Der Blaswiderstand

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von ppue, 10.Juli.2019.

  1. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    im rahmen meines unterrichtes gibt es ein Es alt bundy mit ausgebauter oktavklappe. mit dem teil muss mein schüler es packen ( soetwas wie deine vorlage) das klappt auch wenn ihm bewußt wird wie der ansatz zu verändern ist.

    kann ich jedem nur empfehlen.


    ach ja der s-bogen ist ein selmer VII - vielleicht liegt es daran - lol.


    grüsse
     
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  2. ppue

    ppue Experte

    Bin auf Camping und kein Saxophon griffbereit (-:
     
  3. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    @Ton Scott
    Ich kann das durchaus spielen, auch wenn die Töne sicherlich nicht so präzise und akkurat anspringen wie auf der Querflöte.

    Aber, auch wenn ich ja großer Fan von Obertonübungen bin, möchte ich doch was dazu anmerken.

    Sicherlich kann man es durch Übung schaffen, die Figur aus der ersten Zeile richtig sauber ohne Oktavklappe zu spielen, und dann auch chromatisch verschoben.

    Aber das wäre für mich dann ein Beispiel für "wasted effort". Das Saxophon ist nicht konzipiert zum Spielen ohne OK. Der ansatztechnische Aufwand für den Oktavwechsel ist, so jedenfalls meine Ansicht, deutlich höher ohne Benutzung der OK als mit. Und letztlich wird man doch immer mit OK spielen.

    Das Saxophon lässt sich wunderbar bis in extreme Höhen überblasen. Da ist das Saxophon der Flöte, und sogar der Trompete total überlegen.

    Aber ausgerechnet der Sprung vom Grundton zum ersten Oberton, der Oktav, gestaltet sich beim Saxophon relativ schwierig, oder sagen wir besser "ansatztechnisch aufwändig".

    Die Oktavklappe ist daher von unabdingbarer Bedeutung für das präzise Spiel der unteren überblasenen Oktave auf dem Saxophon.

    Ich finde, mit Hilfe der Obertonübungen sollte man sich vergegenwärtigen, was beim Registerwechsel ansatztechnisch passiert, dann aber dieses mit OK soweit optimieren, dass nur ein Minimum an Einsatz notwendig ist, um möglichst schnell und präzise zu spielen.

    Gruß,
    Otfried
     
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  4. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Inwieferne Deiner Meinung nach?
     
  5. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Interessant, lieber Otfried. Für mich als mittelmäßigen Amateur ist merkwürdigerweise der Sprung vom Grundton in die Oktave von Bb bis zum Registerwechsel (Oktavklappe) ohne großartigen Ansatzwechsel oder Kraftaufwand sehr einfach zu bewältigen. Den zweiten Oberton und die Oktave schaffe ich nur von Bb bis E. Dabei "höre" ich den Oberton, bevor ich ihn provoziere. Aber auch da versuche ich, nicht mehr Kraft anzuwenden als beim Grundton.
     
  6. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    @Ton Scott : Warum nur erinnert mich dein Avatar an Duane Allman von den Allman Brothers?

    Duane Allman.jpeg

    Das mal nur am Rande.
     
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  7. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Ich fühle much ziemlich fit im Obertonspielen, und mir stellt sich das so da. Keine weitere wissenschaftliche Fundierung ;-)

    @henblower
    Ich vermute mal, dass du mit mehr technischem Rüstzeug in der Hinsicht zu einem anderen Ergebnis kommst, wäre aber spannend, ob dem tatsächlich so ist.

    Wie auch mglw. @Ton Scott ganz anders darüber denkt.

    Gruß,
    Otfried
     
  8. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Deswegen hätte mich ja oben schon das technische Rüstzeug interessiert, will sagen:
    Was hast Du für ein Gefühl machen zu müssen, damit der Ton in die Oktave geht?
     
  9. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Bei mir ist es allein die Vorstellung vom Oktavton, die reicht. Ich werde mich mal beobachten und dann berichten, was ich wie verändere.
     
