Fertigkeiten bezüglich Instrumenten- und Mundstückvielfalt

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Supersol, 12.Mai.2019.

  1. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Ach - mir fallen immer so viele Fragen ein manchmal :rolleyes:...

    Es ist ja so, das man sich mit einem neuen Instrument oder auch Mundstück erstmal spielerisch vertraut machen und sich drauf einstellen muss. Das nimmt ja auch mitunter ein wenig Zeit in Anspruch.

    Wie ist es denn bei denen, die mehrere Instrumente (meinetwegen auch nur derselben Bauart) spielen oder/und mehrere Mundstücke (ich sehe hier manchmal Sammlungen von gefühlt hunderttausend Mundstücken haha ...). Hat man die sich dann alle erarbeitet und das Gehirn speichert die - ich sag mal - ansatztechnische "Nutzungsweise" ab, so dass man - einmal drauf eingestellt - munter wechseln kann?

    Oder z. B. bei @Wuffy , er spielt ja viele Instrumente verschiedener Baureihen (und verschiedene Mundstücke) und kommt wohl sehr gut zurecht damit ... ist das auch so ein persönliches Ding, wer mit wieviel gut oder schlecht klar kommt?

    Das würde mich mal interessieren :)
     
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  2. Sax a`la carte

    Sax a`la carte Schaut nur mal vorbei

    Es kann ja vorkommen, das man mit der Zeit viele Mundstücke sein eigen nennt, die wenigsten werden aber von einem Mundstück zum anderen wechseln,weil die Sicherheit abhanden kommt.
    Bei Hörnern sieht das anders aus. Vintage-Instrumente haben einen gewissen Reiz und wenn man das will, stellt man sich nach kurzer Zeit darauf ein, egal welches Teil man gerade in der Hand
    hält. Mein Zwillingsbruder spielt gerne nur alte Saxe und hat keine Probleme in seiner Sax-Sammlung hin und her zu wechseln. Während ich moderne Saxe bevorzuge, weil diese für mich alle auch
    in den High-Notes funktionieren, was leider nicht bei allen Vintage-Saxe geht.
    Ich hatte auch ein Conn von 1910, klang toll, sah gut aus, hat halt leider nicht bei den Flageoletts funktioniert, obwohl es ein Front-F gehabt hat.
    Die einen lieben Vintage-Hörner und können und wollen gerne wechseln, siehe WUFFY, andere nehmen lieber Saxe mit moderner Ergonomie, ist halt Geschmacksache,hauptsache es macht Spaß.:happy:
     
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  3. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Der Ton ist ja da, bevor er das Mundstück oder das Horn erreicht.
    Insofern ist es höchstens kurz irritierend, was verändertes Setup ausmacht.

    Wenn man hingegen grundsätzliche spieltechnische Probleme hat, kann verändertes Setup diese verringern oder vergrößern.

    Ich hab Kollegen, die extrem auf ihr Setup eingeschossen sind, andere sind total unabhängig. Ich bin aber sicher, dass das nur eine Frage von ein paar Stunden/Tagen/Wochen wäre, bis es wieder genauso funktionieren würde.

    Cheers
     
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  4. Saxoryx

    Saxoryx Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe zwar eine Menge Mundstücke, aber spielen tue ich doch nur immer dieselben. Die meisten Mundstücke habe ich aus der Anfangszeit, als ich von einem 4* auf ein 5* auf ein 6* auf ein 7* gewechselt habe. Und dann habe ich bei diversen Einkäufen älterer Instrumente auch noch irgendwelche Mundstücke dazubekommen, die ich aber meistens nur kurz angespielt und dann wieder weggelegt habe. Die ESM-Mundstücke habe ich auch mal irgendwann gekauft, weil sie so gepriesen wurden, und das haben sie auch verdient, aber eigentlich hätte ich mir das auch sparen können, denn mir reicht für alles ein Allround-Mundstück (bei mir die Expression-Mundstücke), bin ja kein Profi. Aber genauso wie mit Saxophonen ist es auch mit Mundstücken nicht wirklich so, dass man das unbedingt alles "braucht". Sonst würde in der Tat ein Sax und ein Mundstück reichen. :) Und ab und zu mal ein neues Blättchen. Davon habe ich auch ganze Schubladen voll.
     
