Wie lange dauert bei euch eine Unterrichtseinheit?

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Gelöschtes Mitglied9218, 6.Januar.2014.

  1. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Ich finde, wenn man den Unterricht als reinen Input und Konsultation betrachtet, können alle zwei Wochen auch jeweils 15 Minuten ausreichen. Kommt halt auf Lehrer und Schüler an.
    Jetzt habe ich in ziemlich unregelmäßigen Abständen 30-120 Minuten. Früher waren es wöchentlich 30 Minuten, das fand ich zu der Zeit für mich als angemessen.
     
  2. Zoe

    Zoe Kann einfach nicht wegbleiben

    Hallo Paedda,
    Ich habe wöchentlich 30 Minuten Saxophon Unterricht in einer Musikschule.
    Mir persönlich ist das zu wenig. Mit schon zusammen gebauten Sax (fast außer Atem) reingestürzt, die gesammelten Fragen gestellt, CD rumgefummel, schnell bisschen gespielt, paar Tipps, dann stürmt schon die nächste Schülerin rein.
    Und auch wenn Konzentration und meine Auffassungsgabe durchaus gut funktionieren, fehlt mir die Zeit um das mitgegebene gemeinsam zu üben und direkt mehr Korrektur zu bekommen. Und schlimmstenfalls habe ich dann eine Woche Zeit eventuelle Missverständnisse falsch zu üben und Unsicherheiten als Fragen für nächste Woche zu sammeln.
    Abgesehen davon bin bei dem Wissen um die kurze Zeit gehetzt und komm nicht wirklich bei der Musik an.

    Zusätzlich habe ich alle 2 bis 4 Wochen noch 1 Stunde privaten Rhythmus Unterricht. Da bleibt auch die Zeit für bisschen Austausch und das Soziale, was Du wohl treiben lassen nennst. Aber gerade die Zeit des Einlassens und der Austausch bringt mir viel Gewinn. Meine Lehrerin hat die Zeit mich aus dem beruflichen Tempo 'aus zu bremsen' und auf einen gemeinsamen Beat kommend, meine Fehler und Stolperfallen zu finden und wichtig, mir ein Gefühl dafür geben zu können damit ich selbst erkennen und korrigieren kann.
    Größere Zeiteinheiten würde ich mir für das Saxophone Training auch wünschen, aber in der MSchule sind die Termine begrenzt. Und meine raumnehmende berufliche Situation macht die Situation nicht wirklich flexibler.
    Aber wenn ich meine Worte jetzt so lese, sollte ich wohl trotzdem einmal über privaten Saxophone Unterricht nachdenken!!!
    Erkenntnisreiche Grüsse, Zoe
     
  3. Rubax

    Rubax Strebt nach Höherem

    Hm,

    ich habe bei meinem Lehrer ein 10-Stunden-Paket a jeweils 45 Minuten gemietet. Die Stunden vereinbare ich dazu nach Bedarf bzw. Lust bzw. Zeit. Meistens kommt das dann alle 3 Wochen hin. Manchmal auch länger wenn es beruflich sehr stressig ist.

    Die einzelnen Stunden werden meisten länger als 45 Minuten, da gibt es doch noch immer was zu erzählen oder fertig zu machen.

    Zusätzlich haben wir im Saxophon-Ensemble alle 14-Tage beim gleichen Lehrer eine 90-Minuten-Probe, das ist auch fast wie eine Stunde, nur wird da mehr gespielt als in der Einzelstunde (und wir sind da ja auch 12 Mitspieler, da kann man auf den Einzelnen gar nicht eingehen)

    Über längere Stunden (60 Min) und/oder über regelmäßigen Unterricht (jede Woche) habe ich schon nachgedacht, glaube aber das ich das beruflich mit der Zeit nicht hinkriege, vielleicht wenn ich in Rente gehe, aber dann wirds finanziell knapp :)

    Grüße,

    Rüdiger

     
  4. Gast

    Gast Guest

    Hallo Paedda,

    ich habe an einer Musikschule 30 Minuten Unterricht pro Woche (außer in den Schulferien). Es werden von dort auch 45 Minuten angeboten. Für mich ist das auch eine Frage des Geldes. 45 Minuten Einzelunterricht ist eben teurer als 30 Minuten. Ich denke, in 45 Minuten würde ich auch nicht mehr lernen, sondern es einfach langsamer angehen lassen - was mir zugegebener Maßen gut tun würde, denn die 30 intensiven Minuten empfinde ich als anstrengend. Um die Zeit komplett auszunutzen, muss ich vor Unterrichtsbeginn das Sax zusammengebaut haben. Inhaltlich sieht es so aus, dass ich die Stücke anhand des Lehrbuchs selber erarbeite und der Lehrer dann schaut, wie ich das gemacht habe und mich dann ggf. korrigiert und meine eventuellen Fragen beantwortet. Auch machen wir zusammen eine Einführung in Übungen, die ich dann zu Hause wiederhole und ausdehne.

