
    naja, hab durchs saxen meine lunge wieder einigermassen fit bekommen, und komm mit dem asthma spray jahrelang aus...
    wobei ich sagen muss, ich hab nicht immer gleich lang luft.
    frage an euch:
    könnte auch mit den verschiedenen blättern zusammen hängen, wenn zu hart, kürzere spieldauer? gefühlt ist es so.
     
  3. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Ja, würde ich auf jeden Fall bestätigen.
     
  4. SaxPistol

    SaxPistol Strebt nach Höherem

    Das kann gut sein. Auf jeden Fall ist aber auch die Bahnöffnung des Mundstücks mit für den Luftverbrauch verantwortlich.
    Große Bahnöffnung => hoher Luftverbrauch und umgekehrt.
     
  5. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Arnold Jacobs, Song and Wind:

    .....However, most wind players use less than one-half of their vital capacity when playing their instrument. "One of the difficulties, with men as well as women, is that the player rarely, if ever, uses all the usable air in their lungs. They may have a vital capacity of four-and-a-half liters, but that is not what they use. They use only a fraction of that capacity. A trained person might use 75 or 80 percent of their vital capacity, others will use half or less. Jacobs uses his small lung capacity to its full potential. "It is better to use 80 percent of a four-liter vital capacity than 50 percent of a six-liter vital capacity, but it is better to have a large vital capacity to begin with."209 While most believe that Jacobs advocates a full breath, that is not precisely the case. For overall playing, he suggests a breath of 75 to 80 percent of capacity. Of course, this will vary depending on the requirements of the music being played. During a loud passage on a high flow rate instrument, a full capacity inhalation will be required. For those with small capacities, Jacobs recommends that they concentrate on their musical attributes. They should realize the size of their capacity and not be frustrated by attempting to achieve that which they cannot physically achieve. Part of the respiratory process is the movement of air into the lungs by the lowering of air pressure within the chest. As the diaphragm lowers, air pressure is reduced within the chest below the pressure of ambient air and air flows into the lungs from the outside.

    ......With smaller vital capacities, women cannot waste air, they must take in a comfortably large breath and use it efficiently. "A large male can afford to limit his breathing. A small female cannot." The largest lung capacity Jacobs has measured is that of Michael Johnson, a British tubist who attended a master class. He had an amazing capacity of 7.94 liters! On the other end of the spectrum, Jacobs’ wife, Gizella, has capacity of approximately two liters. A former dancer, she plays no musical instruments.

    Frederiksen, Brian. Arnold Jacobs: Song and Wind (Kindle-Positionen3210-3216). Kindle-Version.
     
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  6. altomania

    altomania Ist fast schon zuhause hier

    Hatte mal ein ähnliches Problem. Bei mir war das aber eher Kopfsache, ich hatte einfach zu viel übers Atmen und vor allem richtige Atmen nachgedacht. Nachdem ich mich mehr aufs Spielen als aufs Atmen konzentrierte, war das Problem von heute auf morgen weg.
     
  7. Reed

    Reed Kann einfach nicht wegbleiben

    Du kannst ohne Sax mit zusammengepressten Lippen gegen den Widerstand der Lippen ausatmen und so die Ausatemintervalle verlängern lernen.
    Eine weitere Übung, die eigentlich aus der Psychotherapie kommt und gegen Panik eingesetzt wird, ist ebenfalls geeignet, um die Steuerung des Luftstroms gezielt zu trainieren und so zu verlängern. Du atmest doppelt so lange aus wie ein und erhöhst mit zunehmendem Training die Intervalle.
    Bsp.: 5 Sekunden einatmen - zehn Sekunden ausatmen. Anschließend 6 - 12 / 7 - 14 und so weiter.
     
  8. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    @Longtone
    Ich spiele Alt.

    So viele Antworten, das schaff ich nicht in meiner Pause ;-)

    Ich studiere es nochmal eingehend nach Feierabend! Aber sehr interessant!
     
  9. ppue

    ppue Mod Experte

    Gute Atmung zu lernen geht weder über Bücher noch über YouTube-Filmchen. Selbst als Lehrer hat man es da schwer.