  5. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

    So kenne ich das von mir und anderen. Ich habe am meisten Spielerfahrung mit Sopransax und Barisax und kann munter zwischen diesen beiden wechseln. ich habe dann automatisch den richtigen Ansatz und die richtige Vorstellung von "Ton im Kopp" <=> "Instrumentenbedienung".

    Mit meiner Kontraaltklarinette bin noch nicht ganz so weit, aber es geht schon ganz gut.

    Grüße
    Roland
     
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  6. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    So ähnlich habe ich mir das schon gedacht. Es sammeln sich eben Dinge an über die Zeit ...

    Bei den Instrumenten ist es dann die zeitintensive Praxis wahrscheinlich. Irgendwann hat das Gehirn das dann gecheckt und verankert.
     
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  7. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Mehrere Instrumente derselben Baugröße und mehrere Mundstücke dafür brauche ich nicht und habe ich auch nicht. Da würde ich mich nur verzetteln. Ich bin froh, überall ein Gutes gefunden zu haben. Sammeln tu ich auch nicht, also habe ich alles Überzählige verkauft.

    Was man allein mit Blättern verändern kann, ist schon enorm. Eigentlich suche ich da auch das "Universalblatt". Gefunden habe ich das bei Klarinette und Bassklarinette (Kunststoff: Légère). Bei den Saxophonen bin ich da noch viel mehr am Herumwechseln. Momentan auf der Suche nach etwas Dunklem, Klassischem fürs Sopransax.

    Wechseln zwischen verschiedenen Baugrößen ist schon etwas anderes. Da finde ich die "Großen" (Bassklarinette, Tenorsax) relativ unproblematisch. Das Schlüsselinstrument für mich ist die Klarinette. Wenn ich die nicht ganz regelmäßig übe, wird es kritisch. Und Sopransax. Da merke ich deutlich, dass ich da ganz andere Gesichtsmuskeln brauche. Da könnte ich nicht mal einfach so wechseln, das muss ich schon eine Zeitlang vorher wieder trainieren. Sonst machen die Lippen schlapp und ich beginne zu beißen und die Intonation geht flöten.
     
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  8. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Je kleiner, desto mehr Lippenpower braucht man?
     
  9. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Nein!
     
  10. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

  11. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    doch !
     
  12. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Oohh!

     
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  13. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Das mag gängig sein, insbesondere, wenn man Klarinette betrachtet, muss aber nicht grundsätzlich so sein.

    Das Instrument, bei dem ich tatsächlich am wenigsten Lippenpower brauche ist das Sopran. Allerdings ist es auch das leiseste aller 3 Saxophone.

    Richtiger wäre vermutlich die Betrachtung, dass die Art der Lippenpower sich von Instrument zu Instrument ändert. Ich war bass erstaunt, wie schwer mir das Tenor gefallen ist, als ich es vor ein paar Monaten etwas ernsthafter angegangen bin. Und damit meine ich, dass ich zwar Lippenpower hatte, aber irgendwie an den fürs Tenor falschen Muskelfasern.

    Gruß,
    Otfried
     
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  14. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

  15. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

  16. Bambusbläser

    Bambusbläser Ist fast schon zuhause hier

    Vor kurzem habe ich gelesen, dass das Selmer Concept MP für Sopran extra 'breit' gestaltet wurde um die Eingewöhnung für Umsteiger zu erleichtern.
    Das bestätigt deine These....
     
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  17. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

     
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  18. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

  19. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Genau. So hatte ich es ja auch geschrieben: ich brauche fürs Sopran auch Muskeln, die ich bei den anderen offenbar nicht brauche. Wenn ich nach längerer Zeit wieder mal Sopran spiele, habe ich danach eine Art Muskelkater. Das gibt sich natürlich, wenn ich es regelmäßig spiele.

    "Lippenpower" deswegen, weil ich beim Sopran einen ziemlich "modernen" Ansatz spiele (also Unterlippe ziemlich raus).

    Für die Lautstärke brauche ich eigentlich keine Lippenpower. Beim Sopran ist das größere Problem sowieso, auch leise spielen zu können (in der tiefen Lage).
     
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  20. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ich weiß nicht, was Ihr immer mit der Lippe habt.
    Die Lippe macht nicht viel mehr als die Luft nicht rauszulassen.
     
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