Sommerlochthread: Würdet Ihr heutzutage wirklich nochmal mit dem Saxophon beginnen?

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von altblase, 26.Juni.2026 um 14:10 Uhr.

  1. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Einen wunderschönen guten Tag!

    Irgendwie hat man zum Saxophon gefunden...Die einen das Saxophon willentlich als erste Wahl, die anderen per Anregung/Zureden oder pragmatisch, weil in diesen oder jenen Formationen Saxophone gebraucht wurden oder dem Saxophon der Ruf vorauseilte, ein leicht zu erlernendes Instrument zu sein, wiederum andere kamen von einem anderen Instrument...

    Und etliche von Euch haben über einen längeren Zeitraum Erfahrungen mit dem Saxophon gesammelt. Wie jedes Instrument hat das Saxophon besondere Stärken als auch Schwächen...

    Und vielleicht auch irgendwann die Frage, ob man damals doch besser ein anderes Instrument hätte wählen sollen? Wenn ja, warum? Hat man sich am Saxophonklang möglicherweise satt gehört? Sind andere musikalische Vorlieben erwacht, die mit dem Saxophon kaum oder gar nicht realisiert werden können?

    Ich glaube, dass ich, wenn ich noch jung wäre und ganz am Anfang vielleicht lieber Bratsche lernen würde. Geht im Rentenalter nicht mehr so wirklich.

    Wie sieht es bei Euch aus?:cool:
     
    Zuletzt bearbeitet: 26.Juni.2026 um 14:16 Uhr
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  2. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Inzwischen habe ich schon viele Instrumente ausprobiert oder ein Stück weit gelernt. Alle haben für mich Vor- und Nachteile.

    Beim Altsaxophon ist für mich der größte Nachteil, dass ich zum Proberaum fahren muss, um üben zu können. Ein großer Vorteil ist, dass ich Instrument und Equipment auch mit dem Fahrrad transportieren kann.

    Sowohl meine musikalischen Vorlieben als auch meine jeweilige Neigung zu verschiedenen Instrumenten unterliegen dem Wandel und haben eine Wechselwirkung.

    Noch ist das Altsaxophon bei mir an erster Stelle. Bassklarinette und seit Neuestem die Sopranklarinette holen aber auf und andere Instrumente spiele ich daneben auch regelmäßig.

    Wäre ich noch mal Kind, würde ich als Basis so früh wie möglich mit Klavier anfangen, das ich erst als Jugendlicher lernte und das als Nebeninstrument für mich auch heute immer wieder nützlich ist.

    Ob und welches Instrument dann dazu käme, dazu hätte ich dann nach ein paar Jahren gerne mehr Möglichkeiten gehabt, verschiedene Instrumente ausprobieren zu können und passenden Ensembles beitreten zu können. Holzbläser wären da wahrscheinlich auch schon weit vorne gewesen für mich, wobei ich nicht sicher bin, welche Rolle ich in einer Band favorisieren würde, i.e. eher eine solistische Rolle oder eine begleitende bzw. als Teil eines Satzes.

    Eine urbane Umgebung/Großstadt mit dem entsprechenden Angebot wäre dabei im Grunde unverzichtbar gewesen, es seie denn, die Wahl wäre auf E-Gitarre/E-Bass in einer Hardrock/Metal Band gefallen und es hätte sich keine Leidenschaft für Jazz entwickelt. Meine ersten Instrumente waren Klavier und Keyboard, die ich als Jugendlicher in einer Rockband spielte, und dann kam eins nach dem anderen…
     
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  3. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Da ich neben dem Sax auch einiges andere spiele,weiß ich es nicht.
    Bei mir war es reiner Zufall. Ich habe in der Türkei im Urlaub einen Animateur Sax am Pool spielen gehört. Ich habe eine Tag später den Urlaub abgebrochen,bin heim nach Frankfurt geflogen und habe mir am gleichen Tag ein Meindl Tenor gekauft(da habe ich schon 10 Jahre Gitarre hinter mir).
    Hätte ich den da nicht gehört,wäre ich nicht zum Sax gekommen
     
  4. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Das Sax ist schon mein anderes Instrument - ich habe es in der jetzigen Lebensphase gewählt (wenn das auch schon wieder einige Jahre sind).
    Das eine oder andere Instrument juckt zusätzlich, was aber nur ginge, wenn ich nicht arbeiten gehen müsste, und das stünde in Konkurrenz zu dem einen oder anderen Tanz. Oder Schauspiel oder Sportarten oder Reisen oder christliches oder sonstiges ehrenamtliche Engagement oder...