    Schöne Grüße
    musicus
     
  5. annette2412

    annette2412 Strebt nach Höherem

    hi!

    ich habe regelmäßig (gleicher tag und gleiche uhrzeit - das war mir und auch meiner lehrerin am liebsten) 1 x in der woche 60 minuten unterricht.

    die zeit vergeht wie im flug:
    am amfang ein paar long tones für sie zur kontrolle und für mich zum einspielen, dann improvieren wir entweder zusammen zu der major & minor cd (das macht mir am allermeisten spaß!) oder sie spielt klavier und ich improvisiere.
    danach etwas theorie (z.b. avoid notes, neue tonleitern, quinten bzw. quartenzirkel etc.), griffe und tonbildung.
    anschließend spielen wir immer ein stück (meistens über mehrere wochen) takt für takt auseinandergenommen ganz streng nach metronom mit fuß klopfen (das mag ich am allerwenigsten).

    liebe grüße
    annette


     
  6. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Die Beiträge geben auch einen interessanten Einblick wie unterschiedlich unterrichtet wird.

    Bei einigen Lehrern scheint das Thema Sound, Tonbildung, Intonation, etc. kaum oder gar kein Thema zu sein.

    Finde ich überraschend, da grade das bei einem Blasinstrument eine zentrale Bedeutung hat, wie ich finde.

    CzG

    Dreas
     
  7. Rubax

    Rubax Strebt nach Höherem

    Ja, Dreas, bei mir wird so gut wie gar nicht "gespielt" in der Stunde, es dreht sich so gut wie immer um Tonbildung oder auch Rhythmik (da hab ich so meine Probleme), allerdings war das auch schon anders, ich denke es kommt ganz darauf an was der Lehrer als momentan wichtig und richtig sieht und entscheidet.
     
  8. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    @ Rubax

    Richtig. Alles individuell.

    Dennoch, meine Stunde beginnt immer damit, dass mein Lehrer meinen Sound und meine Tonbildung überprüft. Gibt's was zu korrigieren wird das kurz angesprochen.

    CzG

    Dreas
     
  9. euroknacker

    euroknacker Ist fast schon zuhause hier

    Aus Zeitgründen konnte gar keinen Unterricht zu nehmen, da ich als ich vor 2 Jahren mit dem Saxophon anfing, keinen Lehrer fand der mit mir in den Abendstunden arbeiten wollte. Für mich gab es dann nur die Lösung sehr viel Zuhause im Selbststudium zu erlernen und einer Blaskapelle beizutreten so das ich wenigstens nicht nur für mich alleine spiele.
    Mittlerweile spiele ich aber in 2 Kapellen so das ich dadurch an 2 Abenden in der Woche jeweils wenigstens 2Std mit anderen zusammen Musik machen kann und das durch fast alle Musikstile hindurch. Dieses Zusammenspiel fördert meinen Willen zu noch zusätzlich zu üben ungemein, da man bei den öffentlichen Auftritten die dann ja automatisch auf einen zukommen, sich nicht nur auf die zuletzt geübten Songs konzentrieren kann, sondern man Stücke spielt die alle anderen in dem Orchester schon ewig spielen. Denn wenn es dann heißt wir müssen da mal eben 3-4 Std Musik machen, kommen schon so einige Stücke zusammen.
    das heißt ich musste mich wirklich darauf konzentrieren gleich von Anfang an vom Blatt zu spielen, denn Auswendiglernen ist bei der menge an verschiedenen Noten nicht mehr drin.
    Ich komme damit auch mittlerweile sehr gut klar einzig dieser verflixte alabreve Takt macht noch hier und ein paar Schwierigkeiten, was aber dann eher was mit der Geschwindigkeit meiner Finger zu tun hat.
    Mein Übungspensum in der Woche kommt dadurch ca. auf 15Std ich denke wenn man das stur so durchzieht dann kann man auch ohne Lehrer klar kommen.
     
  10. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Mein Sohn ist an einer städtischen Musikschule, wo es ziemlich lange Wartelisten gibt (Klarinette). Er hatte anfangs 30 Minuten Einzelunterricht, was schon eine besondere "Gunst" war (sonst beginnen sie mit Gruppenunterricht). Nach einigen Jahren durfte er dann auf 1 Stunde erhöhen (kostet natürlich doppelt so viel). Das wurde grosszügig als "besondere Förderung" bezeichnet.

    Es gibt also leider auch andere Zwänge.

    Ich weiss nicht, was sie genau im Unterricht machen. Der Lehrer legt wohl viel Wert auf schönen Ton und interpretatorische Details anstatt auf rasches Durchspielen möglichst vieler Hefte. Sohnemann geht aber immer noch gern hin, obwohl er kurz vor dem Abi steht.
     
  11. Gelöschtes Mitglied9218

    Gelöschtes Mitglied9218 Guest

    Hallo Freunde der leisen Töne,

    erstmal vielen Dank für die vielen Einblicke in eure Unterrichtweise. Das ist nicht nur interessant, sondern auch sehr hilfreich.
    Ich habe mich jetzt doch entschieden an einer Musikschule regelmäßig Einzelunterricht zu nehmen. Ab nächsten Dienstag abend gehts los. Einmal die Woche 30 min., nach Absprache mit dem Lehrer kann ich auch 60 min. alle 14 Tage kommen. Nach oben hin sind alle Wege offen. Es ist alles (vieles) buchbar, jedoch mit zunehmender Zeit auch teurer.
    Als erstes werde ich die 30 min. Variante ausprobieren und später entscheiden.

    LG

    Paedda
     
  12. Rick

    Rick Experte

    Hallo Paedda,

    das halte ich auch für empfehlenswert!

    Welche Unterrichtszeit jeweils sinnvoll ist, hängt von mehreren unterschiedlichen Faktoren ab, einige Aspekte wurden ja schon genannt:

    - Individuelle Aufmerksamkeitsspanne, Alter
    - Vorkenntnisse, Könnensstand
    - Temperament von Lehrer und Schüler, Unterrichtsstil
    - Unterrichtsthema (Ansatz, Technik, Sound, Stücke, Improvisation...)
    - Verfügbare Zeit
    usw.

    Gerade jetzt zum Jahresanfang habe ich neu ein paar "blutige" Einsteiger, denen ich zunächst 30 min. pro Woche empfohlen habe - denn wir beschäftigen uns in dieser Phase vorwiegend mit langen Tönen und absoluten Grundlagen, mehr sollen sie auch zu Hause nicht machen.
    Natürlich könnte man dies durch interessante Exkurse oder gesellige Gespräche "aufpumpen" (wer mich kennt, weiß, dass ich gerne viel erzähle!), aber notwendig ist dies absolut nicht, da geht es mir auch um die Fairness gegenüber dem Schüler.

    Wenn wir dann an die spannenderen Themen kommen wie Spezialtechniken, Gehörübungen, stilechte Interpretation oder gar die Königsdisziplin Improvisation, vergeht umgekehrt eine Stunde wie im Fluge - andererseits muss der Unterricht dann nicht mehr wöchentlich stattfinden, weil die Gefahr geringer ist als zu Beginn, dass sich der Schüler in der Zwischenzeit gravierende Fehler angewöhnt, deshalb kommen solche Schüler oft nur mehr 14-tägig oder gar ganz unregelmäßig, je nach Bedarf.
    Als Privatmusiklehrer kann ich diese Flexibilität anbieten, eine Musikschule kann (oder will?) das meistens aus organisatorischen Gründen nicht bringen. :roll:

    Aber eins ist klar: Allgemeine Regeln gibt es hier nicht, man sollte immer im Einzelfall entscheiden, finde ich. ;-)


    Schöne Grüße,
    Rick
     
  13. Gast

    Gast Guest

    ich führe immer ein begleitheft = sprich = das besprochene wird in etwa zu papier gebracht mit tagesdatum.
    dies zum einem für mich für die nächste stunde, zum anderen für den schüler um SELBST aufarbeiten zu können. da sind 30 minuten definitiv zu kurz. diese unterrichtsform lehne ich ab.

    eine fahrkartenauskunft bei der bahn dauert schon 14 minuten :ironie:
     
  14. edosaxt

    edosaxt Strebt nach Höherem

    @rick
    wer hätte das gedacht???
     
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