Wieder einmal ein Versuch

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von kindofblue, 4.Februar.2026.

  1. kindofblue

    kindofblue Strebt nach Höherem

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  2. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ich kenne das Orginal nicht,aber deine klingt gut. Vielleicht ganz leicht Timingprobleme machmal,trotzdem gut
     
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  3. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Der Versuch ist gelungen. Es ist spannend deinen Fortschritten beizuwohnen. :)
    Wie lange hast du denn an der Etüde geübt?
     
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  4. kindofblue

    kindofblue Strebt nach Höherem

    Gut 4 Wochen, meist täglich etwas daran gearbeitet. (ist schon peinlich, dass ich so lange dafür brauchte.)
    Am Meisten habe ich mich mit dem Phrasieren beschäftigt.
     
  5. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

     
  6. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Find ich nicht peinlich. Das Stück ist ja schon ein ziemliches Brett.
     
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  7. Juju

    Juju Strebt nach Höherem

    Sehr schön! Hast Du mal versucht, das Ganze ohne Artikulation/ mit weniger Artikulation zu spielen? Dass es manchmal stolpert liegt meines Erachtens daran, dass Dein Zungenstoß relativ hart ist. Wenn er sanfter wäre, würde das Ganze noch gleichmäßiger werden. Das Problem ist oft, wenn man eine bestimmte Phrasierung in einem langsamen Tempo übt, ist diese zwar gut für das langsamere Tempo, aber nicht immer bei flotteren Tempi geeignet.

    LG Juju
     
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  8. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Ich höre 2 Sachen im Vergleich mit Greg (@kindofblue Du hast das sicher schon von ihm gehört).
    Punkt eins ist die viel größere dynamische Bandbreite mit der er im Vergleich zu Dir spielt (er hat Dir sicher schon die Trinkflasche zur Kamera und wieder weg bewegt).
    Zweitens wirkt es monoton, wenn Du nur mit "Mainstream Jazz Articulation" spielst, also immer von der Und wegbindest.
    Greg spielt oft Half-Tonguing und durchbricht die MJA auch sonst manchmal.

    Dass Du das gut geübt hast erwähne ich jetzt nur am Rand, das weißt Du eh selbst, sonst hättest Du es nicht veröffentlicht :)
     
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  9. Tobias Haecker

    Tobias Haecker Ist fast schon zuhause hier

    Ich finde das ziemlich gut und würde an der Etüde eigentlich nicht direkt etwas bemängeln.
    Klar kann man immer besser klingen, aber bei einer Etüde bei der man sich so konzentrieren muss, kann man da den Anspruch auch etwas zurück nehmen.
    Zumal die Aufnahmequaltiät da auch was schluckt, auch bei der Binnendynamik. Und ich finde nicht, dass Greg da bei dieser Etüde selbst so eine Bandbreite hat.
    Ich teile da auch die Meinung meiner Kollegen nicht ganz. Ich finde eigentlich gerade lobenswert, dass dein Phrasing hier so klar ist. (gerade darum geht's ja bei diesen Etüden)
    Und dass manche 16tel und Verzierung technisch nicht ganz sauber sind, finde ich auch nicht dramatisch.

    Das einzige wirkliche Feedback, das ich hier zu hätte ist, dass du etwas zu hart am Beat bist, bzw etwas nach vorne gehst. Ich fänd's bedeutend cooler, wenn du etwas mehr Laid Back Feeling hättest und die 8tel trotz des Tempos etwas mehr swingen würden. Man hört bei Greg, dass das deutlich entspannter klingt.
    Ein paar Tipps, wie du da dran kommen könntest. Stell dir vor, du wärst Kaugummi und würdest die Band (das playalong) versuchen zu bremsen. (aber natürlich immer noch in Time zu bleiben)
    Auch kann helfen, sich dabei zurück zu lehnen (an den Stuhl, an die Wand).
    Und du könntest die Etüde nochmal wieder langsam (und ohne Playalong) angehen und die 8tel extrem oder gar punktiert zu swingen. (hilft auch für die technische Sauberkeit)
     
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  10. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Den Eindruck kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen :) Da ist enorme Dynamik, und gerade dieses "3D-Spiel", wie es Ray Smith, einer meiner ehemaligen Tutoren mal ausgedrückt hat, ist das eigentlich Schwere und das, was die Spreu vom Weizen trennt.
    Wenn Du immer das gleiche machst (Greg dämpft da oft ab oder bindet anders, ich würde das auch so versuchen) klingt es irgendwann monoton.
    In schnellem Tempo laid back?
     
    Zuletzt bearbeitet: 9.Februar.2026
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  11. JES

    JES Gehört zum Inventar

    @kindofblue
    Ich finde das Ergebnis toll. Glückwunsch.
    Wenn ich etwas kritisieren wollte, auch ganz hohem Niveau und mit Worten eines Amateurs, wäre es, dass es immer noch sehr verkrampft klingt.
    Jetzt ist das ganze eine Etüde, also eine Übung, und kein Musikstück mit einem gewissen Kunstgedanken dahinter. Für eine Etüde würde ich es so lassen. Vielleicht etwas rumexperimentieren, wie es klingt, wenn ich von der Vorgabe von Greg Fishman abweiche. Gefällt es dir dann besser, oder nur stellenweise, oder gar nicht.
    Ein paar Punkte wurden ja genannt, mit denen du experimentieren könntest. Aber etwas zu verändern, nur weil du es etwas anders spielst als Greg, es also anders klingt als das original, das sehe ich nicht.
     
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  12. Tobias Haecker

    Tobias Haecker Ist fast schon zuhause hier

    Ich weiß nicht, ob wir da denselben Track gehört haben. Für mich spielt Greg hier extrem straight und im Phrasing auch sehr konstant. Was für eine Demo für Schüler auch Sinnvoll ist, die möglichst klar, nachvollziehbar und daher vielleicht auch etwas langweilig zu gestalten.

    Ich find's immer wieder furchtbar, wenn die Demos artistisch mit Ghostnotes, Bends und Co voll sind und der Schüler sich fragt, "was macht er da?"

    Und ich spreche von "etwas Laidback Feeling" weil kind of blue wegen des technischen Anspruchs hart ist und nach vorne neigt. Alleine mit der Vorstellung von Laid Back entschleunigt man sich und es klingt entspannter. Mir sind auch die 8tel etwas zu gerade bei Kind of Blue.
    Aber man muss es etwas übertrieben üben, damit es so relaxed wird und den typischen Flow entwickelt. So wie bei Greg.

    Natürlich ist das nicht das gleiche wie bei einem Blues in 90bpm. Aber ich denke, dad hat kindofblue auch gecheckt
     
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  13. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Erstmal ein großes Lob an @kindofblue, das ist schon eine beachtliche Leistung, Hut ab!

    Der für mich wesentliche Unterschied zu Gregs Aufnahme ist die noch fehlende Souveränität.

    Greg laviert bei seinem Spiel bei vielleicht 80% seines Könnens, oder auch noch weniger, Du kratzt an 100 %.

    Infolge dessen fehlt ein bisschen die Leichtigkeit, die Freiheit, gewisse Phrasen mal so, und mal anders zu nuancieren.

    Das ist aber kein Makel, das wird sich im Laufe der Zeit entwickeln, wenn Du weiterhin so Fortschritte machst, wie in Deinen bisherigen Aufnahmen sichtbar.

    Gruß,
    Otfried
     
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  14. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Die leichten Etüden sind die Jazz Phrasing Bücher.
    Die Etüde hier ist aus einem Jazz Etudes Buch.
    Und wenn Du nicht hören willst, dass Greg öfters Ghost Notes spielt bzw. von der Mainstream Jazz Articualtion (Greg's Terminus) weggeht, müssen wir auch nicht weiter diskutieren - es ist ok für mich.
    Meine Intention war auch nicht, @kindofblue 's Leistung zu schmälern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9.Februar.2026
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  15. Nilu

    Nilu Ist fast schon zuhause hier

    Wo höre ich einen Unterschied zwischen dir und Greg. Dafür habe ich das Tempo auf 60 % gedrosselt.
    Z.B. Vielfach:
    Greg swingt die Achtel deutlicher.
    Die Swingachtel ist weich und leiser angestoßen und führt im Legato zu dem Downbeat-Viertel, daß deutlich akzentuierter und länger gespielt ist.
    Der Schwerpunkt der Melodie liegt also in den Downbeatvierteln. Diese Viertel fügen sich rhythmisch perfekt in die Walkingbass-Linie ein.
    Beide Instrumente verschmelzen miteinander und bilden einen stabilen Viertel-Puls.
    Die Saxmelodie wird damit entschleunigt, sozusagen auf das Wesenliche (harmonisch und rhythmisch) reduziert und gewinnt damit an Klarheit, Struktur und Nachvollziehbarkeit.

    Die Swingachtel sind eigentlich nur ein Pickups, die zum Hüpfen und Vorwärtstreiben dienen.

    So meine persönlichen Gedanken zu dem Post. Sie müssen nicht Wahr sein.

    Kompliment für dein tolles Spielen, in diesem hohen Tempo vorallem!
     
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  16. Juju

    Juju Strebt nach Höherem

    Nur nützt das gar nichts für ein Tempo oberhalb 225bpm, weil sich da die Time eh Richtung gerade Achtel verschiebt. Das Problem ist bei ihm ja, dass die Time bei dem Tempo etwas "messy" ist, teilweise vor dem Beat, teilweise hinterher, aber nicht durchgehend "locked in". Vielleicht macht es mehr Sinn, zu schauen, ab welchem Tempo es anfängt zu haken, also mal in 10 Bpm Stufen hochfahren von 150bpm oder so und wirklich schauen, ob die on-beats noch auf den Punkt kommen. Eher häufig ist das zugrundeliegende Problem die Artikulation, insbesondere heavy tonguing.

    LG Juju
     
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  17. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe mein Spiel was das Tempo betrifft in letzter Zeit verbessert.
    Bezüglich Tonguing hab ich vorher ehr viel probiert, wirklich schneller ist es nicht geworden, ab vielleicht Viertel 240 oder 250 wurde es ungenau und mühsam.
    Mir hat einfach die Denke geholfen (Ray Smith und auch Greg haben Videos dazu) wo die Achtel hingehen.
    Ich hab die Übungen dazu eh schon mehrfach erwähnt

    Wenn also z.B. im Takt 8 Achtel sind höre und fühle ich vor, wo die 2., 3., und 4. Achtel einer Vierergruppe hingehen.
    Dazu übe ich auch mal so, dass ich die 1 und die 3 dann als puntierte Viertel spiele, sodass ein 3/4 Takt rauskommt.
    Ich schau später mal nach, wie das Video bei Greg heißt.

    Ray nennt das "Phrase Drive"



    Ah ja, und in 2 wirst Du es eh denken schätze ich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.Februar.2026
    kindofblue gefällt das.
  18. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Ob diese ganze Diskussion @kindofblue hilft, seinen Weg zu finden... Ich habe meine Zweifel.
     
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  19. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Hab's gefunden.
    Es ist im Material für die Etüde State Street (Rhythm Changes Tempo 264) drin.
    Da bespricht er das.


    Bildschirmfoto 2026-02-10 um 10.28.54.png
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.Februar.2026
    Frau Buescher und kindofblue gefällt das.
  20. JES

    JES Gehört zum Inventar

    @kindofblue

    Ich hätte mal zwei Fragen an dich:
    dieses Stück, wie spielst du das? Hängst du mit den Augen an den Noten, oder laufen die so als "Gedächtnisstütze" mit, oder spielst du frei?
    Woher bekommst du das Tempo /den Takt? Klopfst du selbst (mit dem Fuß) oder nutzt du eine externe Vorgabe (metronom, playalong o.ä.)?
     
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