Straßenmusik

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Gelöschtes Mitglied 11378, 25.Januar.2016.

  1. Gelöschtes Mitglied 11378

    Gelöschtes Mitglied 11378 Guest

    Hi,
    ich mache viel Straßenmusik. Ich hatte ein paar lausige Nebenjobs, aber nachdem ich herausgefunden habe wie viel Geld ich mit Straßenmusik verdienen kann (20-80 Euro/Stunde) habe ich die an den Nagel gehängt.
    Es ist eine nette Art meine Stunden, Reperaturen Blätter etc zu bezahlen.

    Wie steht ihr dazu? Bin ich hier die Einzige? Habt ihr es schon probiert?
    Vielleicht können wir ja ein paar Kniffe austauschen.

    Ganz liebe Grüße,
    Kristina.
     
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  2. JazzPlayer

    JazzPlayer Ist fast schon zuhause hier

    Frage: Wie läuft das mit dem Ordnungsamt und was für Gebühren werden da fällig?
     
  3. Gelöschtes Mitglied 11378

    Gelöschtes Mitglied 11378 Guest

    Von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Hier in Heidelberg kann man zu betsimmten Zeiten an bestimmten Orten spielen, ohne sich anmelden zu müssen.

     
  4. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Hi Kristina,

    frage mich jetzt, wo man 20 - 80 € / Stunde mit Straßenmusik verdienen kann. Bei einer begeisterungsfähigem Gruppe kann ich mir das noch vorstellen, aber also solierende Saxophonistin ?
    Ich bin sehr gespannt.

    Gruß,
    Otfried
     
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  5. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Hallo @Kristina,

    wie spielst Du? Sax pur, oder mit Play-back von CD?

    Was spielst Du? Welchen Stil?

    Und wo sind die grundsätzlich lukrativsten Standorte? (Fußgängerzone, vor einem Kaufhaus...etc.)

    CzG

    Dreas
     
  6. Macsax

    Macsax Ist fast schon zuhause hier

    .... würde mich auch interessieren.

    Spielst Du die Titel auswendig oder vom Blatt?

    Macsax
     
  7. Gelöschtes Mitglied 11378

    Gelöschtes Mitglied 11378 Guest


    Aaaaalso zu den begünstigenden Faktoren. Heidelberg ist eine Stadt voller reicher Leute. Ich bin jung und weiblich. Die häufigsten Münzen die ich bekomme sind 50 Cent und 1 Euro Münzen, und das addiert sich schnell auf.

    Ich spiele solo und ohne Playback, alle Jazz-Standarts die mir mal wieder einfallen und die ich mal wiederholen muss. Das funktioniert warscheinlich, weil ich schon immer solo und ohne Playback geübt habe.

    Die besten Standorte sind dort wo Leute rumstehen und nicht wo sie laufen. Außerdem machen einen laufende Leute immer ein wenig frustriert.

    Und dann ist da noch das Wetter... Heute habe ich etwa eine Stunde gespielt und etwas um 35 Euro verdient.
     
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  8. Gelöschtes Mitglied 11378

    Gelöschtes Mitglied 11378 Guest

    Ich spiele nie vom Blatt außer in absoluten Notfällen oder in der Big Band.
     
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  9. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Ich wohn in der falschen Stadt, bin zu alt, habe das falsche Geschlecht......
     
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  10. Saxophonia

    Saxophonia Ist fast schon zuhause hier

    Wow, ich finde es toll, dass Du das machst - da gehört schon ganz schön Chuzpe dazu.
    Mir gefällt auch, dass Du alles auswendig spielst. Ich halte es genauso, ich kann auf diese Weise schneller und tiefer in ein Stück eindringen.