    Feuerstreuer gefällt das.
  10. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Und runter?
     
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  11. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Also vom dritten Oberton aufwärts bis zum siebten brauche ich nur minimale Resonanzraumveränderungen im Mund vorzunehmen. Darunter wird es immer aufwändiger bis zum Grundton/Oktave, bei denen ich tatsächlich den Ansatzpunkt leicht verändern muss. Ich meine, um zuverlässig rauf und runter zu kommen.

    Gruß,
    Otfried
     
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  12. TSax80

    TSax80 Ist fast schon zuhause hier

    Hier wurde unter anderem diskutiert, ob es einen zwischen Hörnern unterschiedlichen Blaswiderstand überhaupt in relevantem Maße gibt.
    Im Ami-Forum zweifelt das keiner an. Genau wie ich es wahrnehme gilt das SX90R als sehr free-blowing und das SA80 - wie die meisten Selmer - eher nicht. Wer was bevorzugt, das ist auch in Amiland Geschmackssache, wen´s interessiert: https://forum.saxontheweb.net/showthread.php?38288-Most-free-blowing-tenor

    Hat eigentlich jemand in diesem langen thread eine überzeugende Hypothese hingelegt, woher der Blaswiderstand kommt, wenn es nicht der Rohrdurchmesser des S-Bogens ist?
     
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  13. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    genau da ist ja der knaller, wenn es einer genau nimmt! - wer es packt hat's verstanden.

    häppy gewitter
     
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  14. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    wegen dem hemd?
     
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  15. djings

    djings Strebt nach Höherem

    Das ist genau, was mir auch besser passen würde. Ich hab weder selmer, noch
    Keilwerh, denke aber, dass weniger blaswiderstand mehr konzentration dem spielen überlässt.
     
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  16. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Nein, das ist persönliche Präferenz. Ich fühl mich nicht wohl dabei, definiere das mit dem "Blaswiderstand" aber anders, wie ich schon ein paarmal geschrieben hab.
    Bei manchen Hörnern ist es sehr leicht, die Mitte des Tones zu finden, bei manchen schwerer.
    Wenn der Raum größer ist, kann es sein, dass Du mehr Gestaltungsmöglichkeiten hast, oder dass Du die zumindestens leichter findest.
    Das macht "kontrolliertes" Spiel aber eigentlich auch schwerer.
    Warum spielen nicht alle Klassiker Keilwerth?

    Meine "Extrembeispiele" wären (was ich halt kenne) mein Cannonball und mein Yanagisawa.
    Auch beim Keilwerth, das ich grad verkauft hab, war es Cannonball-ähnlich.

    Kann beides Spaß machen.

    Cheers
     
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  17. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    etwas am thema vorbei und doch nicht; mein jetzt folgender beitrag.

    wenn ein schüler seinen ton (meistens ein tieferer) nicht erzeugt, mache ich mit ihm ein kleines experiment. ich bitte ihn gut luft zu holen den griff/ton lange anzublasen (mit dem wissen er kommt nicht) und blase dann SELBST diesen ton an.
    füsikalisch interessant, die luft wird beinflusst und überträgt sich auf das sax des schülers und der ton IST DA!!

    da kommen dann immer erstaunte blicke und die frage, wie geht das? (erklärung erspare ich mir jetzt hier bei den fachleuten).
    jedenfalls hat der schüler ansatztechnisch etwas dazu gelernt.

    5centforsunday
     
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  18. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Für leichte Ansprache oder hohen Blaswiderstand?
     
  19. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Was ist Deiner Meinung nach der Unterschied?
     
  20. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Ich würde sagen die Luftmenge und den Luftdruck den man braucht bis die Töne ansprechen?
    Aber ich hab keine Ahnung, bisher zu wenig Saxophone bespielt um das beurteilen zu können.
    Entweder es geht gut oder eben nicht.

    Spiele auch ein Yani und daher meine Neugier.
     
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