Wie motiviert ihr euch?

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von EstherGe, 19.September.2019.

  1. EstherGe

    EstherGe Ist fast schon zuhause hier

    Ich weiß, alle lieben wir das Saxophon und gerade wenn man es neu entdeckt ist man mit vollen Eifer dabei.
    Nun tröte ich schon 35 Jahre :wideyed: so vor mich hin - eher mittelmäßig - und wenn ich neue Noten für die Big Band oder das Quartett bekomme, dann sehe ich mir das an und übe auch die für mich schweren Stellen, aber so richtig üben - habe ich auch nie wirklich gelernt.
    Nun kommt durch die Big Band auch von mir neues Gebiet auf mich zu, wie z.B. improvisieren oder auch Quintolen oder sonstiger merkwürdiger Kram.

    Ich weiß, wir hatten so ein ähnliches Thema schon - nur schien mir das eher ein protzen mit dem, was und wie viel man alles übt.

    Ich schaue mein Saxophon manchmal tagelang nicht an. Mir fehlt es an Motivation, an Übungsmaterial, an einen Leitfaden und manchmal auch einfach an Lust darauf. MAnches, was ich dan anfange ist einfach zu hoch gegriffen, dass ich nach ein paar Minuten schon frustriert bin :arghh:.
    Ein Lehrer passt leider nicht noch in meinen Zeitplan.
     
  2. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Da hilft nichts ausser ein Lehrer.

    Streiche eins, und nimm Unterricht. So würde ich es machen - ganz pragmatisch gesehen.
     
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  3. Nilu

    Nilu Ist fast schon zuhause hier

    Lerne einfach viele, viele verschiedene Tonleitern durch ALLE Tonarten, gebunden, gestoßen, (in 2 3 4 8 Gruppen), gerade, geswingt auswendig.
    Das dauert sicherlich min. 6 lange Jahre - lass dir Zeit dafür, kein Stress.
    Fange mit H an, der Rest wird dann einfacher, was sehr motivierend ist.
     
  4. saxfax

    saxfax Strebt nach Höherem

    Oh ja, das kenne ich. Du bist wahrlich nicht die Einzige ;)

    Das ganze ist sicher auch eine Frage des Typs. Am ehesten helfen mir eindeutige häusliche Rituale, in meinem Fall am Anfang eine Mundstückübung, dann ein Satz Skalen rauf und runter. Danach ist der erste „Anblaswiderstand“ meist überwunden und ich habe das erste Erfolgserlebnis und kann mich (nicht immer ....) einem Stück aus der Band oder eine Aufgabe aus dem Unterricht widmen. Das sind dann z.B. von einem Stück das ich spiele die Vierklänge in Vierteln oder Achteln spielen (z.B. Dm / Dm / Am7 / D7 / Gmaj7 / Gmaj7 / Gm7 / C7 / Fmaj7 / Fm7/Bb7 / Ebmaj7 / Em7b5/A7b9 //
    - bitte am besten auswendig! sagt mein Lehrer dazu.

    So in etwa. Das heißt aber nicht, das mir das jeden Tag gelingt :rolleyes:
     
    Zuletzt bearbeitet: 19.September.2019
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  5. noodles

    noodles Ist fast schon zuhause hier

    Interessanter Aspekt, der sicherlich richtig ist, auch der Tipp stimmt: Tonleitern sind nun mal die Bibel.
    Allerdings bauen die Tonleitern aufeinander auf und C ist die Grundlage, ich würde also trotzdem bei C anfangen. Die Motivation besteht dann darin, dass F / G zu 95 % schon geübt sind, falls man sich seriös um C gekümmert hat. Das zieht dann entsprechend durch bis 7# und 7b, (die ja wiederum gleich sind wie 5# und 5b).

    Meine Motivation ist das Musik machen selbst und der gesellige Aspekt bei dieser Sache.
     
  6. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

     
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  7. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Quintolen?
     
  8. snah62

    snah62 Ist fast schon zuhause hier

    vielleicht solltest du mal ein paar Wochen( Monate) garnicht spielen.... ich habe letztens ne Gitarrenpause eingelegt (zwei Wochen) weil ich auch nicht mehr so richtig motiviert war, habe in der Zeit viel Saxophon geübt... ab und an hatte ich auch wieder Lust die Gitarre zu nehmen, dann habe ich mich aber gezwungen , sie nicht zu nehmen... nach zwei Wochen war ich wieder super motiviert....
     
  9. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @EstherGe

    Ach, kenn‘ ich nur zu gut. Jetzt muss ich auch noch neue Stücke für die Band einüben, die gar nicht so mein Ding sind. Wunsch von unserem Drummer, was ja o. k. ist....er soll sich ja auch einbringen. (Funky, schnell oder auch Richtung Bebop....wobei ich Funk richtig klasse finde, ist aber rhythmisch eine Herausforderung).

    Da kämpfe ich mich halt durch, aber mit mangelnder Motivation....:confused:

    Daher habe ich mir ein Sopran zugelegt. Da kann ich wieder intensiv die Basics üben....Sound, stabiler Ton, Intonation......:lol::lol::lol:....DAS motiviert wieder.....

    CzG

    Dreas
     
  10. tango61

    tango61 Ist fast schon zuhause hier

    Ich spiele seit zwei Jahren versuche jeden Tag ein bis zwei Stunden zu spielen, mit Lehrerin ( das Feedback motiviert. Und ich versuche in zwei Gruppen mitzumachen, was in einem dreischicht Job schwer ist.
    Vor drei Wochen kam eine Querflöte dazu, wiederum Motivation. Mir fällt auf, das die Querflöte mein Gehör anders fordert und es dadurch geschulter wird.
    Fazit: kleine erreichbare Ziele halten Motivation hoch.
     
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  11. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Wie wichtig sind Dir die BigBand und das Quartett? Wieviel Spaß hast du dort?

    Spielst du da nur noch mit, weil du da schon immer mitgespielt hast?

    Manchmal braucht man einfach nur eine neue musikalische Herausforderung.

    Als Ensemble-Spieler muss ich mich nicht unbedingt mit Improvisation beschäftigen. Für Quintolen muss man kein Profi sein.

    Die letzten Jahre hatte ich intensiv Bass geübt, da ich es für die Pisa-Band benötigte. Mit dem dortigen Aufhören übe ich nur noch eher selten Bass. Leider, aber ok!

    Aktuell spiele ich viel Gebläse und muss bedingt hierfür mehr üben.

    Ich glaube, dass Veränderungen in welcher auch immer, dir weiterhelfen könnten.
     
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  12. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Kommt mir bekannt vor...

    Aus meiner Sicht ist dies nicht ohne Lehrer und nur längerfristig erreichbar, wenn man es überhaupt selber will. Eventuell „nur“ die Themen lernen und auf die komplexe Improvisation verzichten?

    Mit dem neuen Instrument schaffst du eine instrumentale Vielseitigkeit, aber löst das Grundproblem der musikalischen Hürde nicht. Das Thema kenne ich persönlich sehr gut...

    Was für ein Sopran hast du denn besorgt? Gerne PM.
     
  13. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Nur strukturelle Veränderungen werden es bringen. Big Band und Quartett verlassen, weil beide nicht mehr motivierend wirken. Mein Vorschlag ginge in die Richtung Combo mit einem oder besser zwei Bläsern.
     
  14. Reich-von-Pfand

    Reich-von-Pfand Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich hab mir versprochen, dass ich mir nächstes Jahr zum Geburtstag ein Tenor-Saxophon schenke, wenn ich beim Klarinette lernen am Ball bleibe.
     
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  15. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Wenn man private Veränderungen wirklich will. Daher ja auch meine Frage, ob die beiden Ensemble noch Spaß machen.

    Im Grunde gebe ich dir aber Recht.
     
  16. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Aus meiner Sicht die falsche Motivation! Besser wäre, wenn du dir das Ziel setzt, bis zum Tag X eine Mitspielgelegenheit gefunden zu haben und dafür vorbereitet zu sein.
     
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  17. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    100% Zustimmung

    Mit Leuten zusammenspielen, die besser sind als du.
     
  18. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Ich habe das Sopran aus drei Gründen angeschafft:

    1. Bringt es klangliche Abwechslung in die Band. Schließlich
    spiele ich das Leadinstrument und wenn Gudrun nicht dabei
    ist werden wir attraktiver. (Gudrun singt bei uns).

    2. Es hilft mir auf dem Tenor von Tonbildung und Intonation
    besser zu werden.

    3. Mittlerweile, nach fast, kurz davor, zehn Jahren finde ich
    das mir ein zweites Sax steht.

    Du wirst es kaum glauben....eine kack Chinatröte ICH....geht GAR NICHT!

    Ist ein Thomann TSS 350....aber von @tomaso optimiert.

    Da kannst‘e nix falsch machen....:D

    CzG

    Dreas
     
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  19. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Mein Sopranino ist auch ein Thomann und ich finde es gut...
     
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  20. moloko_plus

    moloko_plus Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Esther,
    wenn es keinen Spaß macht, ist wohl eine Pause angesagt. Als Hobbyist*Innen haben wir doch diesen Luxus!
    Auch wenn es gegenüber deinen Quintettkollegen hart sein mag. Aber es nutzt auch nix, wenn du in ein paar Monaten alles hinschmeißt, weil das letzte bisschen Freude am Musizieren auch noch abhanden gekommen ist.
    Während einer Auszeit entwickelt sich vielleicht eine Perspektive, wie es für dich weitergehen soll. Anderes Ensemble / Band? Vielleicht eine kleinere Formation?

    JA! Allerdings darf die Diskrepanz auch nicht zu groß sein, sonst ist das nur frustrierend (für alle Beteiligten).

    Viele Grüße & ich wünsche dir, dass es bald wieder funkt zwischen Sax und dir!

    Anja
    (die gerade auch im Motivationsloch steckt).
     
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