    Das hab ich getan, wohl nicht zuletzt, weil wir zwei Klaviere daheim hatten, eins davon ein wunderbarer Konzertflügel. Ich mag Klavier auch heute noch, vielleicht finde ich bald wieder Zeit zum üben...
     
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  5. Iwivera*

    Iwivera* Ist fast schon zuhause hier

    Bei mir was es auch eher Zufall. Mein Ex hatte aus Amerika einen Koffer samt Sax umgezogen. Da erinnerte ich mich an eine Bekannte, die Sax in einem Blasorchester spielte, und war neugierig. So nahm da Schicksal mit Mitte 30 seinen Lauf.
    Als Jugendliche hatte ich ein paar Stunden E-Bass-Unterricht genommen. Leider hatte der Lehrer dann keine Zeit mehr und die Sache ist eingeschlafen. Sonst wäre ich vielleicht Bassistin geworden. Na ja, jetzt spielt meine Freundin Bass in unserem Duo.
     
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  6. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    Ich wollte gerne Gitarre spielen. Am liebsten Bass.

    Instrument und Unterricht war aber nicht drin.

    Dann bin ich in der Musikkapelle gelandet. Erst mal Klarinette lernen. Dann Saxophon. Hab mich rein gehängt und war relativ schnell bei der 1. Stimme gelandet.
    Saxophon war dann zuerst Geschichte. Wir brauchen Dich an der Klarinette.
    Habe dann irgendwann ein gebrauchtes Tenor für 400 DM erstanden und ohne Unterricht den Weg beschritten.

    Saxophon hat mich begeistert und tut es immer noch. Gitarre könnte ich heute vermutlich durch meine Arthrose die ich auch in den Finger spüre. nicht mehr spielen.
    Daher bin ich mit dem Sax gut unterwegs und wollte im Moment nichts anderes.

    Grüsse Gerrie
     
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  7. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Auf mich haben Musikinstrumente, egal welcher Art, schon immer einen großen Reiz ausgeübt. Mit Gitarre und Bass habe ich als Jugendlicher etwas rumprobiert, aber nie einen wirklichen Draht dazu gefunden. Viel später dann habe ich angefangen Saxophon zu spielen und war ziemlich schockverliebt und wusste, das ist mein Instrument. Nachdem ich immer wieder auch andere Instrumente mit Unterricht ausprobiere (seit 3 Jahren Jazzgitarre, davor 3 Jahre Klavier) stelle ich immer wieder fest, wie verbunden ich mich mit dem Saxophon fühle.
    Um die Frage zu beantworten, ja, ich würde es wieder lernen wollen. :)
     
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  8. Hünchen

    Hünchen Kann einfach nicht wegbleiben

    Warum nicht !?
    Es geht doch darum sich damit zu beschäftigen, zu lernen und Spaß zu haben. Auch (und vor allem) beim Üben.
    Und Rentenalter ist ein weiter Begriff.

    Zur Frage:
    Habe eh erst mit dem Sax angefangen.
    :)
    Kleiner Hüne
     
  9. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Könnte aber meinem musikalischen Qualitätsanspruch nicht mehr gerecht werden! Streichinstrumente sind in Punkto Feinmotorik extrem fordernd. Die Bratsche sollte nicht zum Davonlaufen klingen.:cool:
     
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  10. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    Bei mir war es eher kein Zufall, sondern ich hatte mich in den Klang des Tenors verliebt, nachdem ich mir in der Stadtbibliothek (!) eine Coleman Hawkins Platte angehört hatte. Da war ich allerdings erst 15 oder so. Bis ich an ein Saxophon drankam, vergingen noch ein paar Jahre.
    Anfangen würde ich auch heute noch jederzeit wieder.
    Reizen würden mich noch Steelguitar und Vibraphon.
     
