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Sound....hier geht's ausschließlich um Sound!

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Dreas, 21.September.2017.

  1. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    - Was macht für euch einen guten "Sound" aus?
    - Wie wichtig ist euch Sound?
    - Wie zufrieden seid ihr mit eurem Sound (unter Berücksichtigung eures Spielniveaus)?
    - Habt ihr Soundvorbilder? Welche? Warum?
    - Welchen Stellenwert nimmt Soundbildung in eurem Übungsprogramm ein?
    - Welche Übungen haben euch geholfen euren Sound zu verbessern?
    - Wie erlebt ihr eure Soundentwicklung?
    - Welche Rolle spielt für EUCH das Equipment beim Sound?

    Ich freu' mich auf eine spannende Diskussion....

    CzG

    Dreas
     
  2. last

    last Ist fast schon zuhause hier

  3. Gerrit

    Gerrit Experte

    Der Klang eines Hornes ist für mich vergleichbar mit dem einer Stimme! Es gibt Stimmen, die einen berühren und solche, die einen eher abstoßen.

    Für mich bleiben daher die Bläser wichtig oder maßgeblich, die ihrem Horn gewissermaßen stimmhafte Klangeigenschaften entlocken.

    Am Anfang beeindruckten mich Johnny Hodges und Ben Webster: einerseits, da sie mit der Klangwelt Ellingtons engsten verbunden sind: Ellingtons Werk steht bei mir am Anfang meiner Begegnung mit dem Jazz. Hodges und Ben Webster kneten den Klang in der Weise der Sänger ihrer Zeit. Diese Haltung beeindruckte mich erheblich und führte mich zum Saxophon.

    Der Musik Ellingtons wiederum wohnt, auf einfachen Nenner gebracht einerseits eine Eleganz bei, andererseits das, was ich, wie berufenere vor mir eine „humane Qualität“ nenne.

    Im Laufe der Jahre treten weitere Stimmen in mein Bewusstsein, die mich ganz erheblich berührten:

    Coleman Hawkins und Lester Young.
    Dexter Gordon.
    Johnny Griffin.
    Sonny Rollins.
    Booker Ervin.
    Lifford Jordan.


    Dann besonders:

    Joe Henderson.
    John Coltrane.
    Wayne Shorter.
    Pharoah Sanders.

    Lee Konitz und Charlie Parker, Cannonball Adderley.

    Charlie Mariano.

    Pepper Adams und Gerry Mulligan.

    Schließlich:

    Michael Brecker.
    Branford Marsalis.
    Dewey und Joshua Redman.
    Wolfgang Engstfeld.
    Joe Lovano.

    Kenny Garrett und Vincent Herring.

    Ich könnte noch einige andere Namen nennen, aber die oben aufgeführten sind mir die wichtigsten.

    Welche klanglichen Eigenschaften sind mir am wichtigsten?

    1. Klangfülle, Umfang, Größe: Volumen (nicht mit Lautstärke zu verwechseln)

    2. Wärme und Farbigkeit.

    3. Beweglichkeit.

    4. Kompexivität wie etwa bei Joe Henderson oder Joe Lovano.

    5. Dynamische Spannweite.

    6. Brillianz wie z.B. bei Michael Brecker

    Wenn ich mich unbedingt entscheiden müsste: dann für einen warmen und runden Ton, mit stimmlichen Eigenschaften, groß und glänzend, also wie etwa bei Dewey und Joshua Redman (die ich beide oft auf der Bühne hörte).

    Aber ich erkenne bei den verschiedenen Bläsern ganz unterschiedliche Eigenschaften, die ich anerkenne, sehr schätze und bewundere, so daß die Entscheidung für Einen mir eigentlich kaum möglich ist.

    Ich muss auch sagen, daß mich der Klang anderer Instrumentslisten oder auch Vocalisten beeinflusst, etwa, um nur einige wenige zu nennen:

    Frank Sinatra, Johnny Hartmann, Jimny Rushing, Sarah Vaughn, Carmen McRae, Betty Carter, Kurt Elling (voc), Clark Terry (tp & flh), Miles Davis (tp & flh), Chet Baker (tp), Frank Rosolino (tb), Freddie Hubbard u. Lee Morgan (tp), Hank Jones, Bill Evans, McCoy Tyner, Bud Powel, Herbie Hankock, Chick Corea, Keith Jarrett und Brad Mehldau (p), Charles Mingus (b) und viele (!) mehr... auch der Klang bestimmter Ensembles
    steckt mir im Ohr...

    Übungen: vor allem erst einmal Hören, Hören Hören!

    Jetzt überlasse ich aber lieber erst mal anderen das Feld...

    Ich höre i.d.R. erst den Klang, dann alles andere, das also beantwortet gewiss wie wichtig mir er ist...
     
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  4. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Richtig...aber ich finde das Thema so komplex und spannend, daß man sich immer wieder damit beschäftigen kann....

    Auch gingen mir weitere Fragen durch den Kopf, die wir noch nicht diskutiert haben...

    CzG

    Dreas
     
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  5. Juju

    Juju Ist fast schon zuhause hier

    1. Was macht für euch einen guten "Sound" aus?
    Für mich ein recht klarer, definierter Sound mit einem stabilen Kern, kein Rumgeeiere, kein Ziehen von Tönen, sehr gerade ohne übertriebenes Vibrato, fett mit einem guten Set Overtones...
    2. Wie wichtig ist euch Sound?
    Extrem wichtig
    3. Wie zufrieden seid ihr mit eurem Sound (unter Berücksichtigung eures Spielniveaus)?
    Wenn ich alle Aspekte meines Spiels bewerten sollte, bin ich mit meinem Sound am zufriedensten.
    4. Habt ihr Soundvorbilder? Welche? Warum?
    Klare Nummer 1 für mich Dexter Gordon (mit Conn und Hollywood Dukoff, nicht so sehr mit Link und MkVI), fokussiert aber gleichzeitig fett und warm und reichlich edge, authoritative, jeder Ton ist ein Statement. Unerreichbar im unteren Register.. Außerdem Eric Alexander, weil kristallklar, fokussiert und unglaublich präzise, Subtone zum Dahinschmelzen. Coltrane Ende der 50er, "divine", soviel Power und Soul!
    Was ich dagegen gar nicht mag, und das scheint so eine Modeerscheinung der letzten Jahre zu sein, dieser unglaublich wattige Muffel-Sound, wo die Leute so klingen, als hätten sie eine Socke im Trichter :D
    5. Welchen Stellenwert nimmt Soundbildung in eurem Übungsprogramm ein?
    Zero
    6. Welche Übungen haben euch geholfen euren Sound zu verbessern?
    War nie eine Baustelle. Zur Eigenkontrolle hilft natürlich sich selbst aufzunehmen. Mir fällt da z.B. auf, dass ich tendenziell recht dunkel klinge, da muss ich aufpassen in bestimmten Livekonstellationen, dass ich da nicht "begraben"werde, weil ich nicht genug Edge habe. Also für entsprechende Verstärkung sorgen, lauter spielen etc (grundsätzlich will ich aber gar nicht mehr Edge haben). Ich denke, es ist auch ganz wichtig, sich seine Vorbilder so viel wie möglich anzuhören und auch zu kopieren, wenn man selbst noch nicht einen gefestigten Sound hat.
    7. Wie erlebt ihr eure Soundentwicklung?
    Ich lass mich überraschen.. Das geht teilweise auch einher mit anderen Dingen, z.B. Artikulation und Phrasierung, und wenn sich da was ändert, ändert sich auch der Sound.
    8. Welche Rolle spielt für EUCH das Equipment beim Sound?
    Extrem wichtig. Wenn der Sound nicht stimmt, ist mir auch das schnellste Equipment egal. Es gibt bestimmt Equipment, womit ich es möglicherweise leichter hätte, aber wenn es dann nicht so klingt, wie es soll, nützt mir das auch nichts. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich, als ich vor einigen Jahren einen größeren Wechsel beim Setup vorgenommen habe, meine Soundvorstellungen besser umsetzen konnte. Der ganz große limitierende Faktor sind für mich die Blätter. Jedesmal, wenn ein neues Blatt drauf muss, zittere ich, ob ich ein gutes finde. Es gibt nichts schöneres als ein gut funktionierendes Blatt und nichts schlimmeres als "Reedhell"!

    LG Juju
     
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  6. Gerrit

    Gerrit Experte

    Schön, Juju, was Du zum „Muffelsound“ schreibst!

    Ich hörte z.B. vor ein paar Jahren mal in Hamburg den Herrn Enders: excellence Band, er virtuos, ja gewiss, aber sein Klang gefiel mir ganz und gar nicht...

    D.h. die komplexesten Arrangements, Rhythmen, Lines, Licks... sind in meinen Ohren wenig wert, wenn die Stimme sie nicht trägt!

    Drei Bläser, die ich sehr (!) schätze vergaß ich übrigens noch:

    Stanley Turrentine
    George Coleman
    Eddie Lochjae Davis
     
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  7. Gerrit

    Gerrit Experte

    Eddie Lockjaw Davis...



    ... solche Leute prägten mein Gehör nachhaltig!
     
  8. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Ein interessantes Thema. Ich finde, dass (worauf @ppue schon einige male hinwies) der Sound neben der Obertonzusamnensetzung auch sehr stark von Artikulation und anderen Faktoren geprägt wird. Beeindruckt hat mich von Anfang an Coleman Hawkins mit seinem herben und maskulinen Sound. Ich mag aber auch sehr den modernen Sound von bspw. Eric Alexander oder Micheal Brecker.
    An meinem eigenen Sound habe ich bisher noch nicht gezielt gearbeitet, da mir andere Baustellen wie Intonation erstmal wichtiger erscheinen, wobei ich schon ein ziemlich genaues Bild von meinem Wunschsound habe. Diesen verständlich zu beschreiben ist mir aber unmöglich. Am ehesten geht es noch durch Vorbilder. Meine größten sind Charlie Rouse und Hank Mobley.
    Equipment spielt für mich eine untergeordnete Rolle, es muss für mich nur gut funktionieren. Die Feinheiten eines Saxophons zu erkunden, dafür fühl ich mich noch nicht gut genug.

     
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  9. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Komisch, zumindest im Jazz habe ich dies bisher nicht so wahrgenommen...

    Ausser du meinst den Smooth-Jazz-Bereich?
     
  10. Gerrit

    Gerrit Experte

    Vergleiche z.B. mal die Entwicklung der Aufnahmen etwa von Don McCaslin: da ist solch eine Zug hin zum sogenannten „Muffel-Sound“, den Juju beschreibt, erkennbar... leider!
     
  11. Gerrit

    Gerrit Experte

    Der Sound dieser Besetzung brannte sich auch in mein Ohr ein: The Jazz Messengers, hier mit Wayne und Lee Morgan...

     
    annette2412 gefällt das.
  12. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Interessanterweise liegen dir hier geposteten Soundbeispiele nun schon annähernd zwei Generationen zurück.
     
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  13. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier

    - Was macht für euch einen guten "Sound" aus?
    Das hat @Juju sehr treffend beschrieben. So empfinde ich es auch.
    - Wie wichtig ist euch Sound?
    Sehr wichtig!
    - Wie zufrieden seid ihr mit eurem Sound (unter Berücksichtigung eures Spielniveaus)?
    Momentan sehr zufrieden. Instrumente, Mundstücke, Blätter passen gerade optimal. Ich hoffe es bleibt so.
    - Habt ihr Soundvorbilder? Welche? Warum?
    Lee Konitz, Dexter, Hawk und viele weitere. Es gibt so viele.
    Warum? Ihr Spiel gefällt mir einfach.
    - Welchen Stellenwert nimmt Soundbildung in eurem Übungsprogramm ein?
    Keinen, weil ich momentan zufrieden bin.
    Man muss sich auch auf die musikalischen Partner einstellen können.
    Im Klassik-Duett mit einer Flötistin muss ich ja anders spielen und klingen als in einer Rockband.
    - Welche Übungen haben euch geholfen euren Sound zu verbessern?
    Immer wieder üben/spielen, besonders zusammen mit anderen, meist eher Nicht-Saxophonisten, die einem dann schon unverblümt sagen wie gut oder schlecht es klingt.
    - Wie erlebt ihr eure Soundentwicklung?
    Ist ganz o.k. Zur Zeit macht es richtig Spaß!
    - Welche Rolle spielt für EUCH das Equipment beim Sound?
    Bestehe immer auf meine eigenen Mikros, es ei denn es steht ein besseres zur Verfügung.
    Ich sage dem Mischer was ich wie will, besonders wenn ich einziger Bläser bin.
    Das passt meistens ganz gut.

    Lg
    Mike
     
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  14. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    Das sind soundbeispiele, die in nicht nachzuvollziehenden weise prozessiert wurden. Live ohne verstärkung wäre aussagekräftig. Oder mit nachvollziehbarer bearbeitung.
     
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  15. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    - Wie wichtig ist euch Sound?
    Sehr!
    Ich mag gerne den klaren und dennoch warmen Sound. Subtones à la Joshua Redman gefallen mir sehr,
    Webster Subtones sind mir auf Dauer zu viel.

    - Wie zufrieden seid ihr mit eurem Sound (unter Berücksichtigung eures Spielniveaus)?
    Im Moment hab' ich nichts an mir auszusetzen ;)

    - Habt ihr Soundvorbilder? Welche?

    John Coltrane natürlich.... und

    Jimmy Heath


    Joshua Redman


    Tobias Meinhart



    Warum? siehe 1.