    Für mich kommt Strassenmusik machen jedoch nicht in Frage, selbst wenn ich besser spielen könnte. Hier in Basel - auch wenn es immerhin ca. 200.000 Einwohner hat - kennt man sich. Man läuft sich ständig über den Weg und trifft immer die gleichen Nasen. (Liegt vielleicht daran, dass die Leute hier ziemlich sesshaft sind und meistens an dem Ort wohnen bleiben, an dem sie geboren sind.) Wenn ich mich in die Fussgängerzone stellen würde, würde es wahrscheinlich gleich in der Zeitung stehen... Und ich würde danach wahrscheinlich nur noch tief verschleiert rumlaufen :cool:
    Ausserdem hält sich in meinem Alter der "Jööö"-Faktor (also dass alle Menschen zu Tränen gerührt sind) in Grenzen. :D
     
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  11. snah62

    snah62 Ist fast schon zuhause hier

    hallo kristina,
    finde ich super das du straßenmusik machst..... ich werde ab diesem jahr
    mit einer mobilen box
    http://www.ebay.de/itm/MOBILE-PA-SO...691310?hash=item3396952eae:g:~2oAAOSwiLdV8Gg7

    ein pedalboard wo alle amps, und effektgeräte drin sind
    http://www.thomann.de/de/zoom_g3.htm
    und eine volumepedal (habe ich mir erst gerade eben bestellt) https://www.thomann.de/de/behringer_fcv100_volumepedal.htm...allle laufen über akkus
    zu mp3´s backingtracks




    u.s.w
    santana, george benson, jan cyrka, guthrie govan,shadows u.s.w und 4-5 songs wo ich einfach improvisiere

    e-gitarre spielen....

    das wollte ich schon letztes jahr aber ich war noch nicht sicher genug.....
    letzten freitag hatte ich meinen ersten mini auftritt hier zuhause vor geladenen gästen...... da ich total nervös :-? bin wenn
    ich vor leuten spiele , war das schon mal ein erster test ......
    hab mich zwar sehr häufig verspielt aber nur so kann ich es lernen
    ohne angst und nervösität vor erinem publikum zu spielen.....

    früher als ich als drummer vor publikum gespielt habe konnte ich mich ja hinter dem drums verstecken und habe die hemmungen mit alk weg :pint:gespült.....
    da ich aber heute garkeinen alk mehr trinke klappt der trick nicht mehr.....

    es ist von stadt zu stadt unterschiedlich.... z.b darf ich in köln und düsseldorf nicht spielen
    weil keine verstärker erlaubt sind..... ich möchte erst mal hier in mönchengladbach und umgebung spielen
    auch in venlo, roermond also in holland .......

    sollte ich in ein paar jahren auf dem sax besser sein würde ich auch gerne damit straßenmusik machen.....
    ach so auswendig spiele ich den kram auch.....:smil3dbd4e29bbcc7: ich kann gar nicht vom blaat spielen.....
     
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  12. Isachar

    Isachar Guest

    @Kristina

    Ich weiß noch, daß mein Bruder mal im Sommer durch Amsterdam gezogen ist , zusammen mit einem Guitarristen und die haben von ihrer Musik da einige Monate gelebt und dann auch noch richtig fett Asche mit nach Hause gebracht.Das ist aber wohl so an die 30 Jahre her.
    Heute kenne ich das aber anders.- nicht aus eigener Erfahrung, sondern vom Hörensagen, daß man vielerorts Genehmigungen braucht und sich mit anderen Strassenmusikern um die besten Plätze "kloppen" darf.
    In Hamburg trifft man immer wieder mal auf irgendwelche ""Russenkombos"" und die sind oft verdammt gut, daneben steht aber ein Indianischer Panflötenspieler, auch verdammt gut,und ein paar Schritte weiter sitzt jemand mit seiner Gitarre und singt Bob Dylan Lieder und noch etwas weiter stehen zwei Zigeunermädchen mit Akkordeon und Fiedel und geben sich richtig Mühe und irgendwo dazwischen sitzt auch noch ein exotischer Sitarspieler.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß die alle viel verdienen, dazu ist der Musikerandrang zu groß und das "Publikum" schon zu abgenervt, erst recht, wenn in S - und U-Bahnen dann auch noch Musiker herumturnnen, die ein kurzes Liedchen spielen, schnell mit dem Hut herumgehen und bei der nächsten Station den Waggon wechseln. Musikalische Bettler also.
    Vielleicht bist Du als "Dame" in Heidelberg da ja noch unberührt von, aber ich würde mich auf das Thema "Strassenmusik" heutzutage absolut nicht verlassen wollen.
    Ich habe mal miterlebt, wie drei russische Donkosaken in voller Uniform in Karlsruhe abgechasst wurden wegen Lärmbelästigung, dabei hatte die doch nur gesungen und zwar unplugged !

