Improvisieren: horizontal oder vertikal?

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von coolie, 15.November.2010.

  1. TenSax

    TenSax Ist fast schon zuhause hier

    Mir fällt gerade was auf bei Autum Leaves. Sehe ich das richtig, oder könnte ich die C-Bluestonleiter für die ersten 8 Takte nehmen?

    Gruß
    Sven
     
  2. peterwespi

    peterwespi Ist fast schon zuhause hier

    Frage: C Blues klingend oder transponiert?!? ;-)

    Hmmm - als kurzfristige Färbung würde ich wohl Blues-TL-Fragmente verwenden. Durchgehend eher nicht. Mach dir selber ein Bild und spiele die Blues TL zu einer langsamen Begleitung aus BIAB. Mit der Blues-TL trifft man schon Töne, die konsonant klingen. Aber es hat dann auch Töne darunter, die eine dissonante Tendenz aufweisen. Lass dein Gehör entscheiden!

    Eine andere Variante ist, über die ganzen 8 Takte mit Bb Dur rumzududeln. Wenn du im D7 das F zu einem F# machst, dann tönt's noch besser.
     
  3. TenSax

    TenSax Ist fast schon zuhause hier

    Kommt darauf an wie Du es geschrieben hast ;-)

    Tja, da habe ich auch noch so eine Lücke!
    Warum kann ich, wie Du vorgeschlagen hast, hierzu die Bb-Dur Tonleiter dazu spielen. Sicher sind die Töne in den Akkorden wieder zu finden, aber woher leite ich mir das ab?

    Ich merke schon , ich brauche BIAB!

    Gruß
    Sven
     
  4. peterwespi

    peterwespi Ist fast schon zuhause hier

    Man kann z.B. über Stufe I mit der g6 oder g7 die gleichnamige Blues-TL verwenden, muss aber darauf achten, dass es als eine kurzfristige Färbung erklingt. Wenn man auf Tönen der Blues-TL herumreitet, die sich mit Tönen des Akkordes reiben, dann klingt's sehr schnell mal übel.

    Ableiten kannst du das Ganze mit theoretischem Wissen, aber dabei nicht vergessen, dies auch auditiv nachzuvollziehen. Ein Impro-Lehrer kann dir dazu Beispiele vorspielen und dann sagen, was er da genau gemacht hat. Und wenn es ein innovativer Lehrer ist, dann nimmt er die Impro-Lektionen auf und gibt sie mit nach Hause, damit man da alles nochmals nachvollziehen kann... ;-)
     
  5. saxolina

    saxolina Strebt nach Höherem

    @Tensax:
    Rick möchte beim Freiburger Forumstreffen etwas über die II-V-I-Verbindung sagen - das hilft Dir bestimmt ;-)
     
  6. coolie

    coolie Strebt nach Höherem

    Großer Dank an Peter und Rick und alle anderen!
    Ich habe gestern noch spät mit der GTL gearbeitet: Leitton auf 1 oder 3, dazwischen Achtelketten - auch mal chromatisch - und siehe da: das Ergebnis machte irgendwie "Sinn", hatte eine gewisse Richtung.
    Ich werde das auf jeden Fall weiter verfolgen. Die nächste Hürde wäre dann die rhythmische Gestaltung, die ich fast noch schwerer finde als die reine Tonauswahl.
    @ Sven: Ja, ich habe wieder richtig Lust auf Impro bekommen.
    Für mich - und auch generell - ist es vor allen Dingen wichtig, dass ich zunächst gaaaanz langsam spiele, um den Prozess zu beobachten und Wirkungen von Tonwahl etc. einzuschätzen.

    Herzliche Grüße

    Uli
     
  7. TenSax

    TenSax Ist fast schon zuhause hier

    @saxolina:
    Das ist gut!!!:) Es geht also um die Kadenzen?

    Nochema zum mitmeiseln, d.h wenn Peter das klingend geschrieben hat, C -> erster Akkord, oder die Tonart?, wäre es für mich einfach nur Bb-Dur Tonleiter?

    Gruß
    Sven

    P.S. Sorry Coolie das ich Deinen Thread so auseinanderreiße!
     
  8. peterwespi

    peterwespi Ist fast schon zuhause hier

    @Sven:
    AUTUMN LEAVES beginnt auf II-, die Tonika wird nach der Dominante F7 in Takt 2 mit dem Bbmaj7 in Takt 3 erreicht. Stufe I ist das diatonische Zentrum eines Stückes oder einer Passage. In diesem Fall gibt die Bb Dur das gesamte Tonmaterial.
    Hast du in Freiburg nicht ein Exemplar SOLO! gekauft? Der Song SPRING IS COMING ist eigentlich AUTUMN LEAVES. Bei Grad 1 heisst es, dass du mit der entsprechenden Dur-Tonleiter über den ganzen Song rödeln kannst. In Grad 2 ist es das Ziel, bei der Dominante in der Moll-Kadenz die grosse Terz F# zu treffen. Dieses F# ist nicht Bb Dur diatonisch und sollte eben nur dann eingesetzt werden, wenn der Akkord es verlangt. Dies bedingt eine gewisse Orientierung im Ablauf und ergo schwieriger als Grad 1. In Grad 3 muss man dann immer wissen, wo man ist, so dass man z.B. mit der Bb Dur rumrödeln kann, um dann jederzeit eine Phrase gezielt mit einem Akkordton zu beenden, was "Ende gut - alles gut" verursacht.
     
  9. TenSax

    TenSax Ist fast schon zuhause hier

    Peter, Du hast mich ertappt! Stimmt ich habe Solo!
    Wie gesagt ich habe es dieses Jahr ziemlich schleifen lassen was Impro anbelangt. Dann sollte ich da noch mal intensiv reinschauen.

    Gut, die Tonika (I) bildet das Tonale Zentrum und die Tonart des Stückes. In unserem Fall wäre es eine II-IV-I-V Kadenz? Ist das eine besondere Kadenz? Wie gehts denn dann in den nächsten vier Takten weiter?

    Macht es denn immer Sinn nach den VI-I-V Verbindungen im Stück zu suchen um die Tonika zu finden?

    Gruß
    Sven
     
  10. saxolina

    saxolina Strebt nach Höherem

    Na, Ihr Beiden,

    wollt Ihr einen neuen Thread eröffen mit dem Thema "Impro über Autumn Leaves" oder so?

    Grüße
    Saxolina
     
  11. coolie

    coolie Strebt nach Höherem

    So charmant kann nur eine Moderato r i n zur Ordnung mahnen ;-)
     
  12. TenSax

    TenSax Ist fast schon zuhause hier

    Jaaahhaaaa, ich bin ja schon ruhig! ;-)

    Gruß
    Sven
     
  13. claptrane

    claptrane Strebt nach Höherem

    ich versteh nicht was du meinst: der anfang von autum leaves ist 2:cm7 5:f7 1:Bbmaj7. oder meinst du einen part aus solo ?
     
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