Sommerlochthread: Würdet Ihr heutzutage wirklich nochmal mit dem Saxophon beginnen?

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von altblase, 26.Juni.2026.

  1. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Meine frühe Zuneigung zum Tenor ist einer der vielen empirischen Gegenbelege zur Pü‘schen These, man könne jemandem an der Statur ansehen, was er/sie/es denn am liebsten spielt.

    Wer wundersam und (relativ) plötzlich Schön werden will, sollte sich von der Musik ab- und der Looksmaxxer-Szene zuwenden.
    Da bekommt der Ausdruck „Ich müsste doch einen mit dem Hammer haben“ eine ganz neue Bedeutung.

    Je früher man damit anfängt, desto schöner wird’s. Sagen die, die es betreiben.
    Es soll aber auch dort Späteinsteiger geben, die dann das Modell „Sixpack im Speckmantel“ anstreben. Äquivalent zu Fuhfuh… :D

    Ich bin albern. Vergebt mir. Hier ist’s heute heiß…
     
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  2. ppue

    ppue Mod Experte

    Ist doch statistisch eindeutig. Das am häufigsten gespielte Saxophon in Deutschland ist das Alt. Schon deshalb, weil all die ohne Bauch in der Musikschule eher mit der kleineren Baugröße anfangen.
    Hier im Forum ist es aber auffällig, dass die, die aus dem Bauch heraus spielen, zumeist das Tenor quälen.

    Dann erklär du mir die unterschiedlichen Verhältnisse, @Silver.
    .
     
  3. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Und ich hab immer noch nicht wirklich einen Bauch und spiele Tenor, Bari und mittlerweile Bass... wobei letzteres weniger Bauch als gute Muskulatur erfordert, wenn man mit Gurt spielt.
     
  4. ppue

    ppue Mod Experte

    Tja, manche wählen halt das falsche Instrument.
     
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  5. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich sag euch wie es ist: Es ist die Singstimme. Die meisten spielen am liebsten in der Tonlage ihrer Singstimme. Alle spielen meist erst mal Alt und Frauen und Kinder bleiben oft dabei, weil sie sich in der Lage auch innerlich hören. Bis der Stimmbruch kommt sind die Jungs vielleicht trotzdem schon so auf ihrem Alto zuhause, dass sie nicht unbedingt wechseln. Natürlich gibts Ausnahmen, aber ich glaube frei nach Miles Davis, dass man am liebsten dort spielt, wo man innerlich hört und singt.

    Die fetten alten Säcke, schulligung, kräftigeren Herren in den besten Jahren, die in den besten Jahren erst beginnen, mögen eigentlich einen Tenoristen-Kehlkopf haben, mangels Training kommen sie aber nicht gar nicht hoch beim Singen. Sie sind mit 1,5 Oktaven zufrieden und bedienen diese auch oft in der Mitte des Tenors.

    Ich erlaube mir, obwohl kein Späteinsteiger, so unverschämt zu sein, da ich es selber so bei mir empfinde. Natürlich kann ich was auf Sopi oder Klari zum Besten geben. Will ich aber Melodien aus meiner Seele singen, lande ich komfortabel mittig auf dem Tenor. Und da bringt das Älterwerden noch was mit sich: Früher wollte ich zwar nicht zu viel üben, aber können wollen hätte ich schon gern alles, Vollgas über vier Oktaven. Heute ist Üben ein selten erkämpfter Seelenschmeichler von dem ich gern mehr hätte, aber lernen werde ich bei weitem nicht mehr alles, muss ich auch nicht…
     
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