    Aber irgendeinem Geschäftsmann in der Fußgängerzone hats halt nicht gefallen und er hat die Büddel gerufen, schon war Schluß mit Lustig !

    Wir werden ja heute mit Musik von früh bis spät zugerieselt, ob im Supermarkt, ob im Fahrstuhl ob am Bahnhof, alles aus der Konserve über Lautsprecher, Da haben dann Livemusiker in den Straßen nicht mehr viel Platz in den Köpfen der Leute, weil Musik ein umsonstig ständiges Allgemeingut ist, welches manchmal eher schon nervt als zu erfreuen.

    Wenn Du dabei noch Kohle machst, hast Du eine sehr glückliche Position, aber verlasse Dich da nicht drauf, die wird nicht ewig bestehen !

    Grüßle

    Isach
     
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  13. niko005

    niko005 Kann einfach nicht wegbleiben

    Hey, ich habe auch zwei Sommer lang mit einem Gitarristen zusammen in Berlin Straßenmusik gemacht. Regelung in Bremen, Oldenburg und Berlin ist, dass man alle 30 Minuten offiziell umziehen muss. hatten aber nie Probleme.

    Das mit dem Geld ist so ne Sache, wir haben einfach stundenlang soliert. Hat mich selbst und meine Intonation mega weitergebracht, grade unter Brücken und U bahn Höfen kann man einen irren Sound haben, durch Hall etc. Aber viel verdient haben wir nicht. War aber auch Berlin, vielleicht ist da das Angebot zu groß.
    Sobald wir uns aber etwas verkleidet haben, Schwarzer Anzug, Hut und Sonnenbrille, wurde es gleich mehr :D
    In Bremen war es etwas besser, da haben wir zu zweit 15-30 Euro die Stunde gemacht.

    Abends gab es auch oft nette Bekanntschaften, manchmal etwas Bier, ein par mal andere Musiker, die dann auch mit eingestiegen sind.

    Ist ne tolle Sache und mache ich immer wieder gerne :)
     
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  14. Gast_13

    Gast_13 Guest

    Cool, in Heidelberg ist das sicher klasse für Dich. Viele Touristen aus Asien und USA. In welcher Ecke stehst Du da denn immer?
    Leider komme ich viel zu selten aus meinem Neuenheimer Feld mal in die Altstadt. Wenn ich dann mal da bin, sehe ich immer den Schwarzen mit der Flöte und Kabassa. Der performt regelmässig in der Hauptstrasse.

    Allerdings ist Sax im Freien schwierig. Oft ist bei den Staßensaxophonisten die Intonation ziemlich Grenzwertig.

    In Ludwigshafen sind verstärkt die Roma aus Bulgarien oder Rumänien unterwegs. Manchmal gut, oft aber eher schlecht.

    Letzthin war ein Bulgarein der Fußgängerzone. Der hat Klarinette gespielt, immer eine Strophe und dann eine Strophe gesungen. War schön, wie er da in der Dämmerung gespielt hat. Richtig tolle Athmosphäre!

