wohin soll es gehen mit dem Klang?

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Calymne, 31.Dezember.2025.

  1. Calymne

    Calymne Ist fast schon zuhause hier

    Hat es.
    Bin gerade an was dran, das nur eine Stunde wäre. Aber zur Not würde ich auch 1x im Monat 2 Stunden fahren, muss ich mal sehen.
     
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  2. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Ich finde @ppue hat in #16 und Livia in #60 haben sehr gut geschrieben, was ich an mir selbst erfahren habe bzw was ich jetzt mit der Trompete bei Mitschülern sehe. Mittlerweile sehe ich sogar das mitspielen zu playalongs kritisch, besonders, wenn noch irgendwelche melodiekomponenten gespielt werden. Zumindest ich fange dann an Stilistiken zu kopieren, nicht sauber zu zählen usw...

    Das Spielen in einer Gruppe hat in meinen Augen eher nur dann Vorteile, wenn die Gruppe nicht zu groß ist. Sonst geht man in der Masse unter.
    Mein Vorschlag wäre erst einmal viel zu hören. Daraus sortierst du aus, was dir so gar nicht gefällt. Bei dem Rest würde ich gruppieren was ähnlich ist. Dann würde ich anfangen im Sound der einzelnen Gruppen zu spielen mit Hilfestellung eines Lehrers (und kontrollieren durch Aufnahmen, möglichst ohne PA) . Ich denke, erst wenn du von dir selbst mal einige verschiedene Sounds gehört hast und die Technik dazu sitzt diese Sounds zu reproduzieren, dann kannst du anfangen dir das zusammen zu basteln, was dann dein Sound werden kann.
    Bei mir ist es allerdings so, dass sich auch mein Sound über die Zeit ändert bzw geändert hat. Mein Lehrer ist, gerade in Soundfragen, eher keine Hilfe, weil wir unterschiedliche Vorstellungen haben. Er ist da eher unflexibel und das macht es manchmal ..... kompliziert.
     
  3. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Siehst du, mir geht es umgekehrt.
    In meiner blaskapelle brauchte ich nicht zählen. Entweder habe ich mir meine Einsätze bei anderen abgehört, oder die rythmusgruppe genutzt.
    Unser Haufen war auch nicht gerade klein, also wirkliche Feinheiten an meinem eigenen Spiel habe ich gar nicht wahrnehmen können. Selbst absolut falsche Töne sind untergegangen. Oder gar keine Töne, wenn ich eine Stelle nicht konnte und daher vereinfacht oder ev gar nicht gespielt habe.
    Das holt mich jetzt wieder ein, weil zu zweit mit meinem Lehrer ist verstecken nicht mehr. Und der kennt die Stellen, und an denen hält er sich plötzlich zurück und lässt mich arbeiten.
    Ich will bläserklassen nicht schlechtreden, man lernt da schon eine Menge. Was den eigenen Sound angeht.... meine Erfahrungen sind andere und nicht so gut. (mein mittrompeter ist auch so ein Produkt. Spielt seit 13 Jahren, kann aber nicht zählen, hat keinen Sound, weil er keinen Ansatz hat, und ohne stützende Begleitung kann er gar nichts).
     
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  4. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Normalerweise ist da ja auch jemand vorne, der die Luft mischt.
    Du hast es ja offensichtlich gemerkt. Wenn es Dich dann nicht gestört hat und motiviert hat es zu üben, dann ist es eher ein persönliches Problem als ein grundsätzliches eines größeren Amateurorchesters.
    Und es ist ja auch gut, momentan nicht so gute Musiker mitzuschleppen.
     
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  5. Calymne

    Calymne Ist fast schon zuhause hier

    kann ich nachvollziehen was du schreibst, so groß sind meine Orchester aber beide nicht, dass es nicht auffallen würde wenn ich Mist mache.
    Beim marschierenden bin ich aktuell das einzige Tenor und somit muss ich zählen falls ich die Melodie nicht genau im Kopf habe. Wir haben meist 2 Posaunen, die aber eher selten das Gleiche spielen wie ich - somit fällt es sehr auf, wenn ich rausfalle oder ein Vorzeichen übersehe. Aber selbst wenn es nicht auffallen würde, ICH merke es ja trotzdem (und ärger mich ;) ).
    Jedenfalls hat es mich deutlich weiter gebracht, dass das zweite Tenor aktuell nicht dabei ist und ich alles selbst machen muss.

    Bei dem neuen Orchester sind wir zwar 3 Tenöre, haben aber häufig 2 Stimmen und wenn ich das von den bislang wenigen Terminen richtig einschätze, kann ich mich auf das Können meines Mitspielers nicht unbedingt verlassen, muss also auch selbst ran. Klar ist das erst mal schwieriger aber fürs eigene Weiterkommen definitiv besser.
    Nur der eigene Ton, der kommt zumindest bei 1 natürlich nicht wirklich zur Geltung - aber da arbeite ich dann halt anderweitig dran.

    Aufnehmen ist schon mal gebongt, habe mir ein zoom h1 gekauft und das läuft dann beim Üben einfach mit. Muss noch noch reinhören und sehen, ob ich da auch sinnvolle Verbesserungen rausziehen kann.
    Spielen ohne Playalong klingt auch richtig (auch wenns mit mehr Spaß macht) - bei Tomplay kann man sich die Stimme mit und ohne Begleitung anhören, das klingt schon da deutlich anders finde ich.

    Und beim Hören - da hapert es vmtl. bei mir auch irgendwo. Wenn ich dann Dinge gefunden habe, die mir gefallen, muss ich noch rauskriegen, wie weit die Aufnahmen bearbeitet wurden oder ob man so wirklich klingen kann wenn man "einfach nur" spielt.

    Aber letztlich bin ich dann wieder bei meinem Beitrag #18 --> Unterricht. Bin ich dran.
     
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  6. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Das hat nur nix mit Soundbildung zu tun. Ich habe auch nicht gesagt, Bläsergruppen sind pauschal schlecht oder gar nutzlos. Ich finde aber einige Aspekte des saxophonspielens lernt man effizienter auf einem anderen Weg, und da gehört für mich u.A.die Entwicklung eines eigenen Sounds dazu.
     
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  7. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Mit Playalong ist das Risiko, dass man nicht selbst zählt. Das ist okay, wenn man es kann, oder mit anderen Übungen lernt. Wer nicht nach Noten spielen will braucht das ev auch nicht. Kritisch sehe ich eher das "Mitspielen". Gerade am Anfang habe zumindest ich mich nicht intensiv mit den Noten beschäftigt und auch nicht mit dem Gesamtsound. Das wurde besser, als ich mir PAs gesucht habe zu denen es keine Melodiespur gab. Dazu habe ich dann gespielt und mir hinterher clean meine Stimme abgehört. Erschreckend. Ich dachte erst es klingt toll, clean war es das aber nicht. Die Schwächen konnte zumindest ich aber erst abarbeiten, nachdem ich mir so einen Werkzeugkasten an Hilfsmitteln erarbeitet hatte, ich also wusste und kontrollieren konnte, was ich tue und wie sich das auf das Ergebnis auswirken kann (klappt nicht immer). Allein bin ich da in manche Sackgasse gelaufen. Mein Lehrer ist da effizienter, da er die Erfahrungen ja schon gemacht hat. Wir müssen nur nicht zum gleichen Ziel kommen.
    Du sagst du spielst jetzt 2 jahre? Keine Vorkenntnisse? Dann lass dir gerade mit dem eigenen Sound Zeit, bis du die Techniken drauf hast, die du brauchst. Am Anfang stehen dir da zu viele Sachen noch im Weg.
     
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  8. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Nein, den eigenen Sound inkl. der eigenen Soundvorstellung sollte man von Anfang an mit betrachten. Wenn jemand zwei Jahre nur wie eine Schalmei klingt, wird er es sehr schwer haben das danach umzustellen, weil das hat er sich dann schon richtig schön antrainiert
     
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  9. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Wie soll das gehen, wenn der Schüler die Techniken nicht beherrscht seinen Sound zu realisieren??? Ich stimme dir in so weit zu, dass der Schüler von Anfang an auf seinen Sound achten und daran arbeiten sollte, sauber und gut zu klingen... das ist aber nicht der eigene Sound. Dafür muss ich zum einen wissen, was möglich ist und auch, wie man es umserzen kann.
     
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  10. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Und genau das hat mein Lehrer mit mir ab der ersten Woche mit ins Boot genommen. Grade mit Longtones kannst du sofort hören was sich tonlich ändert, wenn du den Mund bewegst.Das ist doch viel wichtiger wie schnell alle Töne zu können und trainiert super den Ansatz
     
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  11. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Schade, dass du nicht lesen kannst, oder nicht verstehst (verstehen willst), was ich geschrieben habe...
     
  12. bthebob

    bthebob Strebt nach Höherem

    @indieRunde
    Ich wollte fragen, weil's mir beim "Querlesen" des Fadens grade durch'n Kopf ging:

    Ist denn nicht die handwerkliche Beherrschung des Instruments die wichtigste Voraussetzung,
    um sich überhaupt mit dem persönlichen Sound beschäftigen zu können ?

    Sicher gibt's von Beginn an Schnittmengen.

    Aber wenn beispielsweise die Töne -untenrum- Cis / C / B/ Bb noch nicht sauber kommen,
    auch in verschiedensten Tonfolgen,

    ist doch die Frage des Klangcharakters zweitrangig.

    Ist bei mir jedenfalls so.

    In den ersten Jahren hatte ich das Sax natürlich nicht 100% im Griff,
    hab' aber sehr auf das geachtet, was man den "eigenen Sound" nennt.

    Heute, ein Jahrzehnt später,
    hab' ich das Sax etwas besser im Griff, aber bei weitem noch nicht 100%.

    Der eigene Sound allerdings interessiert mich kaum noch.
    Der ist, wie er ist.

    Baustellen und Zeugs zum Üben gibt's trotzdem zu Hauf.

    Aber ich will gerne einräumen:
    Das könnte daran liegen, weil ich der "Weltbeste Solist" im Proberaum bin.:D

    Würde ich z.B. in einer Swing-Band spielen,
    hätte Sound sofort einen größeren Stellenwert.

    VG
     
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  13. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Für mich zumindest nicht. Ich habe keines, der Instrumente, die ich je gespielt habe auch nur annähernd 100% im Griff gehabt, aber bei manchen beim ersten Reinpusten etwas gehört und gespürt, was mich bewegt und meine ganz persönliche Motivation, warum ich mich überhaupt mit Musik befasse, ein Stück weit befriedigt. Wenn einen der eigene Sound so anspricht, ist das ein guter Grund, weiter zu machen mit dem Instrument. Es hören ja auch viele wieder auf. Und wenn man weitermacht und dazu lernt, ändert sich bestimmt auch der Sound und das, was einem daran gefällt. Das ist Teil der Faszination für mich. Aber hätte mich von Beginn nicht gepackt, was ich für Töne aus dem Sax bekomme, hätte ich wieder aufhören müssen.
     
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  14. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Ich finde die Wahrheit liegt irgendwie in der Mitte.
    Tonbildung, und damit meine ich am Anfang, erst einmal sauber zu spielen und das an Artikulation umzusetzen, was durch Noten oder ev einem Bandleader vorgegeben ist. Indirekt gehört da auch eine solide Beherrschung des Instruments dazu. Muss ich über Griffe nachdenken, kenne meine Vorzeichen nicht etc.. könnte es mit dem eigenen Sound schwierig werden.
    Danach ist für mich Tonbildung dann Stile/Sounds zu kopieren, auch wenn sie mir vllt nicht gefallen. Das übt und festigt Techniken, die zur Bildung verschiedener Sounds nötig sind. Da gehört für mich auch in gewissem Maße Beschäftigung mit setups dazu.
    Erst, wenn ich beides kann, also eine gewisse Erfahrung und Verständnis der Zusammenhänge vorhanden ist, kann ich mir Gedanken machen, was "mein" Sound sein soll. Mein Sound ist ja mein herausstellungsmerkmal, meine Schrift, mein Pinselstrich. Letzteres kann ein fortgeschrittener Anfänger nicht. Er kann es ev versuchen, er kann auch daran arbeiten, aber ohne die Erfahrungen aus den vorhergehenden Schritten halte ich eine erfolgreiche Umsetzung für.... schwierig.
    Meine Meinung, meine Erfahrung.
     
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  15. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Wenn du dich mit dem Sound beschäftigst,beschäftigst du dich auch mit dem Sax. Lieber zwei gut klingende Töne spielen ( müssen doch gar nicht die ganz tiefen sein) als in der gleichen Zeit 20 quäkende
     
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  16. JES

    JES Gehört zum Inventar

    2 gut klingende Töne machen nur noch keinen eigenen, persönlichen Sound...
     
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  17. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    3 Töne aber schon, oder? :) :)
     
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  18. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Eine Richtung weisen können sie schon).
     
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  19. Calymne

    Calymne Ist fast schon zuhause hier

    bleibt spannend...

    Ich hab mein Mauriat ja angespielt (und "spielte" da erst 4 Monate) und habe es deswegen ausgewählt, weil es sich trotz meines - ich nenns mal: völlig unbedarften reinblasen - für mich richtig gut angehört hat.
    3x Morgenstimmung auf drei verschiedenen Modellen, das Yamaha flog gleich raus, das dritte Modell (kA mehr was das war) war auch nicht so ganz passend. Und letztlich wusste ich das schon nach 2 Takten und hätte gar nicht weiter spielen brauchen.
    Vielleicht hätte ich noch eines mit einem noch schöneren Klang gefunden, aber da war preislich erst mal die Grenze, also habe ich auch nichts teureres mehr probiert.

    Insofern: der Grundklang des Instruments passt ja. Ehrlichgesagt weiß ich gar nicht, wie sehr man (ich) den wirklich verändern kann.
    Ich höre halt Stücke verschiedener Stilrichtungen, in denen der Klang natürlich unterschiedlich ist - sicher ist er das schon mal aufgrund unterschiedlicher Instrumente. Nur wär es schon nett, auch verschiedene Stücke mit unterschiedlichem Ausdruck zu spielen, damit nicht alles einheitlich klingt.

    Vielleicht sind meine Erwartungen auch einfach falsch (gewesen) - irgendwer schrieb es und verglich den Ton mit der eigenen Stimme. Joah ich kann lieblich streicht das, ich bin vieles aber nicht sicher nicht lieblich sanft oder kräftig singen, letztlich bleibt es meine Stimme.
     
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  20. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Die weisen in die Richtungen "du musst mehr üben" oder "gib auf".
    Mir sagen 2 gut klingende töne eher, dass es noch mind 24 andere Töne gibt, die schlecht oder gar nicht klingen, und dass ich von meinem eigenen Sound noch meilenweit weg bin.
     
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