Asthma und Sax spielen

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von ToMu, 24.Februar.2018.

  1. ToMu

    ToMu Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Gemeinde,


    Asthma und Sax spielen:

    gibt es zu diesem Thema schon Berichte, Erfahrungen oder Beiträge - medizinische Beiträge?

    Danke
     
  2. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

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  3. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe eine Schlafapnohe da hat das Saxopohn gute Wirkung. Da Astma ja vor allem Propleme beim Ausatmen macht undmann dann die Atembremse einsetzen soll denke ich dass das Saxopohn auch da eine positieve Wirkung hat.
     
  4. ToMu

    ToMu Ist fast schon zuhause hier

    quax = dickes dankeschön!
     
  5. Iwivera*

    Iwivera* Ist fast schon zuhause hier

    Ich kann da nur aus eigener Erfahrung sprechen. Seit ich Sax spiele, habe ich mit bronchialem Asthma schon ewig nichts mehr zu tun gehabt. Früher hatte ich das im Winter relativ häufig. Das Problem beim Asthma ist nicht, dass man nicht einatmen kann. Vielmehr atmet man nicht wirklich alle Luft aus und bekommt dann natürlich auch nicht wieder genug Luft hinein mit dem Einatmen. Mal so ganz unwissenschaftlich erklärt. Das komplette Ausatmen trainiert man natürlich mit dem Spielen eines Blasinstruments, vor allem bei langen Passagen oder Longtones.
     
  6. Lagoona

    Lagoona Kann einfach nicht wegbleiben

    Pneumologische Aspekte des Musizierens auf einem Blasinstrument - physiologische, pathophysiologische und therapeutische Gesichtspunkte
    Pneumological Aspects of Wind Instrument Performance - Physiological, Pathophysiological and Therapeutic ConsiderationsM. Kreuter1 , C. Kreuter2 , F. Herth1
    Zusammenfassung
    Aus pneumologischer Sicht ist das Musizieren auf einem Blasinstrument unter atemphysiologischen wie auch medizinischen Aspekten beachtenswert. Es erfordert eine ausreichende Lungenfunktion, kombiniert mit einer präzisen Kontrolle des Luftflusses sowie der Erzeugung ausreichender Luftdrücke. Abhängig von dem jeweiligen Blasinstrument können dabei verschiedene Druckverhältnisse und Luftflüsse gefunden werden. Die Ursache der Entstehung von Erkrankungen des Respirationstrakts beim Bläser wird durch die erhöhten Druckverhältnisse im Sinne eines Barotraumas vermutet. So werden bei Bläsern durch das Musizieren verursachte Hämoptysen, Larnygozelen, eine velopharyngeale Insuffizienz sowie gelegentlich eine Pneumoparotitis gefunden. Auch wurde Blasinstrumentenspielen als ein möglicher Risikofaktor für ein Bronchialkarzinom vermutet. Ob das Musizieren auf einem Blasinstrument als Ursache oder Risikofaktor für ein Lungenemphysem zu werten ist oder die Lungenfunktion beeinflusst, ist nicht eindeutig geklärt, unter atemphysiologischen Erwägungen jedoch eher unwahrscheinlich. Beachtenswert insbesondere bei professionellen Musikern sind aus pneumologischer Sicht auch typische Nebenwirkungen einer anti-obstruktiven Medikation sowie respiratorische Infekte, die zu einer relevanten Beeinträchtigung des Musizierens führen können. Andererseits sind aber auch therapeutische Effekte des Blasinstrumentespiels bedeutsam. So ist eine signifikante Verbesserung der Lungenfunktion sowie der physischen als auch der emotionalen Leistungsfähigkeit bei Kindern mit Asthma bronchiale bekannt. Nicht zuletzt erscheint auch der Einsatz eines Didgeridoos in der Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe viel versprechend.

    "Also nix Genaues wäß ma net", wie der Pfälzer so sagt.

    LG
    Gunnar
     
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  7. Iwivera*

    Iwivera* Ist fast schon zuhause hier

    :eek: Ach was solls.
     
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  8. tobisax

    tobisax Ist fast schon zuhause hier

    Hallo ToMu,

    es gibt viele Saxophonisten mit Asthma (mich inkl.). Für mich ist es eine gute "Therapie" allerdings werde ich da nie ganz frei sein.

    Falls englisch o.k. ist gibt es hier noch einen Kurzbericht über Chris Godber einen Profisaxophonisten der ebenfalls diese Beschwerde hat:



    Viele Grüße
    Tobias
     
  9. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Nun Sport ist im Prinzip gesund. Für Leistungssport gilt das nicht unbedingt.
    Pfälzer ausgenommen. ;-)
    LG quax
     
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  10. ToMu

    ToMu Ist fast schon zuhause hier

    ich schmeiß euch "antworter" jetzt einfach mal in einen topf, die pfälzer auch:cool: und sage dickes dankeschön.

    letztendlich geht es um ein mädchen mit ca 12 jahren die daran leidet und der ich aufbauhilfe geben will.
    ihr seid also quasi aktiv real dabei - danke
     
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  11. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    Der Sohn meiner Freundin - damals 10 Jahre alt - hatte ewig und andauernd was an den Bronchien etc.
    Der Arzt hatte unter anderem geraten, ein Blasinstrument zu lernen.

    Viel Erfolg @ToMu

    Liebe Grüße
    Annette
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.Februar.2018
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  12. Lagoona

    Lagoona Kann einfach nicht wegbleiben

    @ToMu. Ja, das passt doch. In der Studie wurde hervorgehoben, wie positiv sich das spielen von Blasinstrumenten auf Kinder mit Asthma
    auswirkt. Viel Erfolg
     
  13. Saxax

    Saxax Ist fast schon zuhause hier


    Ja, Erfahrung ...... und zwar gute :)



    keep swingin´


    Saxax
     
  14. RomBl

    RomBl Ist fast schon zuhause hier

    Auch gute Erfahrungen gemacht.
    Vom Rauchen, das ich glücklicherweise vor gut 10 Jahren drangegeben habe, ist bronchientechnisch „ein bisschen was zurückgeblieben“. Asthma und Schlafapnoe (Dank meines Schnarrkästchens glücklicherweise Geschichte) kommen hinzu bzw. sind dadurch verursacht - so zumindest die Worte meiner Pneumotante.

    Ich habe nun keinen Vergleich dazu, wie sich das Horn ohne Atemwegsprobleme spielen lassen würde, aber ich meine, dass das schon positiv zum Asthma beiträgt.
     
  15. OldButGold

    OldButGold Kann einfach nicht wegbleiben

    Interessant! Weißt du, wie die Geschichte weiterging - hat sich durch das Blasinstrument-Spielen (sofern dem Rat des Arztes überhaupt gefolgt wurde) eine Besserung ergeben?
     
  16. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    Er hat leider nicht angefangen zu spielen....

    Liebe Grüße
    Annette
     
  17. Ranky

    Ranky Ist fast schon zuhause hier

    Ich hatte von klein auf starkes Asthma. "Geerbt" von meinem Vater, der nach einem schweren Asthmaanfall im Alter von 41 Jahren gestorben ist. Mit ca. 10 Jahren habe ich auf Anraten des Arztes ein Blasinstrument (Flügelhorn) angefangen. Das war leider ohne positive Wirkung und ich musste wieder aufhören. Zum Glück hat das Asthma bis heute (in meinem 62. Altersjahr) nachgelassen und das Saxophon spielen geht recht gut. In den Selbsthilfegruppen damals habe ich erfahren, dass die Unterschiede sehr gross sind, was hilft und was nicht. Es geht wohl nur über das Ausprobieren für jeden einzelnen..

    Viele Grüsse
    René
     
  18. hoschi

    hoschi Ist fast schon zuhause hier

    aus eigener erfahrung weniger beschwerden...und weniger spray´s...
     
  19. 6y Sax

    6y Sax Nicht zu schüchtern zum Reden

    Hi und hallo,

    ich habe vor 10 Jahren Allergien bekommen. Braucht kein Mensch, aber auf einmal waren sie da. Das wurde von Jahr zu Jahr schlimmer und nach 5 Jahren hatte ich allergisches Asthma. Das wurde auch von Jahr zu Jahr immer schlimmer, mit Spray und allem Zipp & Zapp. Erst war es nur im Frühjahr, irgendwann bis in den Spätherbst.

    Vor nicht ganz 2 Jahren habe ich das Saxophon spielen begonnen und beim Vorgespräch mit meinem Sax-Lehrer gleich gefragt, ob das mit allergischem Asthma überhaupt klappen kann.

    Er sagte, allen seinen Schülern mit Asthma geht es mit Saxophon spielen besser, viele brauchen gar keine Medikamente mehr. Und ich kann diese Erfahrung bestätigen.

    Ich habe kein allergisches Asthma mehr, mein Lungenfunktionstest kürzlich war hervorragend. Und dabei hat vor wenigen Jahren meine Ärztin gesagt, ich könne mich darauf einstellen, dass mein allergisches Asthma chronisch wird.

    Jipppiieee, mein Hobby hat mich sogar "geheilt" :thumbsup:

    Alles Gute für Dich und sonnige Grüße :kiss:
     
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  20. Weltenbummler

    Weltenbummler Ist fast schon zuhause hier

    Hi Windbeschleuniger!

    Mit gemäßigtem Sport (also jenem, der mich nicht in Atemnot bringt und auch nicht im Herbst/Winter weechen der kalten Luft), Schwimmen und Radfahren, und entsprechendem Saxophonüben ist das Atemvolumen besser geworden. Habe beobachtet, dass Stress, Ärger oder ständiges kollegiales Konkurrenzdenken und daraus folgendes "Benehmen" mein Atmen erschwert... das nimmt einem manchmal die Luft, wie so Arschloch-Chefs mit anderen umgehen.

    Ichwill mehr an die frische Luft zu gehen und den großen Manitou n guten Mann sein zu lassen... diese Erdenbewohner sind ja ein unerschöpflicher Quell für Qunatsch und Querelen. Super ist die Kombi gemäßigtes Radfahren, sich schön hinzusetzen und mal ein paar Minuten nur Atmen, wenn's geht ohne Denken. Wer das schafft und mir beibringt, kriegt beim Ableben alle meine Saxes. Aber für's Leben bis dadehin ist gutes Atmen echt hilfreich. Bin auch dadurch von den Sprays weggekommen.

    Schönes WE vom
    Henry
    ---------------
     
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