    Aber ich denke für Dich ist das sicher ne gute Sache, üben und dafür noch Geld zu bekommen! ;-)
     
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  15. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Ich mach gelegentlich Strassenmusik. Komme aber höchstens auf 15 Euro. Bin aber auch nicht besonders gut. In Bad >Homburg darf man von 10 - 13 Uhr und von 15 bis 19 Uhr spielen. Immer eine halbe Stunde dann muss man hundert meter weiter. Dort darf aber niemend in der letzten Stunde vorher gespielt haben.
     
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  16. deraltemann

    deraltemann Strebt nach Höherem

    a. sollange niemand dir Geld gibt mit bitte auf zuhören ...is et gut mach weiter :cool:
    b- bei den Russischen Barden in HH handelt es sich oft um studierte Musiker ----- nur mal so neben beio_O
     
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  17. Isachar

    Isachar Guest

    @deraltemann
    Völlig richtig !
    Und die verdienen auf der Straße hier angeblich noch mehr als in ihrer Heimat.

    Ich unterhalte mich ganz gerne mit solchen Leuten, wenn es die Gelegenheit ergibt und einer meinte tatsächlich mal : Zuhause verdiene ich nix und hier auf der Strasse auch nix.
    Aber in Deutschland wird das "Nix" wenigstens in Euro bezahlt und davon kann ich im Winter zuhause überleben und meine Familie mit durchfüttern !

    Schon krass oder ?

    Isach
     
  18. Gelöschtes Mitglied 11378

    Gelöschtes Mitglied 11378 Guest

    Ich gehe meist zum Bismarkplatz. Da stehen viele Leute rum die ich langweilen und auf ihre Bahn warten.
    Tatsächlich kriege ich nicht sehr viel Touristen, sondern eher Heidelberger Leute. Ich spiele meist bei schlechtem Wetter weil da praktisch gar keine Straßenmusiker unterwegs sind und die Plätze frei.
     
  19. Isachar

    Isachar Guest

    @Kristina

    Nun ja, ausgerechnet der Heidelberger Bismarkplatz mit all seinen Knotenpunkten von S-Bahnen und Bussen ist ja auch kein sehr schöner Platz, erst recht nicht wenn es noch schlechtes Wetter hat.
    Vielleicht hast Du da einen Sonderbonus, wenn Du ausgerechnet dort die Leute etwas mit Musik erheiterst ;-)

    In Heidelberg habe ich einige Jahre gelebt - auf dem "Boxberg" genaugenommen, zwischen Heidelberg und Leimen , und egal ob ich zum Judoverein oder zum Ruderclub an den Neckar wollte, ich mußte immer über den scheiß Bismarksplatz fahren, umsteigen und warten.

    Wenn damals jemand mit etwas Musik meine Wartezeiten versüßt hätte, dann hätte ich an dem tristen Platz wohl auch mal eine Mark springen lassen.
    ok , heute heißt das "Euro" damals aber eben noch D-Mark.


    ;-)

    Isachar

    ;-) ;-)
     
  20. Juju

    Juju Strebt nach Höherem

    Moin Kristina!
    Cool dass man das in Heidelberg noch so problemlos machen kann. Hier in London ist Busking sehr streng geregelt.
    Früher in Hamburg haben wir das auch mal mit einem Saxophonquintett gemacht, lang ist's her...

    Die wahrscheinlich lukrativste Session in Sachen "Straßenmusik" hat mein Mann vor vielen Jahren hingelegt:

    Diese anderthalb Minuten sind der Grund, warum wir heute einigermaßen sorgenfrei in London leben können.
    Das war natürlich keine "echte" Straßenmusik-Session, aber vielleicht hilft es ja trotzdem dem einen oder anderen, falls sich eine ähnliche Situation ergibt und irgendwer mit ner Kamera und Mikrophon aufschlägt, während Ihr spielt: Nicht mit einer Performance Fee abspeisen lassen sondern die Improvisation urheberrechtlich schützen lassen (Dave war damals gut beraten worden und hatte die Improvisation als Komposition angemeldet und erhält entsprechend Royalties, auch heute noch).

    LG Juju
     
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