Etüden und Schulen für Fortgeschrittene

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Onkel D, 14.Juni.2025.

  1. ppue

    ppue Mod Experte

    Schönes Beispiel mit dem Lesen.

    Viel lesen kann bedeuten, dass ich das Sprech von Bukowski, Hölderlin und Joyce kennenlerne, oder Deutsch Übungsbuch - Grammatik einfach üben & endlich verstehen (A1-B2): Verbessere sofort Dein Deutsch mit einfachen Übungen - ideal als ... lese.

    Das nur, um aufzuzeigen, wie krass der Unterschied sein kann.

    Beurteilt man Etüden in Bausch und Bogen, wie ich es hier getan habe, tue ich ihnen natürlich unrecht. Die Wahrheit liegt meist irgendwo in der Mitte. Die Etüden von Jeff Jarvis, die @Analysis Paralysis hier gerade eingestellt hat, gehen schon sehr in eine andere Richtung: Hier werden Sätze gebildet, und aus Sätzen sinnvolle Absätze bis zur Architektur einer ganzen Rede. Das ergibt ein funktionierendes Solo. Der Threadersteller aber wollte ja gerade die andere Form der Etüde.

    Man muss halt immer schauen, was man gerade üben will: die Fingertechnik oder den Ausdruck.

    Ist auch von Schüler zu Schüler völlig anders. Es gibt solche, die mit Etüden glücklich sind und solche, denen Etüden am Allerwertesten vorbeigehen.

    Aber wir sind schon wieder im falschen Thread. Vielleicht wollen die eigentlich aber lieber zusammenkommen, hehe.
     
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  2. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Das hast du schön auf den Punkt gebracht. :)
    Und wie bei der Sprache hat auch die Musik unterschiedliche Level und Bedürfnisse.
     
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  3. Juju

    Juju Strebt nach Höherem

    Eben, und wenn man sich musikalisch in ganzen Sätzen ausdrücken kann, fällt es einem entsprechend leichter, eine Geschichte zu erzählen…
    LG Juju
     
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  4. catflosse

    catflosse Kann einfach nicht wegbleiben

    Waow, Das ist ja spannend hier. Ich hab noch etwas, so ähnlich wie Nelson. Eine Batzillionen II-V's von John Coltrane. Das hab ich oben nicht gesehen. Ich hab etwa 1/3 sequenziell auch zum Transponieren mal in Musescore aufgeschrieben, falls Du sie in einer Tonart machen willst. Schade übrigens, dass man keine .mscz Dateien für Musescore teilen kann. Ich habe dafür einfach das Suffix gelöscht und .txt verwendet. Wenn du .txt löscht und wieder .mscz ranschreibst, dann öffnet es sich in Musescore 4. Ich hab's gerade am Mac ausprobiert, geht tadellos. Software ist umsonst und richtig gut. Da kann man es dann für verschiedene Instrumente und sämtliche Tonarten transponieren und anhören. Ich hab die so auch auf der Flöte und der Gitarre gemacht. Man kann relativ schnell damit Noten schreiben und dann für die verschiedenen Instrumente transponieren.
     

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  5. catflosse

    catflosse Kann einfach nicht wegbleiben

    Was Etüden betrifft, Die gehörten bei mir mal zur Grundausbildung, (Anderson, Querflöte) weil sie in allen 24 Tonarten kamen und weil man dabei lesen gelernt hat. Dazu gabs technische Übungen und Stücke. Taffanel 17 tägliche Übungen für die Fingertechnik Artikulation und Dynamik. Wenn man das einmal gemacht hat, muss man es nicht immer wieder tun. Wenn man mal lesen kann, kann man gezielter üben. Es ist sowieso ein Ozean. Man kann ihn nicht aussaufen. Jetzt übe ich vor allem am Repertoire, spiele Patterns, weil die überall schön passen können, und Lange Noten. Wenn eine Stelle schwer geht, weiß ich die Übungen aus dem Taffanel, die Geläufigkeit bewirken, und mache die.
    Für modales Spielen gibt es eine geile Tonleiter Sammlung: Das sind über 80 Skalen. Wenn du eine davon interessant findest, musst du mal recherchieren und eine ganze Welt geht auf. Messiaen, Orientalische, RumänischMoll, Ungarisch Zigeuner Persisch, Neapolitanisch, Pentatoniken, Tonleitern mit 6 oder 9 Noten, Terzbasiert, Quartenbasiert Spiele die einfach mal über eine Drone und finde heraus, was dir gefällt. Dann kann man die Geläufigkeit und Technik Übungen mal in diesen Skalen machen. Wenn du schon lesen kannst und dann Instrument spielen, dann geht es jetzt vor allem darum, herauszufinden, worauf du wirklich Bock hast.
    Jetzt gibt es sicher gleich eine auf die Nuss, weil ich mit Skalen komme. Natürlich muss man damit die Stufen Akkorde bilden können und sie nicht einfach dudeln. Ich schicke das auch gerne mal als .mscz Datei für Musescore.
     

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  6. Peterchen

    Peterchen Schaut nur mal vorbei

    Ich würde empfehlen, sich Patterns, Licks (und auch Themen von Jazzstandards) durch Raushören von Aufnahmen, erst singen und dann auf dem Sax spielen lernen.
    Ich schreibe dabei nichts auf, nach der Maxime: "vom Ohr ins Gedächtnis in die Finger".
    Dadurch spielt man die Sachen nicht einfach nur "vom Blatt runter", sondern verinnerlicht sie und baut sich neben dem technischen Aspekt ein eigenes Repertoir auf.
    Buchempfehlung dazu: Primacy of the Ear von Ran Blake.
     
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  7. catflosse

    catflosse Kann einfach nicht wegbleiben

    Nick Homes Jazz Duetts. Triad Pair und approach note embellishments finde ich ziemlich gut. Ich hab das vor einer ganzen Weile mal gekauft und darf es darum hier nicht hochladen. Ich hab mir die zum Üben auch auf Musescore programmiert.
     
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