Eigenresonanzen hohes Bb ('bis') und A beim Tenor

Dieses Thema im Forum "Tenor Special" wurde erstellt von henblower, 30.November.2019.

  1. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Ich habe ein Tenor Selmer Super Balanced Action 1953 50xxx. Ursprünglich dachte ich, es sei ein 1952er, aber Douglas Pipher, die Koryphäe aus Kanada, schrieb mir auf Anfrage, dass es im Januar 1953 nach Elkhart geschickt wurde.
    Ich möchte das Instrument nicht mehr missen, es hat aber eine Auffälligkeit, die mich (natürlich) stört. Beim Spiel vor allem des hohen Bb (Oktavklappe und 'Bis' Griff), aber auch des A mit Oktavklappe gibt es eine Eigenresonanz, deren Auftreten mit dem Anblasdruck korreliert.
    Ich habe schon probiert, ob es mit der Schraube in der Aufnahme für den S-Bogen oder der Mechanik der Oktavklappe auf dem S-Bogen zu tun hat, komme aber nicht recht dahinter.
    Es ist so ein "Summen und Brummen", das nicht immer auftritt. Vielleicht habt ihr einen Tipp. Danke!
     
  2. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Ist das Geräusch auch da, wenn du die Töne ohne Oktavklappe oktavierst?
     
  3. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Ich glaube ja. Muss ich gleich mal testen und ergänze dann.
     
  4. TycOoN

    TycOoN Ist fast schon zuhause hier

  5. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Vorführ- bzw. Werkstatteffekt: konnte das Geräusch eben mit einem Hard Rubber Mundstück nicht provozieren. @TycOoN: den Thread hatte ich schon verfolgt, war aber nicht sicher, ob es sich bei mir um das gleiche Phänomen handelt. Ich probiere weiter.
     
  6. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Hört man es auf einer Aufnahme?
    Meine Klassiker da sind zu weiche Federn, die im f oder ff die Klappe nicht geschlossen halten.
    Seiten C und Alt F# sind da Kandidaten...
     
    henblower, Sandsax und saxhornet gefällt das.
  7. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Nein, leider nicht. Morgen versuche ich eine zweite "Provokation" mit und ohne Oktavklappe und mit einigen Mundstücken. Gelingt die, mache ich eine Aufnahme.
     
  8. saxhornet

    saxhornet Experte

    Es könnte auch die Eigenresonanz eines Mechanikteils sein (eher selten) oder wie Ton sagte eine Klappe, die sich leicht öffnet bzw. vibriert oder bei der Mechanik oder dem Klappenschutz ist irgendetwas lose und vibriert bei der Frequenz. Wenn die Vibration auftritt einfach mal Klappen oder Klappenschutz oder Mechanikteile berühren und schauen, ob sich was ändert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1.Dezember.2019
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  9. zappalein

    zappalein Strebt nach Höherem

    genau das passiert an, mit meinem alto. siehe fotos. nach der letzten gü ging´s auf einmal los. bei g2 und a2.
    und an den schneidezähnen ist es auch "körperlich" zu spüren.
    wenn ich das äussere, untere ende des gestänge, oder die kuppe der führung berühre, hört´s auf.
    alles angezogen, alles kontolliert, soweit ich es mechanisch erledigen konnte. ein zuratenziehender drummer kollege, der während des spiels das gestänge und die "umgebung absuchte" fand ebenfalls nichts.
    dann eben kaffeefilter. was für schmatzende, klebende klappen gut, beseitigt auch "summen und brummen".
    einen schönen 1.advent aus viersen.
    lg
    DSCN2707.JPG DSCN2708.JPG
     
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  10. ppue

    ppue Experte

    Ich mag solche improvisierten Lösungen (-:

    Allerdings kann man das sicher recht einfach sauberer lösen. Die Führung kannst du abschrauben, wie ich sehe. Dann kann man schauen, ob die zwei Achsen wirklich gerade sind und wo und warum sie surren. Vielleicht kann man mit dem Richten der Achsen den Fehler schon beheben. In die Führung würde ich noch ein Papierchen oder super dünnen Kork (je nach Platz) einkleben.
     
  11. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Trotz meiner hinderlichen Erkältung habe ich eben versucht, die störenden Resonanzen mit dem Mikrofon aufzunehmen, leider ohne Erfolg: die Ohren und die Schädelknochen nehmen die unerwünschte Resonanz offenbar deutlich auf als ein hochwertiges Mikrofon.
    Ich bin aber selber einen Schritt weiter: beim leichten Verändern der Position der Oktav-Mechanik auf dem S-Bogen verschwindet der Störenfried, wenn auch nicht auf Dauer.
    Jetzt nehme ich mal einen anderen S-Bogen (von meinem Mark 6), der in die Aufnahme passt. Tritt die störende Resonanz dann nicht auf, bin ich noch einen Schritt weiter. Dann werde ich mir mal das Tonloch des S-Bogens vorknöpfen.
     
  12. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Zieh mal ein Stück Nylonstrumpf über das Loch des S-Bogens,es könnten auch Luftverwirbelungen sein,bei mir hilft das
     
  13. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Danke, ich werde das probieren, muss nur mal überlegen, wo ich einen Nylonstrumpf herbekomme. Schon lange keinen mehr gesehen oder getragen.....
     
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  14. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Im schuhladen gibts die kostenlos als probestrümpfe,wenn mann Schuhe probiert
     
  15. kokisax

    kokisax Strebt nach Höherem

    @henblower ,

    kannst ja einer Frau sagen, Du würdest ihr gerne etwas auf dem Sax vorspielen, nur bräuchtest Du zunächst ihren Strumpf dazu.....
    Auf deren Reaktion wäre ich gerspannt......

    kokisax:D
     
  16. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Klingt wie ein Grimmsches Märchen. Wahrscheinlich würde beim ersten geblasenen Ton das Sax in einen Frosch oder einen Prinzen verwandelt. Beide Lösungen unerwünscht.
    Aber das mit dem Strumpf probiere ich trotzdem und suche demnächst ein Schuhgeschäft auf.
     
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