Kontrolliertes Growling -

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Bedi, 18.Oktober.2013.

  1. Gast

    Gast Guest

    Interessant! Jetzt können auch die deutschen (des englisch nicht mächtigen) Anfänger verstehen, wie es funktioniert (in der Tube).

    Haste gut gemacht!
     
  2. noten-schussel

    noten-schussel Ist fast schon zuhause hier

    Zum Growling muss ich sagen, dass das unkontrollierte Rock'n'Roll Growling an die Feindbilder meiner Jugend, wie z.B. Max Greger und Kollegen, weckt. Da muss ich sofort abschalten.

    Den Sinn dieses kontrollierten Growlings kann ich von den ersten beiden Videos nur bedingt verstehen. Zum einen ist es natürlich gut, gundsätzlich Kontrolle zu haben und Growling in jeder Variante anwenden zu können, aber musikalisch einsetzbar ist es in dieser Form, wie Bedi ja selbst sagt, nur sehr bedingt.

    Die schlimmste Variante ist die, wo bei einer Paganini Caprice die Double Stops der Geige gesungen werden. Da wird wirklich die Musik ins lächerliche gezogen.

    Eine Veränderung der Tonqualität kann ich bei den beiden Aufnahmen des Stückes aus dem ersten (?) Video nicht feststellen. Am Anfang ist die zweite Version etwas lauter und offener. Klickt man aber an eine Stelle in der Mitte an, sind beide identisch. Probieren: Sekundenzahl desselben Taktes merken und hin- und herklicken.

    Von daher zweifle ich ernsthaft an der tonbildenden Wirkung der Übungen.


    Was bislang noch nicht gesagt wurde (und womöglich auch später nicht geplant zu sagen ist), ist die Tatsache, dass es auch beim sogenannte "unkontrollierten" Growling Kontrolle gibt.

    Viele der aktuellen Saxophonisten benutzen Growling für das "Screaming" beim Altissimo. Hierbei wird ein sehr hoher Ton zwischen einem Ganzton und maximal eine kleinen Septime unter dem gespielten Altissimo Ton gesungen. Dadurch entsteht ein sehr typischer popiger, funky Sound, der weniger nach traditionellem Growling als nach Multiphonic klingt. Die genaue Kontrolle über das Intervall erzeugt die Klangfarbe des "Multiphonics". Hierzu muss aber logischerweise in der sehr hohen Lage gesungen werden, die Bedi, bisher zumindest, eher mal ausgeschlossen hat. Kann ja ber alles noch kommen ...

    LG, Norbert
     
  3. Bedi

    Bedi Nicht zu schüchtern zum Reden

    Freunde, Clip Nummer 3 ist da - sorry, hat ein bissl länger gedauert!
    Allen, die's interessiert, viel Spaß :)

    http://youtu.be/DysMp1Dchdk
     
  4. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Moin,

    mehr zufällig habe ich zu dem Thema jetzt auch meine Erfahrungen gemacht, und die möchte ich Euch nicht vorenthalten.

    Immer wieder probiere ich ja auch Sachen aus, und das Mangelsdorffsche Multiphonic ist für mich auch für das Saxophon faszinierend, wenn es auch irgendwie nicht so richtig gut funktionieren will. Nun habe ich demletzt wieder mal in diese Richtung experimentiert, habe alle möglichen Intervalle zum gespielten Ton gesungen. Und siehe da, danach hatte ich auf einmal das Gefühl, dass mein (reiner) Saxophonton deutlich voller, ja sogar lauter war als vorher.

    Ich bin das dann mal etwas systematischer angegangen als Einblasübung, ca 5 min:

    - zu den tiefen Tönen (D abwärts) singe ich die höhere Terz, Quinte, Sexte.
    Dabei kann man zum Einen so spielen/singen, dass wirklich zwei Töne erklingen, andererseits die Töne aber auch so interferieren lassen, dass ein recht vielfältiger Klang entsteht.
    - zu den höheren Tönen singe ich die gleichen Intervalle tiefer
    Es können dann weitere Obertöne entstehen, Mehrklänge, oder auch nur ein "dirty" Klanggemisch
    - zu Obertönen auf dem tiefen Bb singe ich diese Intervalle über dem klingenden Ton, bzw. darunter
    hier ergibt sich am ehesten das von Mangelsdorff bekannte Klangmuster, ist ja auch klar, da das ganze Rohr, wie bei der Posaune schwingt.
    Eine interessante Übung ist, zu den höheren Obertönen tiefe Töne zu singen. Zunächst springt der gespielte Ton immer auch nach unten, irgendwie kann man es aber schaffen, den Ton zu halten.
    Im Endeffekt bilde ich mir ein, dass es einen tatsächlichen positiven Effekt auf den Saxophonton gibt, kann täuschen, aber ich fühle mich nach dieser Einblasübung deutlich sicherer, sowohl bei den hohen wie bei den tiefen Tönen.

    Mag jeder selbst mal ausprobieren.

    Gruß,
    Otfried
     
    Rick gefällt das.
  5. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Jau, Das scheint mir ein tolle Soundübung, wie ja in Video 3 auch gesagt wird



    Der Effekt "growling" ist doch wohl eher ohne einen hörbar gesungenen Ton. (Wie ja in den Vorjahren in diesem thread auch schon ausgeführt wurde, wie ich gerade gelesen habe.)

    Cheerio
    tmb
     
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