Instabile, flatternde Töne - Selmer Serie III

Dieses Thema im Forum "Soprano Special" wurde erstellt von Chrisi03, 7.Mai.2026 um 20:27 Uhr.

  1. Chrisi03

    Chrisi03 Schaut nur mal vorbei

    Hallo zusammen,

    ich spiele seit knapp 14 Jahren Tenorsaxophon, vor 6 Jahren ist ein Alt dazugekommen und vor gut 2 Jahren hatte ich die Gelegenheit, meine "Familie" mit einem Sopran zu komplettieren. Ich habe damals mehrere Instrumente nebeneinander gespielt, mich klanglich in das Serie III verliebt und dann ein solches als Neuinstrument gekauft.

    Mir war von Anfang an klar, dass ein Sopran dem Spieler mehr abverlangt als das andere Instrumente möglicherweise tun. Leider fühlt sich das Instrument auch nach 2 Jahren nicht wirklich "zuhause" an. Problematisch sind die Töne fis'-d' - darüber und darunter spielt das Instrument einwandfrei und macht (auch darunter!) große Freude. Die besagten Töne sind überhaupt schwer anzublasen (darunter hab ich wie gesagt keine Probleme, ich hätte deshalb gedacht, dass es deshalb gerade nicht am Ansatz liegt) und "brechen" irgendwann. Ich achte, wenn ich das merke wirklich sehr auf Stütze und einen geraden Luftstrom, weil ich mir einbilde, es könnte etwas mit der Luftsäule zu tun haben, die im Instrument abbricht, aber die Töne sind dann einfach kaum anzuspielen/zu halten. Kurioserweise ist dieses Phänomen in gewisser Weise "tagesformabhänigig" und tritt auch manchmal erst auf, wenn ich ein bisschen gespielt habe (Wärme?).

    Auf dem Instrument spiele ich ein S80 in C* mit diversen Blättern (alle ohne großen Unterschied in o.g. Frage). Auch andere Saxophonisten mit mehr Erfahrung hatten (mit anderem MPC/Blatt) ähnliche Erfahrungen mit dem Saxophon.

    In meiner Werkstatt war das Instrument schon mehrfach zum "nachjustieren" - zuletzt sind die Polster der rechten Hand komplett gewechselt worden (wider Erwarten hatte Selmer bei der Herstellung nicht Pisoni verbaut). Danach habe ich mir eingebildet, es wäre besser geworden, aber heute hatte ich erneut dieselben Probleme...

    Ich hätte wirklich einfach gern ein Saxophon, was einwandfrei spielt und sich nicht dauernd nach einem Kompromiss anfühlt, den ich bei diesem namhaften Hersteller einfach nicht einzugehen bereit bin, und den ich bei meinen anderen Saxophonen (selber Hersteller, andere Modellreihe) auch noch nie so wahrgenommen habe...

    Vielleicht hat ja einer von euch die zündende Idee - seelisch bereite ich mich nämlich schon wieder darauf vor, zum antesten/nachjustieren/antesten/nachjustieren/antesten/nachjustieren ohne "Aha-Moment" zur Werkstatt zu fahren...

    Liebe Grüße!
     
  2. Onkel D

    Onkel D Ist fast schon zuhause hier

    Das ist ein bekanntes Problem beim Sopran. Bei der Serie III ist es recht deutlich, das weiß ich auch aus eigener Erfahrung. Bei Yanagisawa und Yamaha ist es wohl weniger ausgeprägt, aber das habe ich nur gehört, keine eigene Erfahrung. Der Saxdoc wird da vermutlich nicht viel machen können. Einer der Saxdocs hier im Forum, ich glaube @ArminWeis , hat dazu mal einiges geschrieben, vielleicht finde ich das nachher noch.

    Er hatte als mögliche Lösung genannt, den Hals ca. 2 mm rauszuziehen und dafür das Mundstück entsprechend weiter draufzuschieben. Das hat bei mir aber nicht viel gebracht und ist sicherlich vom konkreten Setup abhängig.

    Bei mir ist die Stärke dieser Tendenz zum Flattern von Mundstück und Blatt abhängig. Am besten haben die Legere funktioniert, da war der Effekt komplett weg.

    Ich habe ein Bisschen rumexperimentiert und bin bei einer Kombination Drake Son of Slant 6 (oder ist es 6*?) mit Rigotti Jazz 3s gelandet. Die klingt super und spricht super an und das Flattern kriege ich durch einen lockeren, kontrollierten Ansatz und Luftstrom in den Griff.

    Ich glaube, es gibt Setups, die mehr oder weniger zum Flattern neigen, aber grundsätzlich bekommt man das Thema mit Üben ganz gut in den Griff. Wenn es Dich zu sehr nervt, bleiben Yanagisawa und Yamaha als super Alternativen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7.Mai.2026 um 21:22 Uhr
  3. Onkel D

    Onkel D Ist fast schon zuhause hier

  4. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich habe zwar kein Sopran, das sowas macht, kenne aber das „Motorboating“ von Altos beim H und Bb, bei Tenören bei D und Eb. Bei Altos hilft es, den Bogen unten am Sax zu verjüngen, bei Tenören ist der Heilungseffekt geringer, das Problem meist aber auch.
    Beim Serie III wird es aber nicht mit dem unteren Bogen zusammenhängen, da dort keiner ist. Wie erklärt man da das Phänomen? Es bleibt eines der Geheimnisse, die ich gerne besser verstehen würde…
     
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