    - Welchen Stellenwert nimmt Soundbildung in eurem Übungsprogramm ein?
    Longtones, Überblasübungen, richtig laut Spielen, Mundstückübungen

    - Welche Übungen haben euch geholfen euren Sound zu verbessern?
    Musik hören, hören und nochmals hören und eine klare Vorstellung im Kopf, wie man klingen möchte.

    - Wie erlebt ihr eure Soundentwicklung?
    bin zufrieden - es geht mit kleinen Schritten voran.

    - Welche Rolle spielt für EUCH das Equipment beim Sound?
    Ich glaub, beim Equipment bin ich angekommen.

    Liebe Grüße
    Annette
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.September.2017
    Dreas gefällt das.
  16. Nilu

    Nilu Ist fast schon zuhause hier

    Sound finde ich sehr wichtig, ist sozusagen, eine, meine Visitenkarte.
    Auch mit wenigen, aber schönen Tönen kann sich und andere begeistern oder zumindest ansprechen.

    Ich verwende seit Beginn des Saxophonspielens viel Zeit für Soundübungen wie, Longtones, Obertöne, Vibrato und das Spielen in halligen Räumen (unter der A5) .
    Sound ist neben Rhythmik und Melodie, eine bedeutende Möglichkeit seiner Musik Ausdruck und Emotionen zu verleihen..

    Meine Soundvorbilder haben häufiger gewechselt. So fand ich früher Sandborn gut, heute nervt mich sein röhrender Sound.
    Michael Brecker hat viel zu bieten, bewundernswert ist sein druckvoller Sound.
     
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  17. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Soundvorstellung?:
    Bari muss nicht zwingend "knarzen" :)

    Baustelle (im Bereich Sound :) ): Ich konnte mal subtones. Ist irgendwie weg :-(

    Cheerio
    tmb

    Nachtrag:
    Wie wichtig ist Sound?
    Primäres Attribut für die Entscheidung, ob mir das Spiel gefällt!

    Es gibt SAXoföner/innen (auch hier im Forum), die wieselflink sind, auch tolle Impros kreieren, wo der "produzierte" Sound jedoch nicht "meine Welt" ist.

    Anders gibt es viele Beispiele (Auch hier im Forum) von Spielern/Spielerinnen, die technisch noch nicht so versiert sind, aber schon einen (für meine Ohren) schönen "großen" Sound zu Stande bringen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.September.2017
    Dreas gefällt das.
  18. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Ich muss gestehen, dass ich mit so einer Sound Diskussion nicht wirklich was anfangen kann, vielleicht weil ich das Konzept nicht wirklich greifen und von anderen Aspekten des Spiels genug differenzieren kann. Mängel in der Intonation, der Artikulation, unsaubere Spiel- oder Griffweise - das alles wirkt sich sehr hörbar auf die Vermittlung der Musik aus. Um "Sound" bezüglich meiner persönlichen Vorlieben werten zu können, muss ich also von einem in allen anderen Aspekten perfekten Spiel ausgehen, was meine eigene Sound Bewertung schon mal ausschließt. Des weiteren ist ein "guter Sound" für eine Jazz Ballade ja nicht zwangsläufig auch ein "guter Sound" für eine Rock Nummer oder einen Evergreen. Das hat natürlich auch mit Hörgewohnheit zu tun.

    Also wie soll man da überhaupt eine Wertung im Sinne von "besser" oder "schlechter" machen?
    • Was macht für euch einen guten "Sound" aus?
      Das Spiel klingt kontrolliert und der Klang dem Stück angemessen. Er ist konsistent über den gesamten Tonbereich. Man hört an keiner Stelle, dass der Spieler mit dem Instrument oder Stück überfordert ist. Das Spiel klingt lebendig und organisch, weder künstlich steril noch unkontrolliert.
    • Wie wichtig ist euch Sound?
      "Der Sound" als diskriminierbare Entität, die man losgelöst von anderen Aspekten des Spiels optimieren könnte, ist mir in meiner Phase ziemlich egal. Nach wie vor versuche ich vorrangig die technische Beherrschung des Instruments und der Stücke. Der Sound ergibt sich nebenher, weil mir das von mal zu mal besser gelingt und ich mich dann auf einen brauchbaren musikalischen Ausdruck konzentrieren kann. Wenn es nach Saxophon klingt, ist es mir genug.

      Was ich aber vom Thema "Sound" überhaupt nicht mehr leiden mag, sind synthetische Instrumenten Dummies, vom Computer "gefühlvoll" aus der digitalen Konserve erzeugt. Da die Samples ohnehin von Profis eingespielt wurden, das dennoch sch... klingt, ist es wohl in erster Linie die lebendige Spielweise, die den Unterschied ausmacht.

