Tipps zum Üben, Tonleitern für "Intermediäre" :-)

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Satchmo, 30.März.2023.

  1. Satchmo

    Satchmo Nicht zu schüchtern zum Reden

    Hallo zusammen,
    seit weit > 1/2 Jahr spiele ich beim Üben immer ca. 10 Minuten ein paar Tonleiterübungen aus

    Joseph Viola
    Technique of the Saxophone Vol. 1: Scale Studies

    https://www.alle-noten.de/Blaeser/Saxophon/Technique-of-the-Saxophone-Vol-1-Scale-Studies.html
    und habe jetzt 2/3 des Buches durch. In dem Buch werden die Dur-Tonleitern thematisiert.
    Ich wollte hier mal fragen, ob es noch vergleichbar großartige Bücher gibt, die etwas fortgeschrittene Tonleitern in annähernd ausufernder Breite näher bringen, wie z.b. Moll melodisch, Moll harmonisch, alteriert, mixo#11, mixo b9b13 und welche, die ich noch gar nicht kenne :)
    Danke für hilfreiche Ideen und v.a. Vorschläge zu Notenheften!
    Schöne Grüße
    Stefan
     
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  2. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Na ja, da gäbe es ja noch Volume 2 und 3 :)
     
  3. Satchmo

    Satchmo Nicht zu schüchtern zum Reden

    Ja, vermutlich meinst Du die beiden Bände, die schon in meinem Regal stehen :)
    Aber die zielen darauf ab, Rhythmus und Akkordverständnis zu trainieren. (Das Akkorde und Tonleitern irgendwie verwandt sind habe ich auch schon mal gehört :)

    Gesucht sind daher wirklich Tonleiterübungen zu avantgardistischen Tonleitervarianten, wie sie die "Großen" zum Improvisieren einsetzen :-D
     
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  4. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Was hast Du gelernt, mitgenommen, als Du das Heft durchgespielt hast, und was möchtest Du lernen? Wohin soll Dich Dein Weg musikalisch führen?
    Das soll jetzt nicht provozieren, aber das, was in dem Heft steht, musst im Kopf (sprich Finger und Ohren) haben.

    Wenn Du da für neue (für mich wesentlich bessere und zielführendere) Ideen offen bist, kauf Dir für einen Monat den Zugang zu Greg Fishman's Videos
    https://gregfishmanjazzstudios.com/membership/

    Liebe Grüße, Ton
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.März.2023
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  5. Gerd_mit_Sax

    Gerd_mit_Sax Ist fast schon zuhause hier

    Ein guter nächste Schritt wäre wahrscheinlich:
    Patterns for Jazz von Jerry Coker
     
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  6. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Ich hätte noch anzubieten:

    Bert Ligon, Comprehensive Technique For Jazz Musicians

    Wie der Titel schon sagt, erschlägst du damit alle Probleme auf einmal (nach und nach...)
     
  7. Satchmo

    Satchmo Nicht zu schüchtern zum Reden

    Super, vielen Dank bisher für die Tips! Ein Monat Abo bringt mich da vermutlich nicht weiter, da ich die Übungen ja langfristig einflechte um die Tonleitern in das Gehirn einzubauen und dann hoffentlich im Verlauf der kommenden Jahrzehnte einigermaßen cool improvisieren kann. Die anderen Bücher von Viola kommen aber auch bald auf den Ständer.
     
  8. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Warum lernst Du das ganze Zeug dann nicht gleich auswendig?
    Zum reinen Trainieren der Finger gibt es Besseres.
     
  9. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Alle möglichen Tonleitern in den Fingern zu haben hilft Dir beim Improvisieren nur bedingt, wenn überhaupt.

    CzG

    Dreas
     
  10. peterwespi

    peterwespi Ist fast schon zuhause hier

  11. GelöschtesMitglied5507

    GelöschtesMitglied5507 Guest

    In meinen ersten beiden Saxophonleben habe ich immer brav "Major und Minor" von Aebersold gespielt, das hat mir für die Impro nahezu null geholfen. Jetzt nutze ich viel Youtube Inhalte, da besonders die tollen Angebote von Katrin Scherer. Es hilft mir mehr, wenn Tonleiteren, Akkorde, Skalen gleich einen praktischen Bezug haben.
     
  12. kindofblue

    kindofblue Ist fast schon zuhause hier

    Wenn Du Tonleitern nach Noten üben willst, kann ich dir folgendes Heft an's Herzen legen:
    https://www.alle-noten.de/Kuenstler/Guy-Lacour/28-Etudes-nr-5.html
    Sind anspruchsvoll und tönen recht gut, ob es Dich auf Deinem Saxleben weiterbringt, muss Du selber entscheiden.

    Daneben habe ich auch viel folgendes Heft gespielt:
    https://www.alle-noten.de/Blaeser/Saxophon/158-Saxophone-Exercises.html
    Jede Übung basiert auf einem Pattern, ist aber sehr mechanisch.

    Auch eher klassische angelehnt sind die Übungen von Salviani
    https://www.alle-noten.de/Blaeser/Saxophon/Exercises-in-All-the-Practical-Keys.html

    Also Arbeit gibt es genug.

    kindofexercises
     
  13. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Das hilft schon, solange man die Tonleitern sicher auswendig kann, nicht nur rauf und runter, sondern in Terzen, Quarten, Quinten, Drei-, Vier- und Fünfklängen, mit Approach von unten und oben.

    Am besten, man liest eine Tonleiter oder Übung irgendwo ab und entwickelt dann die anderen 11 aus dem Kopf. Das ist meine Kritik an dem Material von Viola und vielen anderen Anbietern, dass sie jeden Pups in 12 Tonarten aufschreiben. Man klebt an den Noten und die Birne schläft ein. Dabei ist für Jazzer enorm wichtig, alles Material im Kopf und in den Fingern zu haben und ohne Notenständer spielen zu lernen.
     
  14. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Nicht nur das.
    Man sollte jede Tonleiter von jedem Ton bergauf und bergab können - und auch immer den Grundton dazu hören. Und das Ganze auch in Progressionen.
    Deswegen auch meine ehrlich gemeinte Frage, ob das Material für Improvisation großartig was gebracht hat.
     
  15. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Hi Stefan,
    wenn Dein Ziel ist, zu improvisieren (und nicht "nur" die Geläufigkeit zu trainieren), dann bringen diese Bücher nach meiner Einschätzung tatsächlich leider gar nichts.

    Scales/Tonleitern halte ich generell eher für überschätzt.

    Ich finde in Akkorden zu "denken" viel wichtiger und diese dann alterieren, approach notes einbauen, enclosures nutzen, licks abkupfern (das bringt echt viel) und wenn nach viel viel über auch komplexer sein darf Akkordsubstitutionen und sonstige inside/outside-Konzepte (und klar ab und zu auch mal eine Scale).

    ... und das aber bitte immer in einem harmonischen Kontext, sonst bringt das auch nicht viel.

    Klar muss man "tonleitermaßig" wissen, was (zum Beispiel) die #11 ist, und dazu hilft, es sich die Tonleiter zu vergegenwärtigen - aber ohne den harmonischen Kontext ist eine #11 auch nur irgendein Ton. In C-Dur die #11, in G-Dur die maj7, in F-Dur die b9 usw.

    Ich fürchte, dass Du viel Zeit auf die Tonleitern verwendest, ohne Dich wirklich Deinem Ziel zu nähern (erneut: wenn improvisieren das Ziel ist).

    Aber lass Dich nicht entmutigen - überhaupt zu spielen ist schon mal gut. Und wenn ich Deinen Post richtig verstehe, dann spielst Du noch nicht so lange (?); und am Anfang spielen alle Tonleitern. Aber davon muss man irgendwann wieder weg ...

    So long
    Stevie
     
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  16. bthebob

    bthebob Ist fast schon zuhause hier

    Kleiner Einwurf zum Thema -Übematerial- allgemein:

    Meine Erfahrung:
    Bei der Menge an Angeboten, die es auf'm Notenmarkt gibt.

    Auch immer drauf achten, ob das "Zeug" mir vom eigenen,
    musikalischen Geschmack her liegt.;)

    Weil ... jede Übung, jeder Lick ist bereits ein kleines Stück Musik

    BTW @Ton Scott

    Dank für deinen Tipp letztens, um "meine diminished scales" zu erweitern.
    "Immer erst den Vierklang spielen, bevor man dann die Terzen spielt"

    Macht großen Spass, diese Übung !

    VG
     
  17. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

  18. Wanze

    Wanze Strebt nach Höherem

    Es gibt sicher viel berufenere, die sich ja teilweise schon geäussert haben, aber hier mal meine Gedanken dazu:

    Eine Buch, in dem jede erdenkliche Tonleiter abgedruckt ist, hilft mir fürs improvisieren nur wenig: Wenn ich das Buch durcharbeite (Respekt!) dann kann ich nämlich genau das, was ich geübt habe: Tonleitern von einer Vorlage abspielen.

    Äh ja, sorry. Tonleitern, Akkordbrechungen... alles gleich wichtig. Aber das wichtigste ist es, die Tonleitern etc. auswendig zu können. Auf einem Leadsheet zum Improvisieren steht nämlich bestenfalls der Akkord (dann kann man sich die Tonleiter dazu herleiten) - aber garantiert keine ausnotierten Tonleitern. Daher bevorzuge ich Bücher wie
    Da sieht man einen Vorschlag für ein Pattern - und dann geht es durch die Tonarten... und was dann die Terz, Quinte, Septime von Gb oder Eb ist, muss man sich selber überlegen oder besser in den Fingern haben.
    [​IMG]

    Aber, noch besser:
    The Improvisation Academy von @peterwespi geht vom gleichen Ansatz aus, dass man die Tonleiter/Akkorde/Pentatonik/Bluesscales/was-auch-immer in die Finger bekommen muss. Und dazu gibt es auf den Seiten haufenweise Material. Es wird immer beispielhaft gezeigt, wie das Pattern aufgebaut ist, in Terzen, in Quarten, mit Approach-Notes etc. ... und dann kann man das ganze auf alle anderen Tonleitern übertragen. Und das beste: Man findet da auch ganz viel Hintergrund: Phrase, Motiv, Aufbau... ich glaube, viel mehr braucht man nicht um improvisieren zu lernen - ausser Übung.
    (und wenn ich es immer noch nicht kann, liegt nur an meiner eigenen Faulheit...äh, am Zeitmangel, wollte ich sagen.)

    Grüße,

    Wanze

    PS: Danke für die Frage, ich fang dann auch mal wieder an, Tonleitern zu üben.
     
  19. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Jawoll. Das Auseinanderdividieren von Tonleitern und Arpeggios in Theorie und Praxis ist eh wenig zielführend. Schon wenn ich eine Tonleiter in Terzen oder gar Dreiklängen übe, übe ich Arpeggios. Umgekehrt steckt in jedem Arpeggio eine Tonleiter, die ich beim Spielen mitdenken oder gar mitspielen muss/möchte/darf/soll.

    Spiele ich 1-3-5-7, ist die 9 nicht weit - oder nehme ich die b9? Schon bin ich in den ominösen "upper structures" - spiele ich 5-7-9-11 oder besser #11? Gleiche Frage bei der 13 - das ist ja die 6. Geht auch b6? Durch diese Gedanken oder besser beim Spielen über einen popeligen Vierklang entstehen so bei Bedarf und Mögen etliche unterschiedliche Tonleitern, die NUR in den Theoriebüchern ausführlich benamt werden. So entstehen dann Wortungeheuer wie mixolydisch #11 und lokrisch #2 u.a.
     
    Gelöschtes Mitglied 13399 und Dreas gefällt das.
  20. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    Also, ick mag mein Technique of the saxophone Volume 1 Scale Studies sehr...;)

    Learn Melody, Harmony, Rhythm, and Improvisation Techniques...

    Sprich Major Scales, Diads, Triads, Tetrads, Pentads, Hexads, Septadas in Tonal Variations & Polytonal Variations...
    Alles drin was ich zwingend für meinen "Werkzeugkasten" benötige...;)

    Deckt bei mir vieles ab..., von Technik, über Intonation, bis hin zum Akkordverständnis... Wenn man das dann noch
    oft genug spielt geht es über ins Unterbewusstsein, iss von daher auch abrufbar...

    Sonst bin ick immer noch bei Jazz Conception unterwegs, wobei einem damit auch ne Motivschleuder für freie Improvisation
    direkt in die Tasche fällt...;)

    Und klar Pentatoniken, und Blue Scales üben von allen Varianten aus zu spielen... Schon füllt sich der Werkzeugkoffer...!
    Und dann einfach machen..., finden sich ja auch ausreichend Playalongs bei youtube.com...

    Nutz sonst da auch gerne das Jazz Fake Book.., und nen Reel Book hab ich neben nem Charlie Parker Omnibook auch noch...

    Viele Wege führen nach Rom...;) Letzlich muss man nur einen für sich passenden einschlagen...
     
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