    Atmen ist ein Automatismus, den ein älterer Schüler vielleicht schon 50 Jahre durchgeführt hat. Ein Umprogrammieren dieses Automatismus führt schnell zu vollkommender Verunsicherung und oft hat es wenig Erfolg.

    Ich glaube, man sollte sich dem Thema mit weniger Kopf und weniger mit Biologikenntnissen als mit einfachen praktischen Übungen nähern. Da gibt es eine Menge an Übungen, die das Thema überhaupt nicht intellektuell angehen, sondern z.B. die natürlichen Reflexe des Körpers ausnutzen.
     
  10. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Doch, das geht. Aber leicht ist es nicht, aus den von Dir erwähnten Gründen. Das Problem ist, dass es die meisten einen Dreck interessiert, weil sie lieber gesagt bekommen, was sie machen müssen.
    Das ist gut, wenn Du gar nicht weißt was natürlich ist und im "Normal" feststeckst.
     
  11. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Hi Jacqueline,

    wie das bei mir am Anfang war, weiß ich tatsächlich nicht mehr. Habe als Kind/Jugendlicher mit Klarinette begonnen, mit gutem Lehrer, und das irgendwie "unterwegs" gelernt.

    Jetzt, einige Jahrzehnte :eek: später, nehme ich keinen regelmäßigen Unterricht mehr, sondern gelegentlich eine Coaching-Stunde bei wechselnden Saxophonisten. Bei einem Klassiker haben wir ca. 1 Stunde lang "nur" Atemübungen gemacht und der Effekt war wirklich beachtlich. Ich mache das nun immer wieder mal (nicht regelmäßig). Es zeigt aber, dass die "richtige" Atmung (vor allem das Ausatmen) tatsächlich sehr wichtig ist.

    Problem: man kann/muss es bewusst lernen und dann in einen unbewussten Vorgang überführen, also automatisieren (wie viele Dinge beim Musizieren).

    Ich denke daher, dass es tatsächlich vor allem eine Frage der Zeit ist, dass es besser wird. Und versuchen, den Kopf frei zu machen - ich weiß, das ist schwierig... Geht am besten bei Dingen, die Du schon gut kannst, so dass keine Überforderung eintritt, weil man zu viele Dinge gleichzeitig unter Kontrolle haben muss - Sound, Intonation, Rhythmus, Artikulation und dann auch noch Atmen ...

    Also vielleicht das "richtige" Atmen zunächst bei (einfachen) Tonleitern üben und so Selbstvertrauen und Ausdauer aufbauen (saxophonistisches Krafttraining sozusagen).

    Dein Lehrer sollte Dir aber auch gute Übungen vorschlagen können, die individuell besser auf Dich abgestimmt sind, als die wohlmeinenden Ratschläge, die Du hier bekommen kannst.

    Du solltest Dich auf jeden Fall nicht entmutigen lassen - ich denke, es ist tatsächlich vor allem eine Frage der Zeit.

    So long

    Stevie
     
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  12. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem


    Das vermute ich auch ganz stark bei mir. Lustigerweise funktioniert "Rumdudeln" (ich wills noch nicht Improvisieren nennen) mit der Blues Tonleiter wunderbar. Hab ich ne Partitur vor der Nase und ich sehe die Atemstelle näher kommen, dann baut sich bei mir irgendwie ein psychischer Druck auf und ich verkrampfe.
    Und tief einatmen geht dann gar nicht, wenn man überall verspannt ist. Und der Teufelskreislauf beginnt.
    Manche Stücke gehen ja auch. Ich habe gemerkt, dass ich dieses Problem teilweise umgehen kann, wenn ich es auswendig kann. Meine Einstellung von neulich (The Guv'nor) konnte ich fast auswendig...da gings.

    Es wird ein bisschen was von allem sein... ;)
     
  13. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Sind das jetzt zwei verschiedene Probleme? Flach atmen kann ein Problem sein, aber "anstrengend" ist das nicht. Man muss aber vileicht alle vier Takte atmen und kommt aus dem Takt.

    "anstrengend" und "vlt fasciale Muskelschwäche" klingt aber so als ob Du Probleme mit der Ansprache hast, oder damit das Mundstück dicht zu bekommen. Dein Setup ist, wie Du schreibst nicht "besonders sportlich", benötigt aber sicher mehr Luft als beispielsweise ein Vandoren AL3 oder ein Selmer C*

    WO strengt es Dich denn an, im Mund oder beim Atmen?
     
  14. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    @all

    Vielen Dank für Eure Erfahrungen. Ich denke es ist einfach Geduld gefragt.
    Vielen von euch ging es ja auch mal so.
    Ich würde mich bloss einfach freuen, wenn es mal leichter wird. Wenn man Saxophonisten auf YouTube bei irgendwelchen verrückten Soli zuschaut, dann denke ich mir immer: also ich wär jetzt schon umgekippt.
    Aber die chillen einfach dabei :D

    @bebop99

    Mit der Ansprache habe ich keine Probleme (in meinem gewohnten Tonbereich).

    Ein AL3 will ich nicht mehr spielen, das ist mir zu eng und davon abgesehen war die Problematik mit dem AL3 nicht sonderlich anders.

    Ich wollte bloss wissen, ob es euch auch so ging und wie sich das über die Jahre entwickelt hat.
    Ich bin diesbezüglich wirklich in guten Händen ;-)
     
  15. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem


    Kommt mir irgendwie bekannt vor o_O
     
  16. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Wird es! Definitiv!

    Auch das muß sich, und wird sich, wie vieles andere auch beim Saxspielen, automatisieren.

    Du wirst selber merken, dass irgendwann das Denken beim Spielen nachläßt und das Musik Machen entsprechend
    zunimmt.

    Beim „Rumdudeln“ oder auswendig Spielen merkst Du es ja schon.

    Irgendwann ist dann das Instrument wirklich ein „Instrument“.....

    CzG

    Dreas
     
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  17. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Ja, die Idee hab ich schon verstanden, ich war mir nur mit dem "so" nicht sicher, was genau es bedeutet. Da haben die anderen wohl besser kapiert was eigentlich das Problem ist als ich. Es geht also tatsächlich um "atemnot". Da hat mich der Hinweis auf "faziale Muskelschwäche" in die Irre geleitet, denn das hat mit Atemnot ja nichts zu tun.

    Aber zum Thema "mit der Luft richtig haushalten" habe ich auch wechselnde Erfahrung gemacht. Es wird mit den Jahren besser - außer Du hast klassische Noten, die ein Arrangeur von Streicher auf Blasinstrument umgeschrieben und nicht daran gedacht hat, dass Bläser nach spätestens zwei Seiten gebundener Achtel einmal atmen müssen. :confused:
     
  18. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    Das wäre so schön :)

    Ja, das stimmt und die Aussage von mir ist so ein bisschen irreführend. Wenn ich zu flach atme, beisse ich natürlich mehr und dann geht irgendwann auch der Ansatz flöten. Deswegen hatte ich das dazu geschrieben.

    Ich hatte mich bloss gefragt, ob ich da irgendwie ein Pflegefall bin. Im Ensemble (aller gleicher Stand) hatte ich das geschlossenste Mundstück (AL3) und ich war die Erste, die k.o. war. Und das, obwohl ich und das andere Alt die "übefleissigsten" Schüler waren (laut Aussage des Lehrers).
    Weiss der Geier :-?

    Einfach hinnehmen und weitermachen
     
  19. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    Ich wollte damit zum Ausdruck bribgen, dass ich mich darüber wundere, warum ich mit dieser Sache solche Probleme habe im Gegensatz zu anderen Leuten auf meinem Niveau.

    Kurze Songs (1min) oder Etüden schaffe ich schon, alles darüber hinaus: fast unmöglich
     
  20. Lagoona

    Lagoona Ist fast schon zuhause hier

    Ich hatte das gleiche Problem. Bei mir haben 2 Sachen geholfen. Ich habe die Mundstücksöffnung weiter reduziert und die Blattstärke ebenfalls nach unten korrigiert. Außerdem habe ich beim Üben mehr " trainiert". Longtones zum Beispiel.
    Jetzt komme ich auch bei längeren Einsätzen gut klar. Nicht aufgeben!
     
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