  11. Saxversuch

    Saxversuch Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich fand schon immer den Klang eines Saxophons schön. Am liebsten mit Klavier und Bass, so ruhige Bar-Musik. Allerdings fiel mir nach meinem Start recht schnell auf, mit wieviele Probleme man als Einsteiger zu kämpfen hat. Das Sax. muß richtig eingestellt sein, das richtige Mundstück muß gefunden werden, das Thema, Blätter ist auch so groß und wenn man meint, man hat alles zusammen, dann klingt es trotzdem jeden Tag anders. Ich kann noch nicht sagen, ob ich dabei bleibe, zumal ich hier keinen Saxophonlehrer finde. Aber andere Instrumente, andere „Probleme“. Ich spiele seit vielen Jahren E-Git. und da ging es dann irgendwann los, die ewige Suche nach dem richtigen Sound. Viele Git. und Amps kamen und gingen über die Jahre und alle hatten ihre Berechtigung für eine gewisse Zeit. Meine Gitarren und Musikanlage wird bleiben, beim Sax weiß ich das nicht.
    Grüße
    Jue
     
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  12. Buschreiter

    Buschreiter Schaut nur mal vorbei

    Ich spiele seit meinem 6ten Lebensjahr Geige, wollte aber schon immer Sax lernen. Allerdings habe ich den Umweg über Gitarre, Bass, Drums und Bluesharp genommen. Mit 55 habe ich mir gedacht, nun ist es an der Zeit, habe mir von einer Bekannten ein Sax geliehen, 2 Wochen später eins gekauft und nun Unterricht. Einzig die Tastendrückerei (Klavier usw) blieb mir immer ein Rätsel
     
  13. Cazzani

    Cazzani Ist fast schon zuhause hier

    Das ist eine anregende Frage. Ich habe Anfang der neuziger Jahre das erste Mal ein Saxophon in die Finger gekriegt, da war ich schon dreißig. Das wollte dann dringend bei mir bleiben und nur spielen. In den letzten Jahren ist das immer noch mehr geworden (sowohl die Zahl der Saxophone als auch die Intensität der Beschäftigung damit). Ich bin Klang-Fetischist, und das geht mit dem Saxophon am besten.

    Wie es dazu kam, ist in meinem Fall eine spezifisch ostdeutsche Geschichte. In der DDR konnte man nicht einfach in einen Laden gehen und ein Musikinstrument kaufen. Mangelwirtschaft auch in diesem Bereich: Das Meiste, was in Markneukirchen und Klingenthal produziert wurde, ging in den Export, um der DDR Westgeld zu bringen.

    Mir ist auch keine DDR-Musikschule bekannt, an der man Saxophon lernen konnte. Privaten Kontakt zu Saxophonisten hatte meine Familie nicht. Das Instrument war einfach nicht auf meinem Radar. Stattdessen Klavier. Da ich aus einer wenig staatstreuen Familie stamme, war der Zugang zur Musikschule zunächst auch nicht möglich. Stattdessen ein uralter privater Klavierlehrer. Als Jugendlicher begann ich dann, auf eigene Faust auf dem Klavier zu improvisieren und ein paar Instrumente selbst zu bauen. Nebenbei Flötenmusik, später auch Posaune und Kontrabass. Als ich aufs Saxophon traf, hatte ich schon Musik studiert und war im Beruf. Aber es ist nie zu spät, ein neues Instrument zu lernen.

    Wenig oder spätes Saxophon ist vielleicht typisch für die Älteren im Osten. In meiner Bigband bin ich unter den Saxophonen der einzige ostdeutsch Geborene, während bei den Trompeten, Posaunen und in der Rhythmusgruppe fast nur Sachsen spielen.

    Zurück zur Ausgangsfrage: Harmonien denke ich mit den Ohren direkt in die Klavierfinger, darauf möchte ich nicht verzichten. Das nützt natürlich auch beim Saxophonspielen. Aber im nächsten Leben gehe ich zusätzlich als Kind mit dem Saxophon auf die Musikschule, damit ich dann ordentliche Grundlagen habe und weniger pfusche in der wunderbaren Welt des Jazz-Saxophons. Also Saxophon: Ja, immer wieder!
     
    Zuletzt bearbeitet: 26.Juni.2026 um 20:23 Uhr
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  14. Saxversuch

    Saxversuch Kann einfach nicht wegbleiben

    Das kenne ich auch sehr gut. Meine erste Git. als Jugendlicher war eine alte Jolana aus dem An- u. Verkauf.
     
  15. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Auch auf dem Saxophon kann man als Spätzünder nur Noten spielen, es aber vielleicht auch schaffen, das "Gänsehautgefühl" zu erzeugen. Das geht auch mit einfachen, aber gut gespielten Stücken. Man muss wissen, wo man sich rantrauen kann. Das dürfte bei der Bratsche ähnlich sein.
     
  16. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Nein!:cool:
     
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