Swing üben

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Nilu, 29.November.2022.

  1. Nilu

    Nilu Ist fast schon zuhause hier

    Habt ihr den Swing schon mal so geübt?
    Metronom an und dann die kurze Achtel auf den Metronombeat spielen plus natürlich noch die lange Achtel hinterher.
    Bring das was?
     
  2. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Na ja........ Womöglich ist das ein Weg.
    Da haben unsere Musiklehrende sicher ein fundiertere Meinung als ich

    Letztlich empfinde ich "Swing" und "Metronom" als Widersprüche in sich.

    Cheerio
    tmb
     
  3. KlausSax

    KlausSax Schaut nur mal vorbei

    Bin mir nicht sicher, welchen Effekt das haben soll. Hilfreich für die Entwicklung eines Swing Feelings ist m.E., das Metronom auf den Back Beat einzustellen und /oder das Takttreten mit dem Fuß auf den Back Beat zu stellen.
     
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  4. Silver

    Silver Strebt nach Höherem

    Wenn, dann muss die lange Achtel auf den Viertel-Beat und die kurze Achtel dazwischen. Sonst wird es Polka.

    Viel wichtiger ist die Phrasierung, die die Off-Beat-Achtel betont und zur nächsten Note überbindet.
    1. 2. 3. 4.
    haa-TAhaa-TAhaa-TAhaa-TA

    (das klappt leider nicht wie ich wollte - die Zahlen sollen eigentlich genau über dem h von haa stehen…)

    Ebenfalls zuträglich für einen swingenden Groove ist es die 2 und die 4 zu betonen (Down Beat) - Viertelnoten auf der 1 und der 3 werden breit gespielt (Daaa), auf der 2 und 4 kurz und betont (DATT).

    Diese beiden Elemente machen technisch den Swing aus.
    Die Triolisierung der Achtel bzw. die genaue Position und Dauer der Achtel ist sehr stark abhängig vom Epochenstil und noch abhängiger vom Personalstil.
    Außerdem kann man bei 60 bpm viel besser triolisieren als bei 300 bpm (geht aber auch…).
    Also langsam anfangen - erst wenn es bei 60 groovt klingt es bei 120 sauber.

    Und wie immer: viel und bewusst zuhören und mitspielen, nachspielen.

    Den Beat mit dem Fuß mit-tappen würde ich erst, wenn der Swing sicher sitzt. Bis dahin: Metronom (gerne auch auf 2 und 4;) )
    Sonst tappt man sich gegen den Rest der Welt ins Aus… Polka…
     
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  5. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Echt?
    Das ist mir neu.
     
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  6. Feuerstreuer

    Feuerstreuer Ist fast schon zuhause hier

    Ich würde mir ein passendes Playalong oder IReal (BiaB) suchen und darauf üben. Bzw. mache ich das so.

    Was noch wichtig ist, leider finde ich das Video dazu nicht mehr von einem Gitarristen, ist zu schauen ob es wirklich swing ist oder ob es ein shuffle ist - manchmal schlecht zu unterscheiden - am Ende zählt es ins Gefühl zu bekommen und das würde ich eben mit Übungen zu swing oder shuffle machen. Dazu gibt es sehr viele Playalongs, die nutzbar sind.

    Was ICH mache: ich nehme mich dabei auf und höre mir das hinterher an. Das ist sehr wichtig und die eigene Ehrlichkeit offenbart oft gravierende timing-Probleme. Nur üben macht den Reflexionspprozess doch deutlich eindimensional.

    Ich übe oft Tonleitern bzw chromaitsches Spiel, Akkordbrechungen und alle möglichen Intervallübungen über Beats, statt Metronom und versuche das möglichst musikalisch zu machen - also so eine Toneleiterübung von HTGT kann richtig nach Musik klingen und trotzdem oder gerade deswegen einen guten Übeeffekt für Timing und Fingergedächtnis sein.

    Wichtig finde ich, das Ganze mit der passenden Artikulation zu machen, was es nochmal deutlich schwerer macht. Video hänge ich mal unten mit dran.

    Mit der Artukilation finde ich, dass es weit weniger vom geraden Beat abweichen muss, je schneller der tune läuft. Irgendwann wird es eigentlich fast wie gerade und nur noch durch die Artikulation wird es swing - sicher nicht gnaz korrekt (ausgedrückt) - ist aber mein Empfinden. Ich spiele aber auch nichts ind den hohen Geschwindigkeiten, welche hier genannt werden (>300km/h)

    schön zu hören bei Trompetern und ich für mcih höre mir das auch am liebsten bei Lee Morgan etc. an. Ich finde, dass ich für mein Saxophonspiel eine Menge bei den Blechbläsern holen kann.

    hier mal n Beispiel (nur weil es gerade im Hintergrund läuft):




    Das mit dem Metronom auf 2 und 4 habe ich für mich nicht so gut empfunden. Ich bin für mich dann auf "normale Beats" umgstiegen und habe lange nur auf die Offbeats geübt.



    Was mir bezüglich Artikulation geholfen hat sind Viedeos wie diese hier:















    -> alles jetzt mal so aus Laienperspektive - evtl. ist das auch der falsche Ansatz ... für mich bin ich so ganz gut vorwärtsgekommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29.November.2022
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  7. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Zuhören und nachspielen halte ich für eine gute Methode. Weil von Achteln die Rede ist, finde ich sowas hier geeignet. Davon hat er ziemlich viele Videos für Alt und Tenor:

     
  8. SaxPistol

    SaxPistol Strebt nach Höherem

    Gerade probiert:
    in ireal stück mit entsprechendem Stil gesucht (z.B. Medium Swing Up), Klavier und Bass ganz ausgeblendet, so dass nur noch Schlagzeug zu hören ist.
    Könnte zum Üben funktionieren.

