Saxophon spielen mal etwas anders...

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Saxxas, 14.März.2019.

  1. duguard

    duguard Schaut öfter mal vorbei

    Vielleicht beherrscht er diese Technik

     
  2. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    @duguard,

    vielen dank - hochinteresssant, digi spiele ich gelegentlich, werds mal weiter versuchen.
     
  3. ppue

    ppue Experte

    @ToMu: Die tiefen Töne sind die normalen Saxophontöne, vornehmlich Tief-D bis Bb. Darüber singt er. Einfache Zweistimmigkeit. Besonders ist der recht weiche Klang, mit denen er da unten herum hupt.
     
    Timpani gefällt das.
  4. MrWoohoo

    MrWoohoo Ist fast schon zuhause hier

    Das erinnert mich sofort an Rhonda Larson ;-)
     
  5. Guido1980

    Guido1980 Ist fast schon zuhause hier

    Mich an die hier:

     
    Bambusbläser gefällt das.
  6. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    Zuletzt bearbeitet: 15.März.2019
  7. ppue

    ppue Experte

    Das kann ich erklären, @ToMu.

    Der Spieler greift ein C, also klingt Bb. Dazu singt er ein F. Das ist eine Quinte da drüber.

    Nehmen wir an, das Bb würde mit 120 Hz schwingen, dann läge das F (Quinte= 2:3) auf 180 Hz. Schwingt das Bb also zwei mal, so schwingt das F in der gleichen Zeit dreimal, bis die Amplitude der Welle wieder einen Nulldurchgang hat. Die sich überlagernden Wellen ergeben so ein Schallereignis mit einer Frequenz von 60 Hz.

    Mal ein Bild dazu:

    Unbenannt-1.jpg

    Das ist ein Ausschnitt aus dem Film oben. Markiert ist eben der Ausschnitt mit dem gespielten Bb und dem gesungenen F. Die Töne, die die Analyse erkennt, sind exakt die Obertöne des gar nicht gespielten Bb1 noch eine Oktave tiefer.

    Vielleicht doof erklärt. Ich probiere es noch mal über die Wellenlänge:

    Nehmen wir an, die Wellenlänge des Bb wäre 3 Meter und die des F 2 Meter. Übereinander gelagert ergeben die Wellen ein Schallereignis mit einer Wellenlänge von 6 Metern. Das ist doppelt so lang wie die Bb-Welle und somit eine Oktave tiefer. Nicht gespielt aber dennoch klingend.

    Das ist ein ähnliches Phänomen wie beim Telefon, wo sich das Gehirn die tiefen Frequenzen, die gar nicht übertragen werden, aus den gehörten Obertönen herleitet.
    Einfaches Experiment dazu: Nimm einen Basston und schneide die Grundfrequenz mit einem Highpassfilter ab. Du wirst den abgeschnittenen Grundton danach immer noch wahr nehmen.
     
    TycOoN, Gisheber, Regor und 2 anderen gefällt das.
  8. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Das Phänomen wurde hier schon mal ausführlich diskutiert. Im Orgelbau werden auf diese Weise bei fehlendem Platz die ganz langen Pfeifen substituiert.
     
    quax gefällt das.
  9. ppue

    ppue Experte

    Optisch ist es gleich offensichtlich. Oben z.B. ein C2, darunter ein F2, deren positive wie negative Ausschläge sich entsprechend aufaddieren, in der dritten Spalte dargestellt.
    Schnell sieht man, dass die dritte Welle unten sich erst wiederholt, wenn die obere sich zweimal und die mittlere sich dreimal wiederholt haben. Das ergäbe dann eindeutig ein C1, obwohl es keiner gespielt hat (-:

    quinte addiert.jpg
     
    TootSweet gefällt das.
  10. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar



    CzG

    Dreas
     
  11. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    gelöscht. Die Frage der Nachbearbeitung hatten wir schon
     
  12. Timpani

    Timpani Kann einfach nicht wegbleiben

    Gehört habe ich etwas ähnliches schon bei Derek Brown ( beatbox sax) , er nennt es " Tartini tones " und es gibt ein yt Tutorial , wie man sie erzeugt.Wie man allerdings diese Quinte und zusätzlich die Obertöne singen kann ist mir ein Rätsel.Faszinierend , in der Tat.
     
  13. ppue

    ppue Experte

    Die Obertöne sind bei Sax und Stimme gratis dabei. Er macht keinen Obertongesang. Den gibt es allerdings auch. Nein, er mischt tatsächlich nur einen gespielten und einen gesungenen Ton. Albert Mangelsdorff hat das auf seiner Posaune schon in den Siebzigern getan.
     
    Timpani gefällt das.
  14. Bambusbläser

    Bambusbläser Ist fast schon zuhause hier

    Ich kann zwar nicht zirkulär atmen, aber ich kann 'rückwärts' sprechen: also beim einatmen die Stimmbänder benutzen. Auf dem Didgeridoo hört sich das ganz gut an oder wenn ich den Hirschruf mache.
    Dabei kann ich viel tiefere Töne erzeugen, als beim richtigen Sprechen.
    Vielleicht hat er eine ähnliche Technik verwendet?
     
  15. ppue

    ppue Experte

    Ne, der bläst (auch zirkular) und singt, sonst nix.
     
    Timpani gefällt das.
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden