Ausnahmsweise extrem wenig Übezeit

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Paul2002, 22.November.2022.

  1. Paul2002

    Paul2002 Ist fast schon zuhause hier

    Hier habe ich eine sehr spannende Frage für euch:

    Ihr habt für nur einen Tag ausnahmsweise sehr wenig Übezeit, z.B. 20 Minuten.

    Übt ihr eher:

    Absolute Basics (Longtones, Obertöne)

    Oder übt ihr stattdessen einen einzigen, ganz neuen Lick?

    Ich könnte mir vorstellen, das letzteres sinnvoller ist, weil dieser eine Lick dann sehr viel Aufmerksamkeit im Schlaf bekommt, da man nichts anderes geübt hat.

    Gleichzeitig sollten Soundübungen ja täglich stattfinden und zeigen sich erst über längere Zeit.

    Haben die Lehrer unter euch hier Ideen?
     
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  2. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Wenn es die Ausnahme ist würde ich es ganz lassen und mich auf's ausgedehnte Üben am Tag darauf freuen.
    Anders wäre es natürlich hätte ich jeden Tag nur 20 Minuten.
     
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  3. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Dann nehme ich mir eine der vielen Problemstellen in einem meiner nächsten Stücke ganz alleine vor. Das ist dann wohl am ehesten:
    • Oder übt ihr stattdessen einen einzigen Lick?
    auch wenn das oft wenig melodiöse Begleitungen sind, die einfach nur für mich blöd (ungewohnt) zu greifen, schnell und im finalen Stück meist auch ganz unhörbar. :shifty:

    Seit ich mit den Fiberreeds übe, fällt zumindest die Aufwärmphase des Blatts weg. :)
     
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  4. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    @Paul2002 Spannende Frage....;)

    Da sprichst du ja wieder latentes lernen an... Mir gefällt da dein Ansatz, dann einfach einen neuen Lick zu beginnen...
    Macht da zumindest für mich als Hobbymusiker, und mit reichlich Erfahrung im Bereich "latentes lernen" im professionellen
    "Hundetraining" für mich mit am meisten Sinn...

    Es sei denn ich hab noch irgendwo anders ne Problematik, die noch was Feinschliff benötigt..., dann würde ich wahrscheinlich
    die Übung vorziehen, wenn ich mir sicher bin das in dem Zeitfenster gut abzuschließen...

    Ferner würd ick darauf achten, das ich die Übung mit nem positiven Ergebnis abschließen kann, wenn möglich..., und die Übung
    auf dem Höhepunkt der Motivation beenden..., und dann ins latente lernen...;)

    Man kann sich wie von @Ton Scott empfohlen, allerdings auch mal ne Auszeit gönnen...!

    Wenn man allerdings eh trotz der knappen Zeit angefixt iss, unbedingt das Sax spielen zu wollen, dann würde ich es so gestalten,
    was du schon da als Idee hast...

    Mal gespannt, was da noch an Tipps von den Profis kommt...
     
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  5. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Ich bin ja kein Profi - nur "Gerne-Spieler" ...

    Wenn ich super wenig Zeit habe, gibt es bei mir eigentlich zwei Situationen:

    - ich weiß, dass ich in der nächsten Zeit eine bestimmte Sache "abliefern" muss/möchte - dann kümmere ich mich darum
    - wenn es kein bestimmtes kurzfristiges Ziel gibt: Arpeggios in unterschiedlichen Variationen (dur/moll; b5; beginnend auf dem Grundton, auf der Terz auf der Quinte etc.) und/oder einen oder max. 2 Licks (nicht unbedingt ein neuer, weil ich den in der kurzen Zeit möglicherweise nicht hinbekomme).

    Longtones zum warm werden gehören immer am Anfang dazu, egal wie viel Zeit ich habe.

    So long
    Stevie
     
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  6. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Ich mache dann das, was ich immer mache, nur ein bischen kürzer und ohne dann in "Projekte" einzusteigen - also mit trockenem Blatt Longtones, dann Arpeggios und/oder Patterns u/o Skalen - aber dann stark anwendungsbezogen, um das Gefühl zu haben, es habe sich gelohnt.

    Wenn dann die Zeit um ist, war es sinnvoll und ist genug. Mein derzeitiges Hobby, Transkriptionen nachzuspielen und zu analysieren, ist viel zu aufwendig, um es in wenigen Minuten unterzubringen. Irgendwas abzubrechen ist immer frustrierend.
     