    Ansonsten: It don't mean a thing ... :cool:
     
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  9. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Zum Beispiel:
    Count Basie!
     
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  10. Feuerstreuer

    Feuerstreuer Ist fast schon zuhause hier

  11. Silver

    Silver Strebt nach Höherem

    . ! - ich meinte das als Hilfestellung um in den Swing zu kommen. Das ist nicht glücklich (weil zu allgemeingültig) formuliert.

    Edith meint: Tomaten auf den Augen und wechstaben Verbuchselt. Natürlich ist es mittlerer Quatsch, was ich zu 1/3 bzw. 2/4 geschrieben habe!


    Erkläre es gerne besser - wenn es einer kann, dann Du.
     
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  12. Nilu

    Nilu Ist fast schon zuhause hier

    Vielleicht soll damit die Regelmäßigkeit/Timing der 3. ten Triole in einer Swingachtelkette geübt werden.
     
  13. Nilu

    Nilu Ist fast schon zuhause hier

    Dann ist es doch gut, wenn das Metronom diese wichtige Stelle markiert.
     
  14. Silver

    Silver Strebt nach Höherem

    Aber nur, wenn Du unabhängig von dieser ungewöhnlichen Markierung einer „X-und“ zu jedem Zeitpunkt genau weißt, wo die 1 ist.
    Mit echter Musik hat das dann aber nicht mehr viel zu tun - jedes Playalong, iReal, Echte Band klingt anders.

    Aber vielleicht verstehe ich auch nicht so recht, wie du das Metronom einstellen willst und auf welchen Klick dann was gespielt werden soll.
     
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  15. KlausSax

    KlausSax Schaut nur mal vorbei

    Wenn es dir lediglich um die Gleichmäßigkeit geht, dann könnte es ein geeigneter Ansatz sein, den Swing als saubere Triolen aufzufassen. Wenn das Metronom lediglich das letzte Achtel der Triole anzeigt, muss du natürlich sicherstellen, dass du die erste Achtel der Triole genau triffst. Ich würde anfänglich das Metronom alle drei Achtel spielen lassen, mit dem Schwerpunkt auf der dritten Achtel.

    Wenn du die Gleichmäßigkeit bei langsamem Tempo intus hast, kannst du das Tempo erhöhen und ggf. nur die dritte Achtel vom Metronom anzeigen lassen. Wenn du das dann drauf hast, kannst du anfangen zu variieren und die 3. Achtel je nach Stil früher oder später spielen, aber bewusst und kontrolliert.

    Das mehr oder weniger ausgeprägte Anbinden der 3. Achtel ist m.E. sehr übungswürdig. Ebenso die Betonung der Ganzen in Aufwärtsbewegungen und der 3. Achtel Abwärtsbewegungen. -- Aber immer eins nach dem anderen :)
     
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  16. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ha, da ist der Greg Fishman aber öfters anderer Ansicht :)
     
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  17. Silver

    Silver Strebt nach Höherem

    Aha.:cool:
    Wenn man nicht alles selber macht :rolleyes:

    Also: als ich in #4 zu 1/3 bzw. 2/4 schrub, war ich abgelenkt und habe Blösdinn geschrieben.:confused:

    Betonte Zählzeiten („Downbeat“) bei 4/4 im Jazz sind die 2 und 4.

    Weswegen natürlich Viertel auf dem Downbeat betont und eher breit gespielt werden (DAAA > auf der Note) während Viertel auf 1 bzw 3 eher punktiert (dat).

    Deshalb kann es für den Groove hilfreich sein, das Metronom auf 2 und 4 zu stellen, so lange man trotzdem noch eindeutig weiß, wo die 1 ist.


    Jetzt besser erklärt, die Herren von der lehrenden Zunft?
     
  18. Silver

    Silver Strebt nach Höherem

    Das verstehe ich nicht.
    Was haben Ganze Noten mit Swing-Achtelketten zu tun und inwiefern spielt die Bewegungsrichtung eine Rolle bei der Phrasierung?
     
  19. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Im Ernst...
    Im verstehe es immer noch nicht.
    Viertel auf 2 und 4 können doch genauso kurz sein wie die auf 1 und 3.
    Viertel sind doch immer kurz (tongue stop), es sei denn es steht was anderes drüber (dachte ich zumindestens).


    Ich empfehle dieses, auch wenn es natürlich das Hören der Meister nicht ersetzt:

    https://www.amazon.de/Science-Art-Saxophone-Teaching-Essential-ebook/dp/B08XKB24GG
    oder besser hier:
    https://outskirtspress.com/raysmith

    Video dazu:
     
  20. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    EXKURS
    Die sich entwickelnde Diskussion zeigt einmal mehr, dass der Versuch, ein "feeling" in Noten darzustellen oder anderweitig zu beschreiben, bestenfalls eine (wohl notwendige!) nur bedingt zielführende "Krücke" ist.
    Ja, wir müssen uns damit helfen und irgendwie versuchen, aus den schwarzen Dottels dann Musik zu machen.
    Und es macht auch Sinn, sich über diesen Weg heran zu arbeiten. Ja!

    und letztendlich gilt doch: Hear it, feel it, play it
    EXKURS Ende
     
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