    • Wie zufrieden seid ihr mit eurem Sound (unter Berücksichtigung eures Spielniveaus)?
      Eigentlich bin ich mit mir nicht unzufrieden. Besser geht immer, aber ich habe gesehen, dass das im Verlauf der Jahre sich auch so ergibt. Ich bin also zuversichtlich, dass mein Sound dem allgemeinen Können folgen wird.

    • Habt ihr Soundvorbilder? Welche? Warum?
      Nein. Ich mag manche Stücke lieber als andere und ich mag es lieber, wenn das ein Profi spielt, aber dann ist es mir ziemlich egal ob der/die jetzt ein spezielles Sound Ideal verfolgt, Klarinette, Trompete oder auch Gitarre spielt. Da bin ich nicht so fixiert.

    • Welchen Stellenwert nimmt Soundbildung in eurem Übungsprogramm ein?
      keinen. Sound ist bei mir, was nebenher passiert. Ich sehe zu dass die Töne nicht rauschen oder quietschen, dass die Intonation da ist wo sie hin gehört, Rhythmus und Artikulation stimmt, ein voller und kontrollierbarer Ton entsteht. Das hängt ja auch alles zusammen. Wenn man das Blatt verkrampft hält, ist der Ton dünn, die Tonsprünge schwer, die Intonation wechselnd und die Ansprache schwer. Ist das jetzt "Soundbildung" im Sinn einer Entwicklung in Richtung eines bestimmten Vorbildes?

    • Welche Übungen haben euch geholfen euren Sound zu verbessern?
      Ich habe davon profitiert, gelegentlich mit einem offeneren Mundstück und weicheren Blättern zu üben um lockerer zu werden und mehr aus dem Rachen heraus zu spielen, auch wenn ich noch nicht mag wie das mit dem Setup klingt. Da fehlt mir noch die Kontrolle, den Ton über die verschiedenen Lautstärkestufen konsistent zu halten. Ich konnte aber schon etwas auf mein klassisches Setup übertragen.

    • Wie erlebt ihr eure Soundentwicklung?
      Am Anfang war es naturgemäß furchtbar. Mittlerweile erkenne ich eine Verbesserung in der man mir nicht mehr bei jedem Ton zwingend anhört, dass ich ein Laie bin.

    • Welche Rolle spielt für EUCH das Equipment beim Sound?
      Nur insofern, dass es mir das Spielen allgemein erleichtern muss. Wenn ich entspannter spielen kann, klingt es auch besser. Ich bin noch nicht so weit, dass ich zugunsten von "besserem Sound" spieltechnische Hindernisse in Kauf nehme. Ich hätte keine übrigen Gehirn Kapazitäten mich neben den Widrigkeiten des Equipments noch der Sond Entwicklung zu widmen.
     
  19. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Exkurs
    Anekdote:
    Bei der ersten Probe in einer neuen Band attestierte mir den Sänger, mein Altsax(!) hätte einen schönen Sound.
    Ich hab' mich zurückgehalten und nicht erwidert, dass sein Mic auch einen tollen sound habe. :)

    Habt Spaß!
     
    Longtone, Dreas und claptrane gefällt das.
  20. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    • Was macht für euch einen guten "Sound" aus?
      „Manchmal meine ich fast selbst, daß ich kein Horn blase, ich bilde mir ein, ich singe!“ (George Adams)
    • Wie wichtig ist euch Sound?
      Sehr wichtig!
    • Wie zufrieden seid ihr mit eurem Sound?
      Wenn mein Horn singt, bin ich zufrieden.
    • Habt ihr Soundvorbilder? Welche? Warum?
      Da gab es viele. Der wichtigste war/ist Pharoah Sanders, weil er singt. (s.o.)
    • Welchen Stellenwert nimmt Soundbildung in eurem Übungsprogramm ein?
      Wichtiger als alles andere!

    • Welche Übungen haben euch geholfen euren Sound zu verbessern?
      Auf die eigene Stimme hören…..
      Am Anfang einer Übesession spiele ich z.B. Tonleitern oder Skalen. Dabei achte ich darauf, dass ich jeden Ton mit der gleichen Artikulation, Lautstärke und Qualität spiele.
    • Wie erlebt ihr eure Soundentwicklung?
      Den EIGENEN Weg zu finden kann beschwerlich sein.
    • Welche Rolle spielt für EUCH das Equipment beim Sound?
      Habe mit den Jahren festgestellt, daß es nur noch Nuancen sind die sich mit neuem Equipment verbessert lassen. Meinen Sound habe ich gefunden. Der läßt sich nur noch durch üben verbessern.
     
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