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  7. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

    Ich habe auch (zu!) wenig Zeit zum Üben.
    Lust dazu habe ich aber immer.
    Ich laufe abends manchmal die Treppe hoch in unser Büro (= Übungsraum), weiß aber noch nicht was und mit welchem Saxophon ich übe.
    Das kommt dann recht spontan.
    Mal ist es Sopran, mal Alt, mal Tenor.
    Das Bariton bliebt meistens im Koffer weil es mir einfach zu sperrig ist.
    Noten-Literatur habe ich jede Menge (fast nur noch digital), Bands und Formationen erfreulicherweise auch.
    Gerne übe ich zu Playbacks, aber auch mal ganz ohne (besonders bei Klassikstücken).
    Vor allem die musikalische Vielfalt macht mir Freude, aber natürlich nur wenn es gut tönt. ;-)

    LG
    Mike
     
  8. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Wenn es nur ausnahmsweise vorkommt, wäre noch die Frage, was denn an der einen halben Stunde hängt.
     
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  9. tomaso

    tomaso Strebt nach Höherem

    Wenn es mal nur um einen Tag geht, wäre mein Vorschlag :

    :idea: Eine schöne Platte auflegen und 20 Minuten das Sax pflegen...
    Laß Dir von Armin zeigen, was da für Dich machbar ist.

    Kann ja auch zur sonntäglichen Pflege-Routine weden.:klug:
     
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  10. altblase

    altblase Ist fast schon zuhause hier

    @Paul2002 möchte Profi werden! Da kann ich mir schon gut vorstellen, dass man sich da einen enormen Druck macht.:cool:
     
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  11. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Ich weiß. So'n büschen Stress ist da ganz gut, man kann sich damit halt auch vor die Wand fahren.
     
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  12. onomatopoet

    onomatopoet Ist fast schon zuhause hier

    Tonleitern (auch Chromatik, GTHT, GT etc.) über den gesamten Bereich, perfektes Timing beachten, soviel Durchgänge, wie es ohne Zwischenatmung machbar sind.
    Verschiedene Dynamiken, Artikulationen (2 gebunden 2 gestossen etc.), das Ganze auch in Terzen, Quarten, Quinten und Akkordarpeggien; nicht vergessen: Chromatik in Intervallen, sprich in Quarten z.B.; B-es, h-e, c-f .....
     
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  13. altblase

    altblase Ist fast schon zuhause hier

    Ich denke, dass man wie ein Hamster im Laufrad dann nicht mehr anders kann. Der Beruf des ausübenden Profimusikers, der auf der Bühne liefern muss, ist sehr extrem und fordert absolute Hingabe.:cool:
     
  14. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Ich würde einfach 20 min unbeschwert etwas spielen, das mir viel Spaß macht, vor mich hin improvisieren, mich meditativ treiben lassen.

    Hardcore üben kann man dann am nächsten Tag wieder machen.

    Gruß,
    Otfried
     
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  15. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Das gibt es in anderen Berufen auch. Die Selbstmordrate bei Tiermedizienern ist nicht marginal. Wenn natürlich alle meinen, dass es zum guten Ton und Berufsbild gehört am und im Rädchen zu drehen, wird es nicht besser.Da werden bestimmt äußere (und nicht zu knapp innere 9Zwänge aufgebaut. Andererseits haben wir es hier geschafft von 16 Std Kinderarbeit fort zu kommen und am Samstag gehört Papi mir.
     
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  16. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Es gibt mindestens genauso viele verschiedene Vorschläge wie VorschägerInnen und dann nochmal ein Mehrfaches wegen vieler unterschiedlicher Rahmenbedingungen. Muss ich danach aus dem Haus oder ins Bett oder Lernen oder Lesen oder in die Muckibude oder....

    So - tschüß - ich muss jetzt schnell noch 20 Minuten üben. Was mach ich nur........o_O
     
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  17. ppue

    ppue Experte

    Ich bin da ganz bei @Otfried. Ich würde ein 20-minütiges Solo spielen, denn das Üben von musikalischer Architektur, Ausdruck, Dynamik und vielem mehr geht bei eurem Programm an Longtones, Arpeggien und was weiß ich, völlig unter. Das klingt so locker: 20 Minuten spielen, was man will. Aber so einfach ist das nicht und übt, was ansonsten gerne hintenüber fällt.

    Will man da noch mehr herausholen, dann nimmt man das auf und hört es sich später im Auto oder Bus und versucht zu ergründen, warum hier was super klingt, da der Draht verloren ging oder hier viel zu viel Noten gespielt worden sind.

    Und schon hat es über 40 Minuten Zeit zum Üben gegeben.
     
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  18. bthebob

    bthebob Ist fast schon zuhause hier

    Hab' mal schnell bei Sonny Rollins angerufen.
    Er meint: "Play one note, only one note !"

    VG
     
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  19. Paul2002

    Paul2002 Ist fast schon zuhause hier

    Spaß
     
  20. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Dadefür musst Du doch hier keinen